Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Jung und Alt, 19. August 2009
Zwei vollkommen unterschiedliche Generationen scheinen in "Frau Ella" von Florian Beckerhoff aufeinanderzutreffen. Sascha befindet sich wegen einer Augen-OP im Krankenhaus und genießt die Ruhe und Ungestörtheit. Doch plötzlich ist da eine alte Dame auf seinem Zimmer und bringt seine liebgewonnene Krankenhausatmosphäre durcheinander. Er fragt sich, was diese alte Frau bloß auf seinem Zimmer will und wie er sich schnellstmöglich wieder loswerden kann. Dann jedoch bemerkt er, dass die Dame, die er bald schon liebevoll Frau Ella nennt, gegen ihren Willen operiert werden soll.
Ihr Charme und sein Mitgefühl führen dazu, dass Sascha Frau Ella mit zu sich nach Hause nimmt. Klar, dass dies eine der skurrilsten, witzigsten und interessantesten Wohngemeinschaften überhaupt ist. Es ergeben sich sowohl Konflikte, als auch Momente voller Gemeinschaftsgefühl. Frau Ellas verschmitzte Art und ihre natürliche Unwissenheit bezüglich moderner Gegenstände sind einfach nur goldig. Kein Wunder, dass sie Sascha um den Finger wickelt. Sie ist zwar alt, nicht besonders ansehnlich und redet zu viel, aber doch ist sie für Sascha eine Abwechslung im schnöden Alltag und bald auch eine Art gute Freundin.
Florian Beckerhoff gelingt es mit einer lockeren und teils saloppen Sprache der Geschichte Leben einzuhauchen. Aus einer anfänglichen Zweckgemeinschaft wird bald eine richtige Wohngemeinschaft, wo man sich gegenseitig unterstützt und hilft. Viele Situationen sind wirklich voller Humor, etwa wenn Saschas Freunde zu Besuch kommen und in die kleine, idyllische Wohngemeinschaft hereinplatzen. Auch die Shoppingtour mit Frau Ella ist beansprucht die Lachmuskeln stark.
Dennoch verliert das Buch mit weiterem Fortschreiten an Tempo und Spannung. Das Witzige an der Situation kommt nicht mehr so heraus und das Buch bekommt einen immer größeren Anklang von Gewohnheit. Doch es war ja eben das Ungewöhnliche, das dieses Buch erst interessant machte.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine ganz besondere Freundschaft, 21. Juli 2009
In dem Roman "Frau Ella" von Florian Beckerhoff muss sich der 30-jährige Sascha nach einer Augen-OP kurzfistig das Krankenhauszimmer mit der 87-jährigen - beim Schlafen laut schnarchenden - Frau Ella teilen und ist davon verständlicherweise wenig begeistert. Als sie jedoch gegen ihren Willen am Auge operiert werden soll, treten die beiden spontan die Flucht an und quartieren Frau Ella erst einmal bei Sascha ein. Und das ist der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ...
Sascha, 30 Jahre jung, ziellos und unglücklich verliebt, ist mir mit seinem ständigen Selbstmitleid am Anfang ganz schön auf die Nerven gegangen. Andauernd war er mit sich und der Welt am hadern und natürlich waren immer die anderen an allem schuld. Zum Glück hat sich ein Verhalten aber im Laufe des Buches "gebessert", was vor allem der wirklich knuffigen frau Ella zu Verdanken ist. Diese rüstige alte Frau, die mit den ganzen neumodischen Wörtern der jungen Leute gar nicht parat kommt, muss man einfach gern haben! So sehen das auch der durchgeknallte Klaus ( dessen verrückte Ideen wohl in der Mischung "Zu viel Geld und Langeweile" ihren Ursprung haben ) und seine Frau Ute - zwei Freunde Saschas - und tragen hauptsächlich dazu bei, dass Frau Ella weit länger als eine Nacht bei Sascha bleibt. Gemeinsam erleben die vier allerhand Abenteuer - bis Saschas Ex-Freundin zurückkommt und damit Sascha in ein neues, großes Gefühlschaos stürzt.
Das Lesen von "Frau Ella" hat mir von Anfang bis Ende große Freude bereitet. Der locker-leichte Schreibstil und die eingestreuten Witze machen das Buch zu einer perfekten Urlaubslektüre, die durch die Thematisierung des Generationenkonflikts in der heutigen Zeit sogar etwas an Tiefe gewinnt. Von mir gibt es deshalb 4 Sterne!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein amüsantes Buch für jede Generation, allerdings mit kleinen Hängern", 2. September 2009
Dem Klappentext gibt es nur sehr wenig zuzufügen:
Frau Ella ist genau das was Sascha gefehlt hat - sie bringt Schwung in sein Leben und Sascha wiederrum ist genau das, nach dem sich Frau Ella, seit dem Tod ihres Mannes Stanislaw gesehnt hat und er zeigt ihr dass auch ein Leben jenseits der 80 noch lebenswert ist.
So lernt Frau Ella Latte Macchiato kennen und asiatische Essen, aber auch wie man musikalische Eier (Eier kochen nach Länge eines Songs) kocht. ;-)
Sascha lernt das Melissengeist einem durchaus bei der Entscheidungsfindung helfen kann. ;-)
Allerdings bleibt abzuwarten, ob das am Ende auch immer die richtigen Entscheidungen sind?
Das Buch Frau Ella" macht sehr einfühlsam klar das junge und auch ältere Menschen sehr gut miteinander Leben und Wohnen können und man immer voneinander lernen kann, egal wie groß der Altersunterschied ist.
Florian Beckerhoff erzählt vom Leben beider Generationen, so kommt Frau Ella genauso zu Wort, wie Sascha. Und dieser direkte Vergleich macht einem nachdenklich.
Beim Lesen merkt man dem Buch das Gefühl an mit dem es geschrieben wurde. Die Figuren sind sehr lebhaft beschrieben und gerne würde ich Frau Ella einmal persönlich kennen lernen, denn sie ist mir als ganz besondere Figur an Herz gewachsen.
Obwohl der positive Eindruck des Buches überwiegt, so gab es doch auch Kritikpunkte, wie die Figur des Klaus, einem Freund von Sascha. Der fällt durch seine polternde und laute Art negativ auf, die, zumindest für meinen Geschmack fehl am Platz war. Ganz zu schweigen von seine Eskapaden, die er sich mit Frau Ella erlaubt hat - für mich ein No go!"
Mit ihrem Verhalten fehl am Platz waren meiner Meinung nach auch Ute und Lina, die mir mit ihren Pin up-Quälitäten und ihren Saaschii" ein wenig den Nerv geraubt haben.
Das abrupte und sehr plötzliche Ende hat mich ebenfalls irritiert; denn ich hätte schon sehr gerne gewusst wie es mit Frau Ella weiter gegangen ist. ;-)
Fazit: Ein amüsantes Buch für jede Generation, allerdings mit kleinen Hängern". Eine Rezension von Happy End Bücher. (T)
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