Die Autorinnen schreiben, dass sie "wegen der besseren Lesbarkeit des Buches auf Fußnoten verzichtet haben".
Hätten sie das nur nicht getan - denn genau das ist das Problem.
Im Kapitel "Musenfürstin in Weimar - Anna Amalia von Braunschweig" wird da ohne Quellenangabe behauptet, dass Goethes große Liebe eigentlich Anna Amalia war, und Frau von Stein, um Schaden von der Herzogin abzuwenden, Liebe, Leidenschaft, Briefe, Gefühle usw. nur vorgegeben hat, um diese Affäre zu decken. Das ist abstrus. Da wären Quellenangaben schon mehr als wichtig gewesen.
Die Sprache des Buches ist schlampig-nachlässig. Daneben werden interessante biographische Dinge angerissen, aber oft nicht weiter ausgeführt.
Mit alledem ist dieses Buch einfach ein Ärgerniss.
Man wundert sich über das Lektorat des Verlages, das so herausgegeben zu haben.