Ich beschäftige mich beruflich viel mit Trends in verschiedenen Marktsegmenten. Im Bereich der Fotografie wurde ich auf das Thema HDR aufmerksam und in diesem Zusammenhang bin ich auf die vielfach erwähnte Photomatix Software gestoßen.
Diese Software erstellt aus unterschiedlich belichteten digitalen Fotos (typischer Weise ein bis zwei Blenden Unterschied zwischen den einzelnen Fotos) ein HDR Bild. Solch ein HDR Bild beinhaltet alle Bildinformationen der einzelnen Belichtungsstufen der Einzelbilder und somit pro Pixel wesentlich mehr Information über Farbe (RGB Auflösung) und Helligkeitsabstufung (Grauwert) als jedes einzelne Bild.
Ich vergleiche ein HDR Bild gerne mit einem sehr hochwertigen Farbnegativ, wie wir es von der analogen Photografie her kennen. Das Bild selber zu betrachten, macht auch bei einem HDR-Bild keinen Sinn. Es wird nämlich auf normalen Monitoren immer auf einen Kompromisswert gestaucht, der eher einem Farbbild mit übersteuerten Kontrasten gleicht, als einem hochwertigen Foto.
Das Interessante ist nun, dass Photomatix drei verschiedene, einstellbare Algorithmen (Tone Enhancer, Tone Compressor und Fusion) zur Verfügung stellt, dieses HDR ' Bild wieder auf einen darstellbaren Bereich abzubilden. Diese Verfahren heißen 'Tonemapper'. Durch diese Verfahren kann selbst ein wenig geübter Nutzer erreichen, dass über- oder unterbelichtete Bereiche eines digitalen Bildes gleichzeitig mit guter Auflösung in den Details dargestellt werden. Diese tonemapped Bilder ergeben dann einen leicht irrealen Eindruck, leider werden solche tonemapped Bilder im Internet oft als HDR-Bilder oder HDR-Fotos veröffentlicht, was definitiv sachlich falsch ist. Die Einstellungen der Tonemappingverfahren können einfach über Regler (Kontrast, Gammawert, Helligkeit, Farbton, Farbsättigung, Glätte Tonekompression etc.) verändert werden, das Ergebnis sieht man sofort auf dem Bildschirm, sowohl als Ansicht des Gesamtbildes, als auch in einem Lupenausschnitt.
Die Photomatix Software läuft bei mir auf einem Windows 7 Ultimate 64 Bit Betriebssystem absolut problemlos, sie ließ sich einfach und selbsterklärend installieren, die Hilfe Funktion und das Handbuch sind ordentlich und gehen auf alle Punkte ein.
Sicherlich ist das detaillierte Verfahren (der genaue Algorithmus) der einzelnen Tonemapping ' Arten nicht erklärt, aber ich denke, dass auch nur sehr wenige fotografisch interessierte Menschen das verstehen würden. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Copyright Ideen des Herstellers vorsehen, dass diese Verfahren nicht so einfach nachprogrammiert werden können. Beispiele für diverse Operatoren von Tonemappingalgorithmen gibt es aber durchaus auf diversen Internetseiten zum durchlesen.