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Franz Liszt: Genie im Abseits
 
 
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Franz Liszt: Genie im Abseits [Gebundene Ausgabe]

Michael Stegemann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 2 (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054293
  • ISBN-13: 978-3492054294
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,2 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 201.840 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Stegemann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»(…) sein mit wissenschaftlicher Sorgfalt geschriebenes Buch ist jenseits üblicher Biographik so wichtig. Stegemann rehabilitiert Liszt als „eine der Schlüsselfiguren der europäischen Moderne auf ihrem Weg in die Moderne.“ Quasi musikalisch hat er sein Buch denn auch strukturiert. (…) Ein ungewöhnliches, ein gelehrtes und doch für Jedermann leicht lesbares, interessantes, ja spannendes Plädoyer für den Komponisten Liszt.« MDR Figaro »Sein (stilistisch souveränes) Buch räumt mit so manchen Vorurteilen, mit so mancher Fehleinschätzung auf, die sich im Lauf der Jahrzehnte manifestiert und zementiert hat. Stegemann hält sich an die Fakten, und wo diese nicht ausreichen, um zu einer abschließenden Einschätzung zu gelangen, stellt er lieber Fragen, als vermeintlich unangreifbare Antworten zu geben.(…) Kurzum: Das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt « Berliner Philharmoniker »Stegemann räumt Liszts Musik den Raum ein, der ihr gebührt und macht sich als Vermittler kompositorischer Vorgänge stark.« Neue Zürcher Zeitung »Unschlagbar: Franz Liszt - Genie im Abseits von Michael Stegemann, das sich so kurzweilig liest wie ein Digest der Bunten des 19. Jahrhunderts, weil er den musikalischen Apparat in den Anhang verbannt.« Madame »Die meisten von Liszt modernen, experimentellen Werken, sind auch im Liszt- Jahr unaufgeführt. Die Gründe dafür sind vielfältig, und Stegemann widmet sich ihnen auf anschauliche, kenntnisreiche Weise, reich mit unterschiedlichsten Zitaten belegt. Sein Schreibstil ist gewandt und unverstellt.« Bayern 2 »Aber ebenso ist Liszt ein großartiger, hochgeistiger, von allen Fasern der literarischen, malerischen und religiösen Tradition durchdrungener Klangdenker und -visionär. Der Dortmunder Musikwissenschaftler Michael Stegemann arbeitet das in seinem hervorragend recherchierten Werk heraus.« Nürnberger Nachrichten »Die sehr ansprechend und lebendig geschriebene neue Biographie von Michael Stegemann besticht nicht nur durch ihren Kenntnisreichtum. Sie liefert zugleich auch ein ausführliches Werkverzeichnis – etwas, das die Liszt-Forschung im Grunde ja noch immer schmerzlich vermisst« Die Rheinpfalz »Ein fundiertes und bestens lesbares Lebensbild. (…) Es kommt der Referenzbiografie von Alan Walker am nächsten und räumt mit vielen hartnäckigen Klischees auf.« Sächsische Zeitung »Die Biographie des Dortmunder Professors für Musikwissenschaft Michael Stegemann richtet sich an den musikwissenschaftlich interessierten Leser ebenso wie an den Liszt-Liebhaber, der etwas tiefer in die Materie eintauchen möchte. (…) 100 Seiten Werkverzeichnis auf dem neuesten Forschungsstand runden diese exzellent gestaltete Biographie ab. « Fono Forum »Zum 200. Geburtstag des Künstlers zeichnet Michael Stegemann das spannende Portrait eines musikalischen Weltbürgers… (…) Wie Liszt gerade von seiner Tochter Cosima und Schwiegersohn Richard Wagner ins Abseits gestellt wurde, liest sich teilweise, wie ein Krimi.« Berliner Morgenpost »Eine wunderbare Biografie. Ein profundes Werk, das wissenschaftlich exakt aus Briefen und Dokumenten zitiert und sich dabei unterhaltsam liest wie ein Roman.« NRZ

Kurzbeschreibung

Franz Liszt gilt als eine der Schlüsselfiguren der europäischen Musik. Doch wer war dieser so geniale wie widersprüchliche Pianist und Komponist wirklich? Aus einem gefeierten Pianisten, der das Publikum in Paris und London, in Rom und Wien zu Begeisterungsstürmen hinriss, wurde im Alter ein Menschenfeind, der sich bitter beklagte, dass alle Welt gegen ihn und seine Musik sei. Der erste Popstar der Klassik, Frauenschwarm und Hexenmeister am Klavier – er wurde als Komponist von seinen Zeitgenossen nicht verstanden, seine Musik fand kein Gehör. Erst jetzt wird Liszts visionäres Künstlertum wiederentdeckt: zum 200. Geburtstag am 22. Oktober 2011 die fesselnd erzählte Biografie des lange verkannten Genies.

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Kundenrezensionen

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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spitzen Biographie !!! 29. September 2011
Von Biographiensammler TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Beim ersten Durchblättern der frisch erworbenen Biographie Franz Liszt war ich schon ein wenig enttäuscht, etwas mehr als hundert Seiten ist der Übersicht des Werkverzeichnisses gewidmet, verbleiben noch fast dreihundertfünfzig Seiten Text, von insgesamt fünfhundertzwanzig Seiten. Die erste Enttäuschung wich aber sofort, nachdem ich begonnen hatte zu lesen.....

Dem Musikwissenschaftler Michael Stegemann ist eine wirklich großartige Biographie des Musikers und Menschen Franz Liszt gelungen, die sehr lesenswert ist.

Man merkt sehr schnell, dass der Autor seinem "Beschreibungsopfer" und dessen Musik große Sympathie entgegenbringt, dennoch urteilt Stegemann jederzeit ausgewogen und begründet sachlich fundiert. Der mit zahlreichen Quellenzitaten durchzogene Text bringt dem Leser nicht nur die Musik Franz Liszt und seine Bedeutung für die Entwicklung der gesamten Musik im 19. Jahrhundert näher, sondern auch den Menschen der dahinter steht und dessen abwechslungsreiches ja in Teilen fast rastlos wirkendes Leben, ohne sich dabei der Effekthascherei, Beschreibung unzähliger Liebschaften und Skandale zu bedienen, wie andere Autoren in ihren Biographien die anlässlich des 200. Geburtstages sehr zahlreich erschienen sind. Er stellt Franz Liszt als begnadeten Musiker und Komponisten da, der als Kapellmeister oder als Klavierspieler sich bis zur völligen körperlichen Erschöpfung verausgaben konnte, auf Reisen und beim Essen nahezu anspruchslos kaum Wert auf Luxus legte, als Klavierlehrer fast zahllose Schüler ausbildete und den größten Teil seines Lebens auf Reisen durch Europa verbrachte, ein Leben der Extreme.

Dieses Buch ist insgesamt das Werk eines Wissenschaftlers der mit Sachverstand, kunstvollem Umgang mit der Sprache und dem notwendigen Respekt vor der Lebensleistung seines "Biographierten" vorgeht und dem Leser Franz Liszt im Zusammenhang mit den zeitlichen Umständen näherbringt. Zur guten Lesbarkeit des Buches trägt zudem die Gliederung in zwölf zwischen fünfundzwanzig und fünfundvierzig Seiten lange Kapitel an.
Dieses Buch kann ich jedem an Franz Liszt interessierten Leser sehr empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prosaische Biographik 28. Januar 2012
Von MG
Format:Gebundene Ausgabe
Wem die dreibändige Biographie von Alan Walker, dem zur Zeit wohl umfassendsten Standardwerk zu Liszt, ein wenig zu ausführlich ist, der kann getrost zu diesem Buch greifen. Es reflektiert den von Walker etablierten Forschungsstand in konzentrierter Form.

Stegemann ist ein solider Musikwissenschaftler und guter Schreiber, das heißt man bekommt die Fakten mit der nötigen Objektivität und Abwägung doch ohne Trockenheit geboten. Jedem, der sich ein wenig umfassender über Liszt informieren will, ist das Buch durchaus zu empfehlen.

Von der Hauptthese des Buches, die schon im Titel anklingt, halte ich allerdings überhaupt nichts. Stegemann behauptet, Liszt bis heute nur mittelmäßiger Erfolg als Komponist sei vor allem der negativen Beeinflussung der Rezeption durch Cosima Wagner und die Anti-Neudeutsche Propaganda um Eduard Hanslick zuzuschreiben.

Wenn Menschen für ihren mangelnden Erfolg anderen die Schuld geben, stimmt das eigentlich nie und in der Kunst schon gar nicht. Tatsächlich entspricht Liszt heutiger Ruhm ziemlich genau seinem Status. Bei Pianisten ist er eine feste Bank, in Sinfoniekonzerten er kommt mit seinem sinfonischen Werk gelegentlich zum Zuge und eine eingeschwörte Schar von Modernisten interessiert sich für das Spätwerk.

Seltsamerweise wird immer wieder versucht ihn gegenüber Brahms und Wagner in Stellung zu bringen, doch muss man einfach mal klipp und klar sagen, dass er in dieser Liga nicht mitspielen kann. Und Stegemann gelingt es auch nicht diese Einschätzung in Zweifel zu ziehen. Nirgendwo macht er einen ernsthaften Versuch einer Werkdeutung, der mich neugierig gemacht hätte oder dazu gebracht hätte einem Werk mit neuen Augen zu begegnen.

Was Stegemann dagegen zurecht würdigt ist Liszt Engagement für anderer Komponisten, das tatsächlich nicht hoch genug einzuschätzen ist. In dieser Beziehung hat er die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts maßgeblich geprägt.

Was widerum eigentlich zu wenig herauskommt, ist die Faszination von Liszt Persönlichkeit, die auch sein Wirken als Interpret umleuchtet. Dazu ist Stegemann dann doch zu sehr Wissenschaftler als dass er das auch mit eigenen schriftstellerischen Mitteln hätte lebendig machen können.

In der sachlich nüchternen Beschreibung Stegemanns hat man dann fast eher Mitleid mit diesem Menschen, der immer wieder Undankbarheit erntet, rastlos dem seriösen Erfolg nachjagt und von Alkoholismus gezeichnet ist. Dass dieses Leben voll der Ekstasen des Erfolgs und der Bewunderung war, voll von Erlebnissen und Begegnungen, ja einer der aufregendsten Lebensläufe des 19. Jahrhunderts war, wird einem kaum bewusst.

Die heutige Biographik hält sich viel auf ihren objektiv wissenschaftlichen Ansatz zu gute. Doch wenn es um ein Menschenleben geht sagen Fakten nie die ganze Wahrheit. Da ist immer noch viel mehr, das zwar dokumentarisch schwer zu fassen ist, doch in Wahrheit noch viel wesentlicher und lebendiger war.
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