Mit welcher Einstellung gehen wir durch das Leben, begegnen wir uns und anderen......aber auch und vor allem den Dingen, dem Leben, den "Zeiten" oder Phasen unseres Lebendigseins. Ich habe das Buch viermal begonnen, viermal wieder weg gelegt und jetzt beim fünften Mal habe ich "begriffen". Pechmarie und Goldmarie aus Sicht von Frau Professor Riedel zu begegnen ist eine wirklich weiterführende Erkenntnis, die Spindel als ein Symbol erkennen und allmählich zu begreifen, dass der Sprung in den tiefen Brunnen in Wahrheit ein aus der Not (-wendigkeit) abverlangtes großes Risiko ist, kann für jeden, der sich in einer Analyse befindet oder sich mit dem Gedanken daran trägt eine wichtige Botschaft sein. So weist Frau Riedel auf zweierlei mögliche Sichtweisen hin: beide Maries als zwei Seiten derselben Medallie oder als tatsächlich und objektiv getrennte Wesen? Das hat mich sehr nachhaltig beeindruckt und mit dieser neuen Sicht lässt sich hervorragend spielerisch experimentieren. Die ganze Bedeutung des "Goldes" und des "Pechs" hier zu erlesen wirft ganz neue Fragen auf und die vielen neuen Aspekte zur Person Frau Holle, haben mich auf ganz besondere Weise inspiriert.
Ein sehr lesenswertes Buch, für das es vielleicht auch genau die richtige Zeit geben muss, für das aber zumindest eine aufrichtige Suchhaltung und Offenheit förderlich ist. Ich werde es sicher noch häufiger lesen und darin lange Zeit immer etwas Neues entdecken: etwas, das jetzt "dran" ist.