London, Whitechapel. Sechs Jahre ist es her, dass zwölf Kinder mit besonderen Fähigkeiten die Welt wie sie war beendeten. Danach bauten sie sie wieder auf und vor einer Woche fand eine junge Frau namens Alice ihren Weg zu ihnen. Nachdem eine große Gruppe von Flüchtlinge sich nun bei ihnen ansiedelte, haben die Freakangels versucht ihre vorhandenen Versorgungstechniken zu verbessern und dies ist ihnen auch gelungen.
Doch wie immer geht irgendetwas schief und am Ende gibt es eine Leiche, die grausam verstümmelt wurde und einer der Freakangels selbst wagt es eines der ungeschriebenen Gesetze der Gang zu übertreten.
Band 3 findet zum ersten Mal die richtige Balance zwischen Handlung und dem Aufbau des Handlungsort Whitechapels. Man lernt wie die Technologie der Freakangels funktioniert, wie die Neuankömmlinge sich in Whitechapel zurechtfinden und lernen auch ein bisschen mehr über ihre Fähigkeiten und wie in Whitechapel durch Kait "Recht" gesprochen wird. Der Ton der Serie wird hier gleich noch etwas düsterer, was nicht nur an dem oben erwähnten Mordfall liegt und auch insgesamt liest sich alles flüssig und wunderbar spannend. Nach ihren anfänglichen Startschwierigkeiten, hat "Freakangels" in diesem Band also zum ersten Mal von der Geschichte her die goldene Mitte gefunden.
Zeichnerisch bleibt ebenfalls alles beim Alten, Paul Duffield zeigt keine Ermüdungserscheinungen und mithilfe der großartigen Kolorierung, gelingt es ihm weiterhin (auch dank der oft vorkommenden großen Panels) weiterhin kleine Portraits zu zaubern, die gleichzeitig zu verzaubern und zu verstören in der Lage sind.
Ein sehr guter dritter Band also, der zum ersten Mal das volle Können beider Macher zeigt und nichts von seiner Intensität nach mehrmaligen lesen verliert.