Das ausführliche Vorwort von Elke Heidenreich erklärt, warum Frauen, die lesen gefährlich sind, und vor allem waren: Lesen macht neugierig, Lesen macht kritisch, Lesen macht klug. Und es hält ab von den Tätigkeiten, für die die Frauen doch wohl geschaffen sind: Kochen, putzen, nähen, beten, Kinder erziehen.
Nicht umsonst sagte Marie von Ebner-Eschenbach: "Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt."
Das Buch ist in erster Linie ein wunderbares Bilderbuch, eine Sammlung von Bildern lesender Frauen. Nach vierzehn Seiten von Stefan Bollmann über die Geschichte des Lesens vom 13. bis 21.Jhd. enthält es in sechs Kapiteln Bilder von begnadeten, verzauberten, selbstbewußten,empfindsamen, passionierten und einsamen Leserinnen. Zu jedem Bild gibt es einen eher kurzen Text über Maler und Bild, manchmal auch über die dargestellte Leserin.
Für alle, die mehr wissen wollen, enthält das Buch noch eine Literaturliste. Ein schönes, interessantes und überraschendes Werk!