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Freaks
 
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Freaks (Broschiert)

von Joey Goebel (Autor), Hans M. Herzog (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257065469
  • ISBN-13: 978-3257065466
  • Originaltitel: The Anomalies
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 320.081 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Manchmal rastet Luster förmlich aus: zum Beispiel dann, wenn man sich über ihn, den Schwarzen, und seine Freunde von der Musikband „The Freaks“ lustig macht. Aber er tut es auf eine nur unterschwellig aggressive, entlarvende Art und Weise, im „Duell der Zungen“. So ist es auch diesmal, als Luster den coolen Schönling am Nebentisch vor seinen Freunden blamiert, indem er immer, wenn der Schönling etwas erwidern will, eine Karte aus der Hosentasche zieht, auf der genau das steht, was der Schönling gerade sagen will. Indem er dem Schönling seine banale Biografie herunterbetet, seinen gewöhnlichen Musikgeschmack vor Augen führt, seine alberne Zukunft prophezeit. Am Ende muss der Schönling von seinen Freunden getröstet werden. Und der Leser weiß: der Schönling hat ein ganz und gar berechenbares Allerweltsalltagsleben. Und Luster und seine Freunde, die Freaks, eben nicht.

Joey Goebels Romandebüt Vincent war ein sensationeller Überraschungserfolg. Vielleicht ist das der Grund, warum der 26-jährige US-Autor und Leadsänger der Punkrockband „The Mullets beschlossen hat, sein erstes Werk, ein Drehbuch, zum Roman Freaks umzubauen. In der Anlage merkt man dies dem Buch noch an: ständige, durch Kapitelüberschriften angekündigte Perspektivwechsel und ein Schnitt-Gegenschnitt-Verfahren sorgen dafür, dass die Spannung beim Lesen gehalten wird. Auch wirkt mancher Dialog, als sei er direkt Quentin Tarantinos Pulp Fiction entsprungen. Aber Goebel hat an der „Literarisierung“ seines Debüts gearbeitet und viel von der Psychologie seiner eigenwilligen Figuren in innere Monologe wandern lassen. Das ist dem Roman gut bekommen. Freaks ist eine rasante, politisch inkorrekte und dabei noch überaus musikalische Achterbahnfahrt durch das Leben einer 80-jährigen, ständig jünger werdenden Altersheiminsassin mit Sex-Pistols-T-Shirt an der Gitarre, einer bildhübschen Rollstuhlfahrerin namens Aurora an den Drums, einer 8-jährigen, nur oberflächlich süßen Göre am Bass, einem irakischen Ex-Soldaten auf der Suche nach seinem einstigen, von ihm verwundeten Gegner am Keybord und Luster, dem philosophierenden Afroamerikaner, als Sänger.

„Worte bringen es manchmal nicht rüber“, heißt es in Goebels polyphonem Roman: „oder nie“. Letzteres kann man nach der Lektüre dieses fulminanten Buchs getrost bestreiten. Freaks bringt fast alles rüber. Und das ist mehr, als man von den meisten zeitgenössischen Romanen behaupten kann. --Thomas Köster



kulturnews.de

The Freaks sind eine etwas andere Castingband: An der Gitarre ackert eine 80-jährige Altersheiminsassin im Sex-Pistols-T-Shirt, Bassistin Ember ist gerade mal acht und auch ohne Drogen faselt Frontmann Luster zugedröhnter als Pete Doherty. Schräglagen sind gewollt, denn Castingchef ist der 26-jährige Amerikaner Joey Goebel, der letztes Jahr mit dem grandiosen Debüt “Vincent" eine intelligent-irrwitzige Mediensatire vorlegte. “Freaks" entstand bereits vor “Vincent", war ursprünglich als Drehbuch konzipiert und wurde nachträglich zum Roman umgearbeitet. Wenn Goebel die Klischees überstrapaziert und die manchmal zu platten Pointen im Slapstick versanden, merkt man schon, dass die Bandgeschichte eine Schreibübung ist. Trotzdem lohnt das Buch, schließlich ist es der Anlauf der größten literarischen Entdeckung 2005. Vor allem gibt es einen der besten ersten Sätze der Literaturgeschichte: “Leicht war es nicht, sechs Milliarden Herzen auf einmal zu flicken, doch ich schaffte es." (cs)

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Freakisch!, 24. Januar 2007
Von Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Im Jahre 1980 in Kentucky geboren hat Joey Goebel schon eine ganze Menge ausprobiert. Als Leadsänger einer Punkrockband ist er durch Amerika getourt, ein Drehbuch hat er geschrieben und dann den formidablen, im Vorjahr beim Diogenes Verlag erschienenen Debütroman Vincent". Mit Freaks", dem zum Roman umgeschriebenen Drehbuch, hat sich Goebel nun erneut auf der literarischen Bühne gemeldet. In dem beim Diogenes Verlag als Paperback erschienenen Buch widmet sich Joey Goebel der Musik und porträtiert eine mehr als ungewöhnliche Melange aus jung und alt. Luster, Aurora, Opal, Ember und Ray sind zwischen 8 und 80 und haben spürbar den Groove, wenn sie durch die Lande ziehen, gesellschaftliche Dramen bewältigen und als Musiker nicht unbedingt das sind, was man erfolgreich nennt. In vielen knallbunten Episoden schweißt Joey Goebel sein ungleiches Handlungspersonal aneinander und läßt doch jedem der fünf Protagonisten ein großes Stück Raum für diverse Eigenheiten. Goebel beweist mit seiner Prosa, daß er ungemein großes Talent hat und solchen Herren wie John Irving oder gar Jerome David Salinger und Thomas Pynchon nachfolgen kann. Die Zeit zumindest wird es zeigen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die wohl schrägste Band der fiktiven Welt!, 27. November 2006
Von einigen habe ich gehört, dass der vorhergehende Roman von Goebel besser war, aber ich bin sicher, dass dieses Buch an Skurilität nicht zu überbieten ist!
Unterschiedlichere Charaktere - wie diese Bandmitglieder der "Freaks" - würde man wohl an keinem Ort der Welt antreffen. Vor allem nicht solche mit dem Ziel gemeinsam: "Berühmt zu werden"! Diese Kombination macht ein Buch aber nicht lesenswert. Das wird es erst, wenn man beim Lesen bemerkt, dass diese "Musiker", doch nicht so verschieden sind wie sie zunächst erscheinen. Sie alle sind anders als die anderen - auf ihre Art Rebellen. Sie alle möchten respektiert werden. Sie alle möchten das Leben auf ihre Weise leben ohne dafür verpöhnt zu werden. Und sie alle sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück. (Somit unterscheiden sie sich doch nicht so sehr vom Rest der Welt...) Unterstrichen wird dies alles durch (leicht schwärzlichen) Humor und die, durch einen angenehmen Schreibstil, zum Leben erweckten "Freaks" selbst.
Für alle, die eine Band haben oder hatten und sich einiges unkomplizierter vorstellten. Und sonst für alle, die gern lachen und dabei zwischen den Zeilen noch mehr als Skurilität und Witz erkennen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die schrägste Band der Welt, 4. Oktober 2006
Von M. Schulte "mavis-23" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Joey Goebel erzählt die Geschichte der "Freaks", einer in ihrer Besetzung recht ungewöhnlichen Band aus Kentucky, aus ständig wechselnden Perspektiven. Jeder Absatz gibt in der Überschrift an, aus wessen Sicht er erzählt wird. Dabei werden auch vermeintliche Statisten zu Erzählern. Immer wieder lässt Goebel Außenstehende die Hauptfiguren beobachten  ein kleiner Kniff, um seine kuriosen Hauptfiguren auch immer wieder aus der Distanz betrachten zu können. Durch die ständigen perspektivischen Sprünge liegt dem Roman ein recht hohes Tempo zugrunde. Die Geschichte entwickelt sich mit einiger Dynamik und die perspektivischen Wechsel sorgen für eine gewisse Spannung, denn teils bekommt man erst durch das Zusammensetzen der unterschiedlichen Beobachtungen und Gedanken ein vollständiges Bild der Geschehnisse.

Auf den ersten Blick mag "Freaks" wie ein oberflächlicher Unterhaltungsroman erscheinen. Die Figuren wirken allesamt zu abgedreht, um realistisch zu erscheinen. Vielmehr polarisieren sie, stellen jeder für sich ein eigenes Extrem dar und erfordern auch beim Leser ein gewisses Maß an Toleranz. Goebel formuliert vor allem aber gewitzt und mit einer gewissen Ironie. Immer wieder kann man über komische Situationen und sonderbare Gespräche schmunzeln, die stets auch ein Stück weit den Geist der Zeit einfangen und die gesellschaftliche Situation portraitieren. Und darüber mag man den Protagonisten so manche Abgedrehtheit verzeihen.

Verglichen mit Goebels zuletzt veröffentlichtem Werk "Vincent" wirkt "Freaks" dennoch nicht ganz so ausgereift. Man merkt deutlich, dass "Freaks" dem Ursprung nach schon ein etwas älteres Werk ist. Mit "Vincent" hat Goebel sich schon erheblich weiterentwickelt. Mag manches an "Freaks" noch etwas kindisch wirken, auch wenn Goebels Talent zwischendurch immer wieder zwischen den Zeilen hindurchfunkelt, so wirkt "Vincent" eben schon ein ganzes Stück ausgegorener.

FAZIT: Etwas schwächer als "Vincent", aber dennoch durchaus liebenswert, gewitzt und unterhaltsam. Und obendrein einer der schönsten Romananfangssätze seit langem: "Leicht war es nicht, sechs Milliarden gebrochene Herzen auf einmal zu flicken, doch ich schaffte es."
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4.0 von 5 Sternen Die Geschichte einer wirklich coolen Band
Sie sind etwas anders als die andern, jeder auf seine Art, und sie haben zusammen eine Band: Der sehr eloquente Schwarze Luster, der immer mit sich selbst spricht. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Neil Jung veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Was für ein Freak!
Freaks war ursprünglich ein Drehbuch und wurde vom Autor zu einem Roman umgewandelt, nachdem niemand das Drehbuch wollte.
Schade. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2007 von Nilaith

3.0 von 5 Sternen Mischung aus Kulturkritik und Hippie Botschaft
Joey Goebel, ein sehr junger Autor, 1980 in Kentucky geboren, hatte im letzten Jahr mit seinem Roman "Vincent" ein viel beachtetes Debüt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Dezember 2006 von Carl-heinrich Bock

4.0 von 5 Sternen Joey Goebel, das kannst du besser!
Seit Joey Goebels Roman "Vincent" halte ich sehr große Stücke auf diesen Ausnahmeautor. Seine sarkastisch gehässige Ader, die schon in "Vincent" sehr spürbar war, kommt auch in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2006 von Kale Hatfield

1.0 von 5 Sternen Der Zweck heiligt die Mittel
Joey Goebels jüngste Arbeit mag zwar als Roman gelabelt sein, kommt jedoch als stilistische Patchwork-Arbeit daher. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. September 2006 von Gerhard Kerner

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