Leider besteht das Buch zu 65 Prozent aus den 4 Kriegen, sowie den verschiedenen Bündnissen gegen Kaiser Karl. Es ist auf Dauer ermüdend zu lesen, wenn die Franzosen zum 5. Mal Heinrich den 8. als Partner für ihre Kriegsabsichten zu gewinnen versuchen. Irgendwann muß ja auch dem Letzten klar sein, daß der englische König sein eigenes Süppchen kocht. Leider wurde Franz das niemals klar sein. Sobald irgendjemand Italien schrie, setzte offensichtlich sein Verstand aus.
Leider hat der Autor die königliche Gemäldesammlung, die Bautätigkeiten an den verschiedenen Schlössern sowie das Collège de France nur eher beiläufig gestreift. Auch die Steuererhöhungen, die durch die Kriege und Bauten notwendig waren und die zu vielen Verstimmungen führten, werden nebenbei erwähnt.
Auch die verschiedenen Persönlichkeiten die sich zu dieser Zeit am Hof aufhielten, werden nur kurz erwähnt, Leonardo da Vinci? ja er brachte die Mona Lisa mit und starb in Frankreich, der König war angetan von ihm, Katharina von Medici? ja sie war seine Schwiegertochter, Diana von Poitiers? ja sie war auch da. Königin Eleonore von Kastilien? ja mit der war er in 2. Ehe verheiratet, aber das machte nichts als Lebensgefährtin wird Anne von Pisseleu auf einer der letzten Seite kurz erwähnt. Die beiden ältesten Söhne 4 Jahre in Gefangenschaft bei den Spaniern, das ist natürlich dumm gelaufen. Der Thronfolger gestorben? der König hat ja noch 2 Söhne. Die Hugenotten? ja mal ist der König für Religionsfreiheit, mal ist er für den Scheiterhaufen, kein Wunder, daß seine Untertanen nicht wußten woran sie waren.
Etwas weniger Kriegsbeschreibungen und mehr Mäzentum sowie die Verflechtungen am französischen Hof hätten dem Buch sicherlich gut getan. So bleibt der König mehr als glückloser Italienkrieger in Erinnerung.