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Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus
 
 
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Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus [Gebundene Ausgabe]

Martha Schad
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Vorstellung vom Widerstand gegen Adolf Hitler ist geprägt von Offizieren wie Graf Stauffenberg oder einsamen Attentätern wie Georg Elser, von Männern also, die sich dem NS-Regime entgegenstellten. Selten denkt man beim Widerstand an Frauen, meist kommt einem nur Sophie Scholl in Erinnerung. Die Mitbegründerin der Weißen Rose hat auch ihren Platz in Martha Schads Abhandlung über Frauen gegen Hitler, sie steht aber ganz hinten in diesem beeindruckenden Band.

Bevor wir auf Scholl und ihre studentische Widerstandsgruppe stoßen, lernen wir zunächst über ein Dutzend andere Vertreterinnen der Opposition gegen Hitler kennen. Da mögen Namen wie Marion Gräfin Dönhoff noch bekannter sein, von anderen wiederum hat man (traurigerweise) noch nicht viel gehört. Schad stellt uns Frauen wie die Pazifistin Constanze Hallgarten vor oder Elfriede Scholz, Schwester des Autors Erich Maria Remarque (Im Westen nichts Neues).

All diesen bekannten und unbekannten Widerständlerinnen widmet Schad jeweils ein Kapitel, in dem sie auf deren Leben und Schicksal eingeht. Mit am beeindruckendsten (und durch Schads Buch hoffentlich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht) sind die Geschehnisse um den "Frauenaufstand in der Rosenstraße": Mehrere hundert Frauen verhinderten 1943 mit dem Ruf "Gebt uns unsere Männer wieder!" die Deportation ihrer jüdischen Angehörigen. Man muss den Mut sowohl dieser anonymen als auch der im Buch namentlich aufgeführten Frauen bewundern, die ihre Stimme gegen das NS-Regime zu erheben wagten.

Martha Schads Buch bewahrt die Geschichte des weiblichen Widerstandes im Dritten Reich vor dem Vergessenwerden. Allein hierfür gebührt der Historikerin schon Anerkennung. Dass ihre Arbeit dann auch noch sorgfältig recherchiert und gut geschrieben ist, macht das Buch rundherum empfehlenswert. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Die renommierte Historikerin Martha Schad widmet sich erstmals in Form einer umfassenden und glänzend recherchierten Gesamtdarstellung den Schicksalen der vielen Frauen, die aus den unterschiedlichsten Motiven in die aktive oder passive Opposition gegen das nationalsozialistische Terrorsystem gingen, und schließt so eine Lücke in der Literatur über den Widerstand. Dabei dokumentiert sie nicht nur die Taten herausragender Persönlichkeiten wie die der Sophie Scholl und Marion Gräfin Dönhoff, sondern zeichnet auch die Lebensbilder weniger bekannter Frauen nach, darunter Constanze Hallgarten, Elisabeth von Thadden und Hilde Coppi, die im Kampf gegen die nationalsozialistische Herrschaft nicht selten ihr Leben verloren.Martha Schad, geboren 1939, studierte an der Universität Augsburg Geschichte und Kunstgeschichte und promovierte mit "Die Frauen des Hauses Fugger von der Lilie". Sie schreibt über historische Frauengestalten (Bayerns Königinnen; Frauen, die die Welt bewegten; Kaiserin Elisabeth und ihre Töchter) und gab den Briefwechsel zwischen Cosima Wagner und Ludwig II. von Bayern heraus.

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Würdigung auch der stillen Heldinnen, 30. September 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen: Dieses Buch der Historikerin Martha Schad ist informativ und anrührend zugleich.
Es hat sich in meiner persönlichen Bestenliste sofort nach oben katapultiert. Ganz unterschiedliche Frauengestalten porträtiert des Autorin, die eigentlich nur eines gemeinsam haben- sie waren Feindinnen der Nazis, zum Teil aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Neben bekannten Frauen wie Sophie Scholl oder Marion Dönhoff erfahren wir auch von unbekannten Widerständlerinnen, und da Frauenleben sehr oft auch mit Familie und Verpflichtungen zu tun haben, erfahren wir auch vom Privaten in der großen Tragödie. Einzelne Sätze in dem Buch sind es wert, immer und immer gelesen zu werden.
Dieses Buch ist ein Dokument der Menschlichkeit.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Informativ und lesenswert, 2. März 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus (Gebundene Ausgabe)
In diesem Buch werden endlich nicht nur die berühmten Frauen, wie Marion v. Dönhoff oder Sophie Scholl genannt, sondere auch andere weniger bekannte. Das Buch ist an keiner Stelle langweilig und für jeden ein Muss, der sich für die Nazi-Zeit interessiert.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gut lesbares, informatives und faires Buch, 5. Juli 2001
Von 
Dietrich Marquardt (Frankfurt/M, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Frauen gegen Hitler. Schicksale im Nationalsozialismus (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch stellt in dreizehn Kapiteln einzelne Frauen oder Gruppen von Frauen vor, die in der einen oder anderen Form Widerstand gegen die NS-Diktatur geleistet haben. Die Motive ihres Handelns waren ganz unterschiedlich, die Frauen kamen aus allen sozialen Schichten, hatten unterschiedliche politische oder religiöse Ansichten. Sie leisteten Widerstand gegen die Deportation ihrer jüdischen Männer oder schrieben schon früh gegen Hitler, wie die amerikanische Journalistin Dorothy Thompson. Nicht nur über die christlich-bürgerliche Münchner Studentin Sophie Scholl erfahren wir etwas, auch über junge kommunistische Mütter wie Hilde Coppi und Liselotte Hermann, die beide ebenfalls ermordet wurden - obwohl sie gerade erst Kinder zur Welt gebracht hatten. Die Darstellung des Lebens und bei einigen leider auch des durch Terror bewirkten Todes ist sehr anrührend, plastisch und informativ. Doch nicht nur die einzelnen Frauen, die hauptsächlich im jeweiligen Kapitel vorgestellt werden, sind der Autorin wichtig, sondern auch Frauen wie Esther Bejarano und Johanna Kirchner. Sehr erfreulich auch die Darstellung, ob und wie heute noch der Frauen des Widerstands gedacht wird und wie sie heute leben - wenn sie denn überlebt haben wie Lina Haag. Es gibt kleine Mängel, so die Kapiteleinteilungen und - überschriften, die nicht sehr durchdacht und konsequent wirken. Einige wichtige Bücher (C. Wickert, I. Strobl) fehlen in der sonst recht guten Literaturliste. Das Register ist sehr nützlich, die Namen z.B. von Werner Krauss, Rudolf Pechel, Liselotte Herrmann werden aber z.T. falsch geschrieben. An einigen wenigen Stellen wird auch unbedacht eine Sprache benutzt oder zitiert, die dringend vermeiden oder in Anführungszeichen gestellt bzw. distanzierend kommentiert werden sollte. Die Darstellung der Motive und der Handlungen der sehr unterschiedlichen Frauen erfolgt mit einem hohen Maß von Sympathie, Einfühlung und Fairness. Die große Anzahl und gute Auswahl der Fotos und Dokumente runden das Bild eines sehr gelungenen Buches ab. Mein Wunsch: Eine preiswerte Taschenbuchausgabe möge bald folgen.
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