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Franz Kafka - Gesammelte Werke. Nach der kritischen Ausgabe: Der Proceß. Roman in der Fassung der Handschrift [Taschenbuch]

Hans G Koch , Franz Kafka
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (170 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

1. November 1994
Im August 1914 - die großen Nationen Europas hatten einander gerade den Krieg erklärt - begann Franz Kafka seinen Roman ›Der Proceß‹ zu schreiben. Die Zeitumstände machten es ihm schwer. Verzweiflung und Mutlosigkeit begleiteten ihn bei der Niederschrift, als hätte er aufgrund der Geschehnisse der eigenen Epoche die der kommenden Jahrzehnte bereits vorausgeahnt. Am 13. September 1914 notierte er im Tagebuch: „Wieder kaum zwei Seiten. Zuerst dachte ich, die Traurigkeit über die österreichischen Niederlagen und die Angst vor der Zukunft (eine Angst, die mir im Grunde lächerlich und infam zugleich vorkommt) werden mich überhaupt am Schreiben hindern." Aber gerade der Einfluß der politischen Ereignisse auf die Entstehung dieses Romans hat ihn nahezu zu einer Vision unseres Jahrhunderts werden lassen, in dem „richtiges Auffassen einer Sache und Mißverstehen der gleichen Sache ein-ander nicht vollständig ausschließen", wie es dort in den Erklärungen zur ›Türhüter‹-Legende heißt.
„Der Roman erscheint hier in der Textgestalt der Handschrift. Da sie niemals von Kafka für den Druck durchgesehen und überarbeitet wurde, weist sie auch einige inhaltliche Un-stimmigkeiten auf: es wurde nicht versucht, diese im vermeintlichen Sinne des Autors zu berichtigen. Ebensowenig wurde versucht, die vielfältigen Besonderheiten der Ausdrucksweise (z.B. paar Schritte) oder der Schreibung (z.B. ›Teater‹) der schriftsprachlichen Norm anzugleichen; auch wurde Kafkas spärliche und mitunter eigenwillige Zeichensetzung - die in rhetorischer Hinsicht durchaus ihren guten Sinn hat - nur dort emendiert, wo sie die Lesbarkeit unnötig erschwert hätte."
Malcolm Pasley
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 12., Aufl. (1. November 1994)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596124433
  • ISBN-13: 978-3596124435
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (170 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 624.893 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet."..."In Kafkas Romanen gehen die exzentrischesten Dinge vor sich. Aber ... es ist alles ganz wirklich, mit einer fast pedantischen Genauigkeit wirklich, wenn auch wirklich in einer Wirklichkeit, die sich nicht bezeichnen läßt. Wirklichkeit ist ja eben nichts anderes, als eine Ahnung, eine Suggestion, eine Erschütterung von fernsten Weltzusammenhängen her." (Willy Haas)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als Sohn jüdischer Eltern in Prag geboren. Nach einem Jurastudium, das er 1906 mit der Promotion abschloß, trat Kafka 1908 in die »Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt« ein, deren Beamter er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung im Jahr 1922 blieb. Im Spätsommer 1917 erlitt Franz Kafka einen Blutsturz; es war der Ausbruch der Tuberkulose, an deren Folgen er am 3. Juni 1924, noch nicht 41 Jahre alt, starb. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klaustrophobisch 5. August 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Wer sich auf die Geschichten von Kafka einlässt wird sein blaues Wunder erleben. In klaren unscheinbaren Sätzen verbirgt sich immer ein unheimliches, unglaubliches Horrorszenarium.
Josef K. wird am Morgen seines 30. Geb. verhaftet. Das -Wer- und -Warum- ist unbekannt. Es tut es auch gar nichts zur Sache. Denn alles hat schon seine Richtigkeit, daran zweifelt niemand. Die Versuche von Josef K. sich zu verteidigen sind nicht besonders fruchtbar. Somit geht der unsichtbare Apparat seinen Gang. Ohne viel aufsehens. Und da alles scheinbar seine Richtigkeit hat, ist es auch scheinbar unnötig sich aufzuregen. Geduldig nimmt der Protagonist und der Leser die Geschehnisse hin. Aufgrund der Klaustrophobie, die dieses Buches unauffällig ausstrahlt, bekommt der Leser ganz subtil einen Einblick in das Seelenleben eines Josef K.
Eine unglaubliche Geschichte, unglaublich erzählt.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut beängstigend 26. Juni 2006
Format:Taschenbuch
Eines vorneweg: so ein trauriges und deprimierendes Buch habe ich noch nie gelesen. Jetzt sollte man meinen, warum man ein solches Buch lesen oder gar gut finden sollte. Ganz einfach: weil es viel interessanter, aufwühlender und lehrreicher ist als jeder 1000seitige Krimi/Thriller der heutigen Zeit. Typisch für Kafka sind wieder die sehr langen, verschachtelten Sätze, welche gut zur Geschichte passen, da so die Hilflosigkeit, der K. ausgesetzt ist, noch besser zur Geltung kommt. Die Sprache ist oft sehr bildhaft(vgl. Kapitel 'Im Dom') und man kann hier viel hineininterpretieren. Aber das kann jeder für sich selbst entscheiden. Der Prozeß ist auch deshalb so aufwühlend und spannend, weil man manchnal auch sich selbst(als die Person Josef K.) darin erkennt. Natürlich ist das Buch nicht für jedermann geeignet, da es sehr deprimierend ist, und deshalb schwer zu ertragen, aber wer sich für psychoanalytisches Denken interessiert oder einfach mal etwas anderes, abseits leichter Unterhaltung, lesen möchte, der sollte es nicht versäumen. Eigentlich sollte es jeder gelesen haben. Bis denn
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sind Sie auch schon im Prozeß ? 8. März 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Es ist hier schon so viel gesagt worden, dem ich mich nur anschließen kann, insbesondere über die Vieldeutigkeit des Romans auf verschiedensten Ebenen (also Futter für den Geist), und - spiegelbildlich - die verschiedensten emotionalen Ebenen, auf denen die Geschichte jeden ganz persönlich berühren kann. Deswegen ist der Roman so ganz besonders reichhaltig für mich.

Es werden keine Aussagen gemacht in diesem Buch bzw. Prozeß. Und (die richtigen) Fragen bzw. Gelegenheiten, diese zu stellen, werden garantiert stets verfehlt, siehe Gleichnis mit dem Türhüter.

Fragen sowie Antworten werden dem Leser überlassen. Eine unvergleichlich angenehme Situation auf den ersten Blick. Kein besserwisserischer Held weit und breit. Aber auch niemand, der uns hilft.

Die Figur des Josef K. war mir manchmal sympathisch, manchmal unsympathisch, aber nie gleichgültig. Zu Anfang ist er ein selbstgerechter, geradezu selbstverliebter, von sich eingenommener Schnösel und Weiberheld, unentbehrlich an seinem Arbeitsplatz, unentbehrlich bei seiner Vermieterin. Nichts scheint seinen Lebensplan zu kreuzen, als urplötzlich Franz und Willem auf dem Plan stehen und ihn "verhaften".

Was weiter mit Josef K. geschieht und wie er sich langsam verändert, sein Verhältnis zu seiner Umwelt sich ändert und zu sich selbst und seine Schnöselhaftigkeit nur noch notdürftig aufrechterhalten wird, kann ich nicht anders als spannend nennen.

Kafka ist nicht der Voyeur seines "Antihelden", sondern schildert alles kühl, manchmal gegen den Strich, erfüllt keine Erwartungen, bleibt gnadenlos. Hochachtung.

Wie herzergreifend und kompromißlos dann allerdings das Ende.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinn 4. Juli 2007
Von Udo Kaube
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Der Ausdruck "Wahnsinn" beschreibt im Falle dieses Buches nicht nur die Qualität sondern auch den Inhalt.
Kein anderes mir bekanntes Buch schafft es die Verlorenheit des Menschen in der Welt treffender darzustellen als Franz Kafkas "Der Prozess".
Es gibt Werke der Literatur, die einen nach Beendigung der Lektüre, noch über Jahre hinaus verfolgen und beschäftigen, dies ist definitv eines davon.
Die von Kafka geschaffene Welt droht den Leser förmlich zu verschlucken und in seine kalten Abgrund zu ziehen.
Wer dies Buch liest wird danach nicht mehr der sein, der er vorher war !
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31 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grosses Werk 13. Dezember 2004
Format:Taschenbuch
Zur Geschichte:
"Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." So beginnt der Roman. Trotz der Verhaftung an seinem 30. Geburtstag darf sich der Bankprokurist Josef K. frei bewegen. Vergeblich versucht er herauszufinden, wessen er angeklagt wurde und wie er sich rechtfertigen könnte. Ebenso wenig greifbar sind das auf einem Dachboden tagende Gericht und das Gesetz. In einem Prozess, von dem nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch der Angeklagte ausgeschlossen bleibt, wird Josef K. schließlich von einer anonymen, für ihn unerreichbaren Gerichtsinstanz, die sich seinem Verständnis entzieht, zum Tod verurteilt. Und Josef K. fügt sich dem mysteriösen Urteilsspruch, ohne jemals zu erfahren, was man ihm vorwirft...
Franz Kafka tritt in seinem Roman "Der Prozess" weder als Erzähler noch als Kommentator auf. Was geschieht, erfahren wir Leser und Leserinnen nur aus der Perspektive der Hauptfigur Josef K. Die Einzelheiten werden durchaus konkret und sorgfältig geschildert - jedoch immer nur aus K.'s Sicht. Dabei steht K. mit seiner Wahrnehmung offenbar allein, denn seine Mitmenschen finden ganz normal, was er für absonderlich hält, und sie wundern sich andererseits über sein aus ihrer Sicht verrücktes, sinnloses Verhalten. Doch was andere denken, erfahren wir wiederum ausschließlich von K., der eine Welt erlebt, die den Überzeugungen der Leserinnen und Leser widerspricht und ihnen surreal und grotesk vorkommt.
Natürlich beobachtet K. nicht nur, was um ihn herum und mit ihm geschieht, sondern er stellt dazu auch Überlegungen an, und diese inneren Monologe schlagen sich ebenfalls im Text nieder.
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4.0 von 5 Sternen Düstere Atmosphäre
Der Roman wirkt teils zäh und erfordert ein Gewisses Maß an Ausdauer, da einige Passagen leicht langgezogen wirken können. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von silber veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Geht so
5.0 von 5 Sternen Top super Klasse
Super verarbeitet sehr hochwertig sieht gut aus.
Das Produkt ist weiter zu empfehlen .
.. . . . . .
Vor 1 Monat von Udo Lennartz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein berechtigter Klassiker
Inhalt:
Dieses grandiose Werk, das wohl das düsterste oder eines der bedrückendsten Werke Kafkas ist, handelt von dem Prokurist einer Bank, Josef K. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Leserin95 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Bin noch beim Lesen
Ich lese über mein Smartphone und überbrücke somit so manche "Wachstunden". Der Bestellvorgang ging schnell und ich war begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Amazon Customer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassisch
Der Prozeß (sic.) ist ein bedeutendes Werk moderner deutschsprachiger Natur. Paranoia und gnadenloser Staatsapparat geben einander die Hand. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Sören Köpke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eines der gekanntesten Werke Kafkas kostenlos, was will man mehr?
Was man vielleicht mehr will, das sind weitere Werke des Schriftstellers. Klar bietet Kindle etliche weitere ebenfalls zum Nulltarif an. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Joe Gnoss veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der Prozeß
Beklemmende Story, unbedingt lesen.
Die Ohnmacht gegenüber den Mächtigen wird auf eine sehr bedrückende Art geschildert. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Lutz Grenzemann veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk
Ich bin großer Kafka Fan und ich bin wirklich traurig das ich damals in Prag nicht mehr die Zeit hatte sein Grab zu besuchen, aber man kann ja immernoch seine Werke lesen... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Alexiellsama veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen der Prozess
Abgesehen davon, daß dies ein großartiges und fast seherisches Werk von Kafka ist, ist diese Taschenbuchausgabe sehr authentisch, auch der Anhang interessant.
Vor 4 Monaten von Herta Wahlen veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Kafka mal anders
Nicht allzu leicht zu lesen, da es ziemlich viel Aufmerksamkeit benötigt. Die Geschichte kann jedoch leicht verfolgt werden. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Jaqueline Hofer veröffentlicht
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