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Frauen und Perlen: Geschichten einer Leidenschaft in Malerei und Fotografie [Gebundene Ausgabe]

Claudia Lanfranconi
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

13. Oktober 2005
Frauen lieben Perlen, es ist eine Liebe, die nun schon Jahrtausende währt und nichts spricht dafür, dass die Leidenschaft abkühlen würde. In der persischen Mythologie galten sie als Tränen der Götter. Die Griechen und Römer hielten Perlen für ein Geschenk des Himmels. Eine besonders betörende Wirkung jedoch hatten Perlen stets auf die weibliche Welt. Um in den Besitz von Perlen zu gelangen, wurden Vermögen verprasst und Schicksale entschieden.

»Frauen und Perlen. Geschichte einer Leidenschaft« versammelt die schönsten Bildnisse von unbekannten Schönheiten, Frauen der Macht, mythologischen Heldinnen, großen Verführerinnen, Damen der Gesellschaft, mädchenhaften Gestalten und unvergesslichen Ikonen. Große Filmdiven wie Audrey Hepburn, Mode-Genies wie Coco Chanel oder andere unvergessliche Frauen wie Jacqueline Kennedy und Maria Callas sind ebenso dabei wie die weiblichen Ideale von Rembrandt, Holbein, Caravaggio, Vermeer, Manet oder Renoir. Die Künstler haben den Frauen, Damen, Adelsfräulein und Ladies Perlen um den Hals gelegt, in ihr Haar geflochten und in ihre Kleider gewebt.
Die Kunsthistorikerin Claudia Lanfranconi erzählt, wie vielfältig die Perle von der Antike bis zur Gegenwart gedeutet wurde. Ihre Kommentare liest man mit Vergnügen, weil sie mit Witz und Gespür fürs Detail über siebzig Gemälde und Fotografien kenntnisreich beschreibt.

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Preis für alle drei: EUR 69,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: SANDMANN, MNCHEN; Auflage: 1 (13. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938045086
  • ISBN-13: 978-3938045084
  • Größe und/oder Gewicht: 28,2 x 21,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 462.540 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Claudia Lanfranconi, geboren 1971, studierte Kunstgeschichte in Bonn, Florenz und Rom. Sie arbeitete als freie Autorin für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 2004 ist sie Redakteurin für den Kunstmarkt bei Architectural Digest. Claudia Lanfranconi lebt in München.

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5.0 von 5 Sternen Leseperlen! 22. Oktober 2005
Format:Gebundene Ausgabe
Dem kleinen Elisabeth Sandmann-Verlag verdanken wir einen der schönsten und originellsten Kunstbände der vergangenen Jahre:
"Frauen die lesen sind gefährlich".
Einer anderen weiblichen Leidenschaft ist dieser just erschienene Prachtband gewidmet, den Perlen, die vielen Frauen zu einer fast märchenhaften Schönheit verhalfen.
Davon kann sich der Betrachter und Leser dieses tollen Buches überzeugen, dass sich ganz dieser Leidenschaft für Schmuck widmet.
In ganz ähnlicher Ausstattung wie der "Leserinnen"-Kunstband versammelt dieses Buch viele Beispiele aus der Malerei und der Fotographie, in denen der Perlenschmuck eine zentrale Rolle bei der Darstellung von Frauen spielt.
Objekt der Begierde und Symbol von Schönheit und Macht waren Perlen schon vor Jahrhunderten und die Darstellung ihrer Trägerinnen haben so manchen Künstler unsterblich gemacht- was wäre beispielsweise Vermeers Mädchen ohne Perlenohrring? Perlenschmuck hat oft etwas Geheimnisvolles und er hat die Phantasie ihrer Trägerinnen beflügelt. Dieser Aspekt kommt in der Betrachtung der Gemälde und Fotographien quer durch die
Jahrhunderte stets zum Vorschein.
Ein Buch, dass man vielleicht nicht unbedingt braucht. Aber ein Buch, dass seine BetrachterInnen erfreut und einen ganz neuen Blickwinkel auf die abgebildeten Kunstwerke erlaubt.
Und wenn das Geld für das echte Kollier (noch) nicht reicht-
dieses Buch ist - fast - genauso schön!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Frauen und Perlen sind ein ganz besonderes Kapitel ..." Das weiß die Kunsthistorikerin Claudia Lanfranconi, der mit dem Bildband "Frauen und Perlen" mehr gelungen ist, als nur eine Hommage an die Perlen. Vielmehr geht die Autorin der Leidenschaft für die schönen Schmuckstücke kulturgeschichtlich auf den Grund.

Neben der Entstehung der Perlen, der Erforschung dieses Prozesses und schließlich ihrer künstlichen Herstellung befasst sich Claudia Lanfranconi ebenfalls mit dem Status der Perlen in den verschiedenen Epochen und mit berühmten Perlen-Liebhaberinnen. Um einen besseren Eindruck von den kostbaren Schmuckstücken zu vermitteln, ist dieser Bildband mit zahlreichen Abbildungen ausgestattet. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert, die sich mit der Perle als Luxusgegenstand, als Sinnbild der Reinheit, als Symbole der Macht, sowie als Attribute der Schönheit und Geschmeide des Lasters beschäftigen. Das Vorwort leistet einen Überblick über die behandelten Themen und führt den Leser in das Sujet ein.

Da sich die behandelten Themen weit in die vorherigen Jahrhunderte erstrecken, handelt es sich bei den meisten Abbildungen um Gemälde. Somit bietet der Bildband "Frauen und Perlen" nicht nur den Liebhabern der schönen Perlen etwas, sondern ebenso denen der schönen Künste. Gemälde von so verschiedenen Künstlern wie Rembrandt, Paula Modersohn-Becker, Auguste Renoir und Edouard Manet lassen diesen Bildband zu einer vielschichtigen Reise durch die Jahrhunderte und Stile der Malerei werden. Fehlen darf dabei natürlich auch Jan Vermeer van Delfts Porträt "Das Mädchen mit der Perle" nicht, dessen Entstehungsgeschichte verfilmt wurde.

So vielschichtig wie die Bandbreite der Künstler, so vielschichtig ist auch das Spektrum der abgebildeten Trägerinnen: Neben unbekannten Modellen aus der Renaissance, die stellvertretend für weibliche Idealformen abgebildet wurden, ist auch den Kindern ein Kapitel gewidmet, die die Perlen vor allem im Mittelalter als Sinnbild der Reinheit trugen. Ebenso wurden Perlen aber auch von Frauen getragen, die das Gegenteil dessen darstellten, so sind die Perlen an Verführerinnen und Kurtisanen ebenso gemalt worden, wie an Prinzessinnen und Königinnen, bei denen Perlen die Macht der Trägerin unterstreichen sollten.

Auch sind annähernd zeitgenössische Perlenliebhaberinnen aufgeführt. Diese werden unter dem Kapitel "Attribute der Schönheit" zusammengefasst und bestehen größtenteils aus Diven und Ikonen, wie der Modezarin Coco Chanel, die die Pionierin der Perlenträgerinnen des 20. Jahrhunderts war, den Schauspielerinnen Marlene Dietrich und Audrey Hepburn, sowie der Sängerin Maria Callas. Der Schmuck wird von ihnen in erster Linie getragen, um die eigene Schönheit zu betonen.

"Frauen und Perlen" ist nicht nur reich bebildert, sondern besticht gleichsam durch die informativen und mit Liebe zum Detail verfassten Texte. Claudia Lanfranconi gelingt mit ihrem Werk ein schön anzuschauender Bildband für alle Perlenliebhaberinnen und die, die es noch werden wollen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Kunstgeschichtlerin Claudia Lafranconi ist die Autorin dieses reich bebilderten, sehr informativen Buches, das sich mit dem Perlenmotiv in Malerei und Fotografie befasst.

Im umfangreichen Vorwort erfährt man zunächst allgemein Wissenswertes zum Thema "Frauen und Perlen". Hier auch liest man, dass der älteste Perlenschmuck über 4300 Jahre alt ist und bei archäologischen Ausgrabungen im Winterpalast der persischen Könige in Susa gefunden wurden. Heute kann man diesen Schmuck im Ägyptischen Museum in Kairo bewundern.

Lange Jahrhunderte hindurch war nicht bekannt wie Perlen entstehen und so glaubten die alten Chinesen beispielsweise, dass sie durch die Einwirkung des Mondlichtes wachsen würden. Man liest auch wie Plinius im 1. Jahrhundert über die Entstehung von Perlen dachte und dass Goethe sich, in seinem "Westöstlichen Diwan" ist es dokumentiert, dessen Theorie noch immer anschloss, obschon sich im 18. Jahrhundert bereits Zweifler an deren Korrektheit zu Wort gemeldet hatten.

1913 konnte der Marburger Zoologe Friedrich Alverdes nach zahlreichen Versuchsprotokollen den exakten Entstehungsprozess der Perle wissenschaftlich darlegen. Perlen entstehen dann, wenn ein Fremdkörper in die Muschel eindringt. Dieser wird isoliert und unschädlich gemacht, indem ihn das empfindliche Weichtier Schicht für Schicht mit Perlmuttsubstanz ummantelt. Nach zwei bis drei Jahren dann ist eine runde, schimmernde Perle entstanden.

Aufgeklärt wird man des Weiteren wie aus dem seltenen Kleinod ein modisches Accessoire wurde. In diesem Zusammenhang erfährt man Näheres zu der Entstehung der Perlenzuchtindustrie und deren Gründerväter. Mittlerweile werden durch immer neue Züchtungen in Japan, China, im Roten Meer und vor Tahiti das Angebot der Juweliere stets vielfältiger erweitert. Perlen werden heute in verschiedenen Farben angeboten, wobei runde oder tropfenförmige Objekte am kostbarsten sind. Neben Form und Tönung ist das höchste Qualitätskriterium der warme Schimmer. Dieser wird erzeugt, wenn das Licht sich auf der dicht gewachsenen Schicht von Agronitkriställchen bricht.

Informiert wird man vom Perlenhandel in den Zeitläuften und erfährt u.a., dass der römische Perlenhandel einst so bedeutend war, dass sich die Händler zu einer Zunft zusammenschlossen, die nach dem griechischen Wort für Perle- "margarita"- die Zunft der "Margaritarii" genannt wurde. Kleopatra soll übrigens die kostbarsten Perlen aller Zeiten besessen haben. Die Autorin berichtet vom Ende dieser Perlen und der Irrationalität ihrer Besitzerin.

Perlen galten als Sinnbilder der Reinheit, als wunderbare Heilmittel aber auch als Symbole der Macht, wie Lanfranconi dem Leser vermittelt. Queen Elisabeth I. trug Kleider, die mit 3000 Perlen bestickt waren und hatte kein Problem damit, die kostbaren Perlen ihrer Nebenbuhlerin Maria Stuart, die sie kaltblütig enthaupten ließ, in ihren Besitz einzuverleiben und auch zu tragen.

Perlen waren, dass wird im Buch deutlich, stets eine wunderbare Projektionsfläche typisch weiblicher Träumereien. Eine Fülle von Gemäldeablichtungen namhafter Künstler aus unterschiedlichen Jahrhunderten bringen dem Betrachter perlengeschmückte Damen nahe. Dabei werden die einzelnen Gemälde und Fotos allesamt sehr gut erklärt.

Zugeordnet sind die Gemäldeablichtungen den Kapiteln:
Schwelgen im Luxus- Damen der Gesellschaft und unbekannte Schönheiten
Sinnbilder der Reinheit- Kinderschmuck und Perlen in der christlichen Kunst
Geschmeide des Lasters- Verführerinnen und Kurtisanen
Symbole der Macht-Prinzessinnen und Königinnen
Attribute der Schönheit- Diven und Ikonen

Eines meiner Lieblingsbilder des Städelschen Kunstinstitutes ist gleich zu Beginn zu sehen. Es handelt sich um Sandro Botticellis "Weibliches Idealbildnis", die so genannte Simoetta Vespucci, deren Dekolleté von zahlreichen Perlensträngen umrahmt wird, die in rosafarbene Bänder verwoben sind.

Es führt zu weit an dieser Stelle auf die einzelnen Gemälde näher einzugehen. In ihrer Gesamtheit verschaffen die gezeigten Kunstwerke einen guten Eindruck von der Liebe der Künstler zu diesem Motiv, das die Schönheit von Frauen dann am meisten hervorzuheben vermag, wenn es auf einem schlichten "Kleinen Schwarzen" den einzigen Glanzpunkt darstellt.

Ein schönes Buch, das ich gerne empfehle.
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