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Franzosenliebchen [Broschiert]

Jan Zweyer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Oktober 2007
Weimarer Republik, Januar 1923: Keine zwei Wochen ist es her, dass die Franzosen wegen ausstehender Reparationsleistungen das Ruhrgebiet besetzt haben, da wird die Deutsche Agnes Treppmann ermordet. In unmittelbarer Nähe der Leiche findet sich ein französisches Armeekoppel. Für die Herner Nachbarschaft der Toten und die Polizei ist damit klar, französische Soldaten haben die junge Frau erwürgt. Doch die Gerichtsbarkeit steht unter Aufsicht derBesatzer und das Militärgericht spricht die in Verdacht geratenen Männer frei.
In Berlin will man das nicht auf sich sitzen lassen. Die oberste Polizeibehörde schickt Peter Goldstein, der fließend Französisch spricht, an die Ruhr, damit er die Mörder überführt. Kein ungefährlicher Auftrag, denn sowohl die Besatzer als auch die heimlichen Widerstandskämpfer werden auf Goldstein aufmerksam ...

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Franzosenliebchen + Goldfasan + Persilschein: Historischer Kriminalroman
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Produktinformation

  • Broschiert: 416 Seiten
  • Verlag: Grafit; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894256052
  • ISBN-13: 978-3894256050
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.021 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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4.0 von 5 Sternen Liebe im Zeichen der Besetzung des Ruhrgebiets 1923 3. Februar 2008
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Deutschland war im Vertrag von Versailles 1919 zu erheblichen Kriegsentschädigungen und Kohlenlieferungen verpflichtet worden. Anfang 1923 behauptete die alliierte Reparationskommission, daß Deutschland seiner Verpflichtungen nur unzureichend nachkomme. Kurz danach okkupierten französische (aber auch belgische) Truppen das Ruhrgebiet. In der Folge kam es zu massivem Widerstand der Bergleute der vielen Zechen. So wurden während der ersten sechs Monate der Besetzung zusammen weniger Kohle abtransportiert als in den nur zehn letzten Tagen davor. Doch der Widerstand - der von der deutschen Regierung nicht nur ideell, sondern auch materiell unterstützt wurde - hatte den finanziellen Ruin sowohl der Bergleute als auch Deutschlands zur Folge. In diesem Umfeld handelt "Franzosenliebchen" (Grafit 605) von Jan Zweyer. In junges Mädchen, Agnes Treppmann, Dienstmädchen bei einem reichen Kaufhausbesitzer, wird spät abends auf dem Heimweg ermordet. Deutsche Polizisten überwacht von Franzosen untersuchen den Fall. Als Indizien zwei französische Soldaten belasten, wird der Fall der deutschen Polizei entzogen und der französischen Militärgerichtsbarkeit übertragen. In einem kurzen Prozeß werden die beiden Soldaten freigesprochen. Die örtlichen Polizeibehörden glauben, daß die Franzosen die Täter waren, können es aber nicht beweisen - und dürfen es auch nicht, da sie keine Ermittlungen gegen französische Militärs durchführen dürfen. Nicht nur zwecks Aufklärung, sondern auch aus politischen Gründen - um die Rolle der Franzosen als Besatzungsmacht zu unterminieren - wird Kriminalinspektor Goldstein von der obersten Polizeibehörde in Berlin ins Ruhrgebiet gesandt, um geheim den Fall aufzuklären. Es ist für ihn kein ungefährlicher Auftrag, da die Franzosen bald erfahren, daß ein deutscher Polizist im Untergrund gegen sie tätig ist, um den Mord aufzuklären - und die französische Militärjustiz zu desavouieren. Doch haben die beiden französischen Soldaten wirklich Agnes Treppmann ermordet? Peter Goldstein zweifelt. Doch wer war es dann? In 345 Seiten kann er den Fall des "Franzosenliebchens" aufklären. Wenngleich die Krimihandlung Längen aufweist, ist das Buch durch die historischen Bezüge, wo nicht nur auf die militärische Besetzung des Ruhrgebiets, sondern auch auf die wirtschaftliche Situation und die politische Gewaltbereitschaft Bezug genommnen wird, nie langweilig.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi und mehr 12. November 2007
Format:Broschiert
Wer einen Action-Krimi alla Jerry Cotton erwartet, ist mit diesem historischen Kriminalroman sicherlich nicht gut bedient.
Das Buch fasziniert durch seine Erzählweise, die den Leser die goldenen zwanziger Jahre der Metropole Berlin und die Welt der einfachen Leute während der Ruhrbesetzung miterleben lässt. Dabei werden ganz nebenbei politische Konstrukte der Weimarer Republik beschrieben und moralische und ethische Fragen aufgeworfen, die mitunter zeitlos sind.
Vor diesem Hintergrund eines Stücks deutscher Geschichte wird ein spannender Krimi mit vielen überraschenden Wendungen erzählt, der die Spannung bis zum letzten Satz erhält, obwohl der Mörder da schon längst überführt ist: macht er es oder macht er es nicht?
Der anspruchsvolle Krimifan kommt mit dem Buch genauso zurecht, wie derjenige, der nur ein gutes Buch mit historischem Hintergrund lesen möchte.
Einzige Voraussetzung: Ein wenig Interesse an Geschichte sollte schon vorhanden sein.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1923 im Ruhrgebiet 22. Dezember 2010
Von HeikeM TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Noch nicht einmal zwei Wochen ist es her als das Ruhrgebiet von französischen Truppen besetzt wurde. Agnes Treppmann hatte ein Anstellung als Dienstmädchen. Erst sehr spät kann sie ihre Arbeitsstelle verlassen. Zu Hause kommt sie nie an. Als man ihre Leiche entdeckt, liegt daneben ein Koppel einer französischen Uniform. Für die deutsche Polizei ist der Fall schnell klar. Aber die Besatzer übernehmen den Fall, umgehend kommt es zum Gerichtsverfahren, in dem die beiden verdächtigen französischen Soldaten freigesprochen werden. In der Berliner Polizeizentrale schenkt man den Untersuchungen kein Vertrauen und schickt den Kriminalkommissar Peter Goldstein ins Ruhrgebiet. Er ist für diesen Auftrag aufgrund seiner Zweisprachigkeit prädestiniert und soll dort verdeckt ermitteln. Das ist ein nicht ungefährlicher Auftrag. Denn nicht nur von Seiten der Besatzer gehen für ihn Gefahren aus.
"Franzosenliebchen" ist ein Kriminalroman, dessen Handlung in einer Zeit angesiedelt ist, über die man nicht so häufig liest. Dem Roman ist deutlich anzumerken, wie intensiv sich der Autor mit dieser noch relativ jungen Geschichte auseinandergesetzt hat. Überzeugend weiß er vom Widerstand der Bergleute zu berichten, ebenso von der Behandlung der Frauen, die den Besatzern zu freundlich gesinnt waren. So schafft er es, ein authentisch wirkenden Bild der Bergarbeiterkolonie Teutoburgia zu zeichnen. Seine Charaktere sind Menschen, die mit ihren Moral- und Wertvorstellungen wunderbar in das damalige Zeitbild passen. So tritt die kriminalistische Handlung zeitweise zu Gunsten der historischen Handlung in den Hintergrund. Das ist der Geschichte aber keinesfalls abträglich. Der Roman wirkt authentisch und der Spannungsbogen ist fast durchgehend erhalten. Die kleinen Längen innerhalb des Kriminalfalles werden aber durch die Realitätsnähe der Handlung voll kompensiert.
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5.0 von 5 Sternen Ruhrkrise 1923: Konfliktreicher Krimi
Die Ruhrbesetzung im Jahr 1923, als Frankreich nach unzureichenden Reperationszahlungen der Deutschen das Rheinland besetzte und die deutsche Reichsregierung darauf hin zu passivem... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Jens Neumann veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen leider nur verschenkt...
leider kann ich nichts über dieses Buch mitteilen, da ich es aufgrund der guten Kommentare selbst nur zum Verschenken gekauft habe. Vielen Dank für die lieben Infos.
Veröffentlicht am 15. März 2010 von Bumi
4.0 von 5 Sternen Sehr spannend
Hallo zusammen,
dieses Buch ist wie der Rest der Reihe ein In-Einem-Rutsch-Durchlese-Buch.
Sehr gut.
Veröffentlicht am 9. Januar 2010 von S. Brylka
4.0 von 5 Sternen Historisch-politischer Ruhrpottkrimi
Jan Zweyer hat es geschafft Krimi und Historienroman zu verbinden. Die athmosphärische Dichte der Beschreibung der Lebenssituation in einer Bergarbeiterkolonie in den 20ern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2007 von Willi Hilger
5.0 von 5 Sternen Well done, Jan!
Da muss man erst mal drauf kommen: Runter ins Archiv und einen historischen Krimi entwickeln. Das in einer spannenden Zeit und in einer höchstbekannten Gegend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Dezember 2007 von wob
5.0 von 5 Sternen Einbettung eines Krimis in historische Tatsachen ist Jan Zweyer gut...
Der Krimi von Jan Zweyer ist spannend vom Anfang bis zum Schluss.

Er vermittelt dem Leser einen guten Einblick in das Leben in einer Zechenkolonie zur Zeit der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2007 von Volker Schacke
5.0 von 5 Sternen Kriminalfall im besetzten Rheinland
Zur Zeit der Weimarer Republik besetzten französische Einheiten im Zuge der Reparation Teile des Rhein-Ruhrgebietes, was von der dort lebenden deutschen Bevölkerung nicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2007 von K. Beck-Ewerhardy
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