Das war wohl nix. Lange nicht so ein grottenschlechtes Werk gelesen.
Eine absolut vorhersehbare Handlung (falls man den Begriff in diesem Zusammenhang überhaupt gebrauchen darf) gepaart mit hölzernen, völlig unglaubwürdigen Dialogen ergeben ein Buch, dessen Lektüre man sich schenken kann. Von wenigen Ausnahmen abgesehen verkrampft sich Bielenstein bei seinem Humor, als säße er mit chronischer Verstopfung seit Stunden auf dem stillen Örtchen.
Hin und wieder fühlt man sich an Karaseks "Magazin" erinnert, auch wenn der sich wenigstens die Mühe gemacht hat, den vielen darin vorkommenden Promis interessante Phantasienamen zu geben. Darauf verzichtet unser Autor der Einfachheit halber, vermutlich kriegt er deswegen jetzt viel Fanpost von Sabine Christiansen und Co.
Fazit:
Angeblich ist ja jedes Erstlingswerk irgendwie autobiographisch. Falls der Autor auch nur annähernde Ähnlichkeit mit seinem Romanhelden aufweist, dann sollte man ihn nicht davon abhalten, weiterhin die Hamburger Singleszene nach jagdbarem Wild zu durchstöbern, so gerät er wenigstens nicht in Versuchung, Bücher zu schreiben.
Für Geschichten über das Liebesleben von Großstädtern, die wirklich unterhaltend sind, empfehle ich, auf die Werke von Marian Keyes auszuweichen.