Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Mexikanerin Consuelo "Connie" Ramos stellt an ihr Leben in New York keine hohen Ansprüche: eigene vier Wände, etwas Gutes zu essen, ein bisschen menschliche Wärme. In ihrer von Gewalt und Drogen regierten Welt bekommen aber nur rücksichtslose Männer und willig-schöne Frauen, was sie wollen.
Schon an diesen Regeln muss die mutige Connie scheitern. Als sie ihre Nichte Dolly vor den Misshandlungen eines fiesen Zuhälters schützen will, steckt dieser sie kurzerhand in die geschlossene Psychatrie. Connie wird mit Psychopharmaka ruhig gestellt und soll sich für ein medizinisches Experiment Elektroden in den Schädel pflanzen lassen. Und das sind nicht ihre einzigen Probleme. Eine charismatische Person namens Luciente nimmt gedanklichen Kontakt mit ihr auf. Connie lässt sich von ihr in eine Zukunft ziehen, die sich nicht geradlinig aus unserer Zeit entwickelt hat. Die Menschen leben in umweltbewussten kleinen Gemeinschaften und nutzen ihre hochentwickelten Technologien nur zum Erhalt ihrer Lebensqualität und für stupide oder gefährliche Arbeiten. Rassismus und Geschlechterdifferenzen sind abgeschafft, neue kollektive Organisationsformen setzen die beständige geistige und kreative Entwicklung des Individuums vor materielle Ziele.
Die Frau am Abgrund der Zeit ist ein ebenso spannender wie ungewöhnlich durchdachter utopischer Roman. Die präzise Darstellung einer gleichberechtigten Gesellschaft, in der die Möglichkeiten wie die Bedürfnisse des Einzelnen ausgeschöpft werden, ohne Einsamkeit und Werteverlust zu fördern, spiegelt Fragen und mögliche Antworten der Postpostmoderne. Die Zeitreise als aktuelle Zeitkritik, die Utopie als noch zu entdeckende, da selbst zu erschaffende Insel -- Social Fiction at it's best! -- Sabine Stoessel
Kurzbeschreibung
Ein Juwel der utopischen Frauen-Literatur
Zwischen Elendsviertel, Psychodrogen und Zwangsjacke beginnt Connie eine Freundschaft, die sie in eine andere Zeit entführt. Dort ist alles anders - aber wie gut ist es wirklich? Dann ist diese künftige Welt plötzlich bedroht ...
Connie Ramos lebt in den Slums von New York. Als sie versucht, ihre Nichte vor einem Zuhälter zu schützen, wird sie bewusstlos geprügelt und erwacht im Irrenhaus. Doch da ist jemand, den Anstaltsmauern nicht fernhalten können: ein geheimnisvolles Wesen namens Luciente, das schon früher manchmal bei Connie aufgetaucht ist. Sie weiß nicht recht, was sie davon halten soll. Ist es ein junger Mann, der ältere Frauen abschleppt? Luciente selbst behauptet, nur virtuell anwesend zu sein - ein Mensch aus der Zukunft. Undenkbar?
Connie Ramos' Gratwanderung zwischen gewaltsam verabreichten Psychopharmaka und einer gesunden, menschlich reiferen Zukunft birgt fantastische Entwürfe zu heutigen Problemen und globalen Krisen. Der Roman wird zum Thriller, als sich zeigt, dass Lucientes Zeit durch Connies Gegenwart gefährdet ist ...Marge Piercy, geb. 1936, gehört zu den großen zeitgenössischen US-Schriftstellerinnen und Dichterinnen. Sie verfasste neben 14 historischen und Gegenwartsromanen zwei Utopien, Frau am Abgrund der Zeit (1976) und Er, Sie und Es (1991). Piercys Werk wurde mit etlichen Literaturpreisen geehrt und in 15 Sprachen übersetzt.