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Fred und die Bücherkiste
 
 
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Fred und die Bücherkiste [Gebundene Ausgabe]

Ole Könnecke
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Juli 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551515786
  • ISBN-13: 978-3551515780
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 14,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 646.879 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ole Könnecke
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Was gibt es Schöneres, als auf dem Dachboden zu stöbern, in längst vergessenen Kisten zu kramen, einen alten Hut auszuprobieren und einmal so richtig auf Schatzsuche zu gehen. Der kleine Fred hat genau so eine alte Kiste gefunden, vollgestopft mit -- nein, leider, es waren keine Goldstücke oder Juwelen, es waren "nur" alte Bücher.

Fred beginnt zu schmökern und wird auf der Stelle in wilde Abenteuer verwickelt. "Buch Nummer eins spielt im hohen Norden, gefährliche Tiere schlichen von Baum zu Baum", dabei lugt, von Fred unbemerkt, ein riesiger Eisbär über seine Schulter. Fred gähnt -- langweilig --, Tiergeschichten hat er noch nie gemocht, selbst wenn sie zur großen Literatur gehören sollten.

Sein nächster Griff ist ein Kinderbuch. Fred interessiert es nicht (da nimmt er die gleiche Haltung ein wie manch angesehener Kritikerpapst), daß es Der Zauberer von Oz heißt und in der Kinderliteratur recht bekannt und beliebt ist, um solche Dinge kümmern sich nur Erwachsene. Fred liest von Häusern, die von einem riesigen Sturm davongetragen werden. Langweilig, das glaubt ja kein Mensch.

Ole Könnecke, geboren 1961 in Göttingen, hat mit seiner schmalen Erzählung Fred und die Bücherkiste ein Problem beschrieben und gezeichnet, das alle Leseratten sehr gut kennen: Wie finde ich jetzt das richtige Buch für mich? Verpackt hat Könnecke es in eine leicht lesbare Geschichte, die gut von Leseanfängern bewältigt wird -- große Buchstaben, kontrastreiche Illustrationen und wenig Text pro Seite helfen dabei. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Etwas mehr Pfeffer und Salz

Cartoons und Comics, eine Bilderbuchkunst für Kinder

A. U. Was wäre «Der kleine Nick» von Goscinny ohne Sempé? Was Kästners «Emil», «Pünktchen und Anton» oder «Doppeltes Lottchen» ohne die Illustrationen von Trier? Die herzstärkende Unverwüstlichkeit, die die Handlungen ihren Helden (selten Heldinnen) zuschreiben, bringt der karikierende Strich auf den Punkt.

Wie der Begriff «Cartoon» (im Englischen ursprünglich «Entwurf für ein Fresko») sich um 1840 mit der Karikatur verknüpfte, ist eine Geschichte für sich. Als Kinderbuchillustration jedenfalls haben sich der Cartoon und der Comic im Lauf dieses Jahrhunderts in mehreren Schüben aus der politischen und sozialen Karikatur entwickelt. Von dort stammt die Verpflichtung, das Typische im Konflikt zwischen Gross und Klein, Schlau und Doof, Mächtig und Ohnmächtig herauszustellen – anders gesagt, der kritisch für die Kleinen Partei nehmende, witzige Blick.

Als unsere Kinder klein waren – sechziger, siebziger Jahre –, trugen Zeichner wie Sempé, Loriot, Reiner Zimnik, Marie Marcks und andere nicht wenig zum Vergnügen bei, unsere Familien-Alltagsnöte ins «Typische» verwandelt gleichsam von aussen zu betrachten und amüsiert zu vergessen. Entsprechend der intendierten Doppeladressierung genossen Kinder und Eltern das Gezeichnete je nach eigener Art. Wie gut dergleichen auch heute funktioniert, kann man in der vorbildlich inszenierten Ausstellung «Kids & Co.!» im Karikatur & Cartoon Museum Basel ausprobieren. Während auf «erwachsener» Augenhöhe hinreissende Cartoons aus verschiedenen Zeiten zum Thema Familienleben hängen, liegen darunter, auf Tischhöhe ausgebreitet, Bilderbücher bekannter Illustratoren als Hantier- und Augenfutter für Kinder bereit. Der durchschlagende Erfolg dieser Kombination bei grossen und kleinen Besuchern lässt die Frage aufkommen, wie es denn gegenwärtig stehe um die Beziehung zwischen Cartoon und Kinderbuchkunst.

Illustrationsstile sind weitgehend abhängig von der Politik der einflussreichen Verlage; diese reagieren auf Zeitstimmungen, wobei schwer zu sagen ist, wie weit nicht auch sie lediglich Markteinschätzungen spiegeln. Jedenfalls kamen in der Kinderbuchproduktion der achtziger Jahre Pfeffer und Salz des «echten» Cartoons zusehends abhanden. Das könnte sich jetzt wieder ändern. Ein paar Namen: Ole Könnecke, Jahrgang 1961, stellte sich 1995 mit einem erfreulichen Büchlein über die Macht des Fiktiven vor: «Fred und die Bücherkiste». Die ins Lesen versunkene kleine Hauptfigur merkt in geradezu stoischer Weise nicht, wie sich hinter, über, unter und mit ihr die wildesten Geschichten wirklich ereignen. Mit Buchillustrationen (so neuerdings zu einer schönen Elefanten-Geschichtensammlung) oder mit «Lola und das Gespenst», einer fortsetzungsträchtigen neuen Bildergeschichte, entfaltet Könnecke seither vielseitige Talente. – Meisterlich sind Wolf Erlbruchs Illustrationen zur (ebenbürtigen) Vorlesegeschichte «Mein kleiner Hund Mister» des Dänen Thomas Winding. – Der amerikanische Cartoonist Jules Pfeiffer schrieb und zeichnete als sein erstes Jugendbuch den etwas melancholischen Roman eines Kindes, das trotz grossen Behinderungen durch seine je nachdem turbulenten oder sturen Familienangehörigen Cartoonzeichner werden will (Deutsch: «Der Mann an der Decke»).

Mit Illustrationen zu den skurrilen Geschichten «Der weise Professor von Katastroff und sein Kater Attila» des Engländers John Saxby hat der deutsche Zeichner Bernd Pfarr erstmals das Kinderbuchfeld betreten (er sollte allerdings lernen, die Texte genau zu lesen. Wenn ein kurzer dicker Kerzenstock mit einem langen dünnen redet, ist es witzlos und falsch, zwei gleich grosse zu zeichnen). – Und für das erste Kinderbuch von Hera Lind, «Der Tag, an dem ich Papa war», konnte Marie Marcks als Illustratorin gewonnen werden; sie macht das Bestmögliche aus der nicht sehr inspirierten Rollentauschgeschichte, in der die erwachsen bleibende Mutter schliesslich zur Mama für Mann/Vater/Söhnchen wird . . . So oder so, zu hoffen ist, dass das offenbar neu erwachte Verlagsinteresse an Cartoons und Comics anhält. Denn der Kinderbuchsuppe würde wieder etwas mehr Pfeffer und Salz nicht schaden.

Die Ausstellung «Kids & Co.!» im Karikatur & Cartoon Museum, St.-Alban-Vorstadt 28, Basel, dauert noch bis Ende Dezember. Öffnungszeiten: Mittwoch und Samstag 14–17.30 Uhr, Sonntag 10–17.30 Uhr. Anmeldung für Schulklassen Tel. (061) 271 12 88. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Zauber des Lesens 14. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ole Könnecke schafft mit sehr wenig Text und wunderbar reduzierten Illustrationen, was viele Autoren nicht können: Eine Geschichte vom großen Zauber des Lesens so zu erzählen, dass man auch beim zehnten Lesen immer wieder lachen muss.
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