Ich möchte vorweg sagen: Ich habe in meinem Leben bisher genau einen Film des spanischen Regisseurs Jess Franco gesehen, und das war "Jack the Ripper". Diesen fand ich auch wirklich nicht übel, Sex, Gewalt und Klaus Kinski. Ich hatte noch nie einen Film aus dem Sub-Genre des Frauengefängnisfilms gesehen, und jetzt weiß ich auch, dass es so besser war!
Francos "Women in Cellblock 9" ist einfach ein enorm schlechtes Machwerk, dem ich normal nicht einmal eine Bewertung spendieren würde. Die Gründe hierfür werde ich aber gerne mal grob zusammenfassen:
In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit äh ich schweife ab. Da herrscht jedenfalls ein unbekannter Krieg und drei Mädels werden von einer bisexuellen, und vor allem hässlichen, alten Ziege und einem ebenso degenerierten alten Sack in ein Frauenlager entführt. Dort werden sie nackt angekettet und reden die ganze Zeit Dünnsinn, bis sie dann endlich der Reihe nach gefoltert werden. Durch einen notgeilen Wachmann entkommen sie, werden durch die Wälder und Auen gejagt und dann erschossen. That's it! Dabei wird viel Wert gelegt auf die Folterei, bei deren Höhepunkt (ja, auch den gibt es) eine Ratte vaginal eingeführt wird, damit sie auf den Eierstöcken der Gequälten einen Stepptanz aufführen kann. Offscreen, und mit vielen Weineinlagen versehen natürlich. Das, nur um ein Beispiel dieses oscarreifen Vehikels zu nennen.
Ich persönlich kann nicht verstehen, wie derartige Filme eine derart große Fangemeinde haben können, aber mich wird man jedenfalls nicht dazuzählen können. Der Film ergibt sich in etlichen schlechten Kameraeinstellungen, dummdreisten Dialogen (die nichtmal lustig sind, sondern nur hohl) und immens schlechten Darstellern. Wer sich so etwas antun möchte, der liegt hier mehr als goldrichtig!