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Warum Frauen nicht schwach, Schwarze nicht dumm und Behinderte nicht arm dran sind. Der Mythos von den guten Genen.
 
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Warum Frauen nicht schwach, Schwarze nicht dumm und Behinderte nicht arm dran sind. Der Mythos von den guten Genen. [Taschenbuch]

Wolfram Henn
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

P.M. Magazin, Medientipps April 2004

Der Humangenetiker und Mitglied der Ethikkommission nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er die geistigen Untaten der Genforscher aufs Korn nimmt: Rassismus ("Die Schwarzen sind minderwertige Wesen"), Determinismus ("Gene bestimmen alles, es gibt keinen freien Willen"), Sadismus ("Tierversuche sind notwendig und machen den Tieren nichts, denn die sind minderwertige Wesen"). Erst mal erfährt der Leser alles über Gene, deren Funktionsweise, was sie können und was nicht. Danach diskutiert der Autor frisch und moralisch engagiert alles, was uns bewegt, bis hin zu den Gefahren der Inzucht (die weit geringer sind als schlechte Umwelteinflüsse). Ein höchst lesenswertes und informatives Buch, jedem zu empfehlen, der über Gentechnik mitreden möchte.

Kurzbeschreibung

Schöner - klüger - blauäugiger? Warum wir mehr sind, als unsere Gene. Eine spannende Sicht auf die Gentechnik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Format:Taschenbuch
Wolfram Henn, den ich auch persönlich als Professor für Humangenetik und Medizinethik an meiner Heimatuniversität sehr schätze, nimmt einem in diesem Buch mit auf eine Reise durch die Entstehungsgeschichte des menschlichen Genoms und streift dabei hochbrisante politische Themen wie die Gleichstellung von Mann und Frau sowie Pränataldiagnostik, Rassenunterschiede und - in einem kleinen Abschnitt - künstliche Intelligenz.

Dieses Buch enthält keineswegs populärwissenschaftliches Gefasel - es ist hervorragend recherchiert und sehr anspruchsvoll geschrieben, ohne jedoch zu langweilen. Es ist eine hervorragende Anregung für jeden - ob Arzt oder Laie - der sich für Humangenetik interessiert oder interessieren will.
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Volkmar Weiss TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Obwohl die Leistungen der Frauen in allen athletischen Disziplinen etwa 10% unter denen der Männer liegen, man sich über Intelligenztestleistungen von Schwarzen in dem Buch von Rushton „Rasse, Evolution und Verhalten" informieren kann und die Behinderten in jeder Einkommensstatistik weit unter dem Durchschnitt liegen, schafft es der Verfasser bereits mit der Wahl seines Buchtitels, deutlich zu machen, worauf es ihm ankommt. Er ist Humangenetiker, und eigentlich versteht sich diese Wissenschaft als die Wissenschaft von der erblichen Ungleichheit des Menschen. In kommunistischen Ländern war diese Fachrichtung deshalb jahrzehntelang unerwünscht, ehe sie sich als „Medizinische Genetik" in bescheidenem Rahmen wieder etablieren durfte. Da aber auch in der freien Welt nach den Regeln der inzwischen geltenden politischen Korrektheit alle Menschen in den wesentlichen Leistungsmerkmalen erblich gleich zu sein haben, unterzieht sich der Verfasser der Aufgabe, die fachwissenschaftlichen Ergebnisse der Humangenetik in den Grenzen des allein seligmachenden Dogma zu deuten. Nachdem er die Quadratur des Kreises gefunden hat (schon das allein verdient fünf Sterne), kann er sich nicht enthalten, noch einige weiterführende Informationen zu streuen. Der erstaunte Leser erfährt, daß derzeit z. B. rund 16 Millionen Männer durch eine Variante des Y-Chromosoms ihre Abstammung auf Dshingis-Khan zurückführen können. Haben sich seine Frauen und die seiner Söhne in den Harems zu wenig gewehrt? Die Hazara, die Nachkommen einer kleinen mongolischen Reitertruppe, stellen heute ein Fünftel der Bevölkerung Afghanistans. Und über der Grenze in Pakistan leben in einem abgeschiedenen Gebirgstal noch 3000 blonde, blauäugige, nicht-moslemische Kalash-Kafir, die ihre Abstammung der Sage nach auf versprengte Soldaten Alexander des Großen zurückführen. Sehr richtig - und es gilt und galt auch für Juden und andere - stellt der Verfasser (auf S. 66) fest, daß deren kulturelle „Anpassung ihre langfristige Auslöschung bedeuten würde". Gilt das aber nicht auch für Noch-Mehrheitsbevölkerungen, die einem wachsenden Einwanderungsdruck ausgesetzt sind? Oder sollte man die Zäune in Ceuta und Melilla nicht besser einreißen? Wenn die Wirkung der Gene ein Mythos ist, wie der Verfasser meint, dann macht doch auch jede Art von Abgrenzung und Einwanderungsbeschränkung keinen Sinn.
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7 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Mit der Fachkompetenz des Genetikers und der kritischen Sichtweise des Ethikers nähert sich der Autor der Frage, welchen Spielraum die Vererbung dem Einzelnen in seiner Lebensgestaltung lässt. Sind wir Sklaven unserer Gene? Was bedeutet Normalität im Zeitalter des gläsernen Menschen, und ist Normalität überhaupt wünschenswert? Werden Rassismus, Sexismus, Diskriminierung von Behinderten womöglich durch die moderne Genforschung wiedererweckt und gestärkt? Welches Menschenbild brauchen wir für einen verantwortungsvollen Umgang mit den neuen Erkenntnissen der Genetik?
Ein für den interessierten Laien geschriebenenes, anspruchsvolles, aber auch mit kritischem Humor gewürztes Sachbuch, dem man viele Leser wünscht.
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