Nachdem ich die Künsterlin bereits im Deutschlandradio/Kultur "Debüt" kennenlernen durfte, bin ich nun umso mehr erfreut über das Erscheinen einer Studioaufnahme.
Durch die Beilage mit tief beeindruckenden Bildern und Ausführungen, bekomme ich als Hörer zusätzlich einen fesselnden Blick für das "Faust"-Thema. Die geheimnisvolle Spielweise der Künstlerin berührt die Seele, ob hell oder dunkel. Die Auswahl der Stücke unterstreicht dieses und harmonisiert miteinander ähnlich der "Klaviersonate in h-moll", die der Komponist Franz Liszt, trotz mehrsätziger Tradition, einsätzig ohne Pause ineinander übergehen ließ. Und so wie Franz Liszt es wohl empfand, streichelt Frau Buniatishvili das Instrument, entlockt ihm aber auch die gewaltigen Töne einer Mephistowelt.
Ihr neues Album ist auch ein wunderbarer Zugangsschlüssel für die Räume Klavier, Faust sowie Liszt und wie dieser Musikwerke anderer, wie hier von Bach und Orgel, für das Klavier verwandelte.