Aus dem Leben der 14-jährigen Mila:
Hanna (Selina Shirin Müller), Kati (Henriette Nagel) und Mila (Emilia Schüle) sind die besten Freundinnen und immer füreinander da. Selbst wenn es Stress mit Jungs, der Schule oder den Eltern gibt.
"Freche Mädchen" ist eine spritzige Komödie, welche typische Teenagerprobleme wie erste Liebe, Schulstress ect. auf humorvolle und einfühlsame Weise behandelt.
So geht es aber nicht nur um die Liebe zu Gleichaltrigen, sondern auch ums Verknalltsein in den Lehrer.
Die Themen sind super gewählt, da sie aus der Erfahrungswelt der Jugendlichen gegriffen sind.
Die Szenen werden oftmals einmal so gezeigt, wie Mila es sich wünscht und vorstellt, und dann nochmal so, wie die Situation wirklich abläuft.
Trotz der Probleme gibt es einiges zu lachen, denn der Film wurde mit viel Fröhlichkeit und Humor gestaltet.
Lächerlich wirds allerdings, als die Mädchen ihre Deutschlehrerin mithilfe eines selbstgebrauten Liebestranks verkuppeln wollen. Sind wir hier denn bei Bibi Blocksberg?
Ebenfalls kindisch, dass Mila den Sex ihrer Mutter+Pit Winter aufnimmt und vor der ganzen Klasse abspielt. Verständlich zwar, dass Mila verletzt ist, weil sich selbst in ihren Lehrer verliebt hat, aber ich finde das geht zu weit!
Schön finde ich allerdings die Songs im Film, welche von Selina und Wilson (spielt Brian) gesungen werden.
Amüsant sind auch die Lehrer, welche sich typisch und nur allzu bekannt verhalten: Jeder Lehrer verkündet lautstark und voller Überzeugung, dass "sein" Fach das wichtigste ist. "Die Welt ist Sprache!", "Die Welt ist Mathematik!"... =)
Spannend kann man den Film nicht nennen. Die story ist weitgehend vorhersehbar, vor allem das Ende. Da sind dann alle glücklich und zufrieden, jeder bekommt seinen Traumboy - langweilig!
Als Mila im Planetarium völlig unerwartet von einem Jungen geküsst wird, muss sie heraus finden, wer dieser Junge war. An dieser Stelle könnte es spannend werden. Aber der aufmerksame Beobachter müsste diesen "Unbekannten" längst identifiziert haben.
Die Besetzung der Rollen ist super. Die drei Mädels ergeben ein stimmiges Team und sind sehr sympathisch. In den Rollen der Lehrer und Eltern finden wir viele bekannte Gesichter wie Anke Engelke, Piet Klocke, Armin Rohde uvm.
Nett ist zwar, dass wir Wilson G. Ochsenknecht sehen, jedoch kommt es mir so vor, als würde er sich selbst spielen, als seine Rolle. Und Jonathan Beck scheint eine gute Besetzung, jedoch kommt er nicht als Macho rüber (wie er in seiner Rolle als Markus eigentlich sein müsste), sondern eher süß, was ich aber positiv finde.
Bonusmaterial: Interviews, visuelle Effekte (z.B. schwebende Mila), Making of, Songs Karaoke-Version.
Einen Punkt möchte ich noch ansprechen: Die Altersfreigabe. Ich finde es unglaublich, dass dieser Film ab 6 Jahren! freigegeben ist. Kinder in diesem Alter können noch überhaupt nichts mit den Themen anfangen. Empfehlen würde ich den Film ab 12/13 Jahren. Diese Altersgruppe wird wahrscheinlich am meisten Gefallen an dem Film finden und man kann ihn auch durchaus empfehlen.