Aus der Amazon.de-Redaktion
Für die Abwechslung in ihrem Dasein sind die Männer zuständig. Ihre erste große Liebe endet unglücklich und in ihrer Verletzung gibt sie Ernst ihr Ja-Wort. Der Sparkassenangestellte mit dem sicheren Job ist überglücklich; dem Traum vom Reihenhaus im Grünen und dem alljährlichen Urlaub im Süden steht nichts mehr im Weg. Bis sie einen kleinen Schritt vom Spießerpfad zum Glück abkommt. Der Leiter des Kulturamts ist die Ursache dafür. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, doch für Michael ist es nur eine unter vielen.
Der erste Roman Elke Schmitters überzeugt auf der ganzen Linie. Die Schilderung des normalen Familienlebens, stinklangweilig, vorhersehbar und lauwarm, ist grandios. Für eine gute Geschichte ist das natürlich zu wenig. Gut verteilt streut die Journalistin kleine Halbsätze und Abschnitte ein, die die Brüchigkeit des Alltags andeuten. Immer mehr verdichtet sich für den Leser die Gewissheit, im Leben der Frau Sartoris gibt es einen Toten, hat ein Autounfall mit Fahrerflucht stattgefunden, wahrscheinlich sogar ein Mord. --Manuela Haselberger
Pressestimmen
"Ein sehr konzentrierter, klug gebauter Text." (NZZ)
"... ein unterhaltsamer Roman. (Berliner Illustrierte Zeitung)
Frau Satoris ist eine Hommage auf die Heldin aller Dramen und die Liebenden aller Romane. Emma Bovary lebt." (Der Tagesspiegel) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
NZZ
Kurzbeschreibung
Eine tragische Liebesgeschichte
Auf einer Tanzveranstaltung in ihrer Provinzstadt lernt Elisabeth einen jungen Mann kennen, in den sie sich verliebt. Er ist still und schüchtern, sie versteht seinen Namen kaum, aber sie ist sich sicher, dass dies die Liebe ihres Lebens ist. Doch er verläßt sie eines Tages ohne ein Wort der Erklärung, heiratet wenig später eine andere.
Eher aus Zorn und Verzweiflung als aus Liebe heiratet auch sie. Ihre Zeit verstreicht in einer leblosen Ehe mit einem trägen, zufriedenen Mann. Sie verbringt Jahre auf der Couch, Nüsse knabbernd, mit Weinglas und Spielshow, die Schwiegermutter im Sessel daneben, die Tochter allein im Kinderzimmer.
Dann bricht die Liebe ein zweites Mal in ihr Leben ein: all ihre unverbrauchte Energie entlädt sich in einer Affäre mit einem verheirateten Mann und Familienvater, die zu einer verzehrenden Leidenschaft wird. Die Inszenierung dieser Liebe nimmt Elisabeth vollständig gefangen.Sie plant eine gemeinsame Flucht, einen Ausbruch aus dem monotonen Leben der Provinz. Aber der Mann, der diese Pläne nie ernst genommen hat, kommt nicht zum verabredeten Treffpunkt - auch er läßt sie im Stich.
In dieser Situation, angesichts eines zerstörten Lebens entladen sich Elisabeths Temperament, ihre Ansprüche ans Leben und ihre Enttäuschung in einer Gewalttat, die einen Tod zur Folge hat.Elke Schmitter wurde 1961 in Krefeld geboren. Sie studierte in München Philosophie und war von 1992 bis 1994 Chefredakteurin der taz. Seitdem schreibt sie als freie Autorin u.a. für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und den Spiegel. 1998 veröffentlichte sie ein Buch über Heinrich Heine, 'Und grüß mich nicht unter den Linden'.