Birgit Sarata (heute noch eine Dame der Wiener Gesellschaft) singt eine etwas kühle, aber wunderschöne Frau der noblen Wiener Gesellschaft, Lisa, Dagmar Koller ist eine reizende Mi, auch stimmlich sehr gut, Rene Kollo hat bei diesen Einspielungen immer den Tenorpart gesungen, und er bringt den Sou Chong, nicht als zu breit angelegt mit einem angenehmenen Tenor und guter Ausstrahlung, Kms. Heinz Zednik ist ein erfrischend angenehmer Gustl und Heinz Prikopa amüsant.
Auch ist die ganze Regie richtig - und man spürt einen Hauch Puccini, mit dem ja Lehár ja befreundet war und den er sehr verehrte - was ja auf Gegenseitigkeit beruhte. Puccini komponierte ja auch eine ital. Operette "Die Schwalbe" wird nur nie gespielt. Ansonsten ist das Orchester gut geführt und der Chor nicht aufdringlich aber nach alter Operettenmanier.