Ein gutes und lesenswertes Buch von Emil Stejnar über den grossen Magier Franz Bardon. Dabei lässt der Autor Zeitzeugen zu Wort kommen und bringt seine eigene Sicht der Dinge ins Spiel.
Ebenfalls aufschlussreich sind die abgedruckten Briefe von Marie Bardonova, der Frau von Franz Bardon, die Erzählungen von Maria Pravica und anderer Menschen, welche Franz Bardon noch persönlich kannten.
Erhellend finde ich die Kapitel: Scharlatane kann man leicht erkennen; Bardons Quellen; Bardons Lehrer; Bardons Schüler; Bardons Weg; Bardon-Clubs und Bardon-Foren.
Ich finde es gut, weist Emil Stejnar auch auf die Gefahren einer unsachgemässen magischen Praxis hin und schreibt, viele Patienten, welche sich mit Magie und Mystik beschäftigt hätten, bevölkern die psychiatrischen Kliniken. Er verschweigt ebenfalls nicht, dass auch andere Magier kein glückliches Ende fanden.
Ich hätte gerne etwas von Dr. M.K. erfahren, dem Meisterschüler Franz Bardons. Bis jetzt habe ich nur im Buch: "Erinnerungen an Franz Bardon", welches von ihm und dem Sohn Bardons geschrieben wurde, ein wenig Kenntnis von der grossen magischen Begabung des Dr. M.K. gewonnen.
Auf Seite 221 und 222 seines Buches geht Emil Stejnar auf die guten und schlechten Eigenschaften des Menschen ein und meint: Nur die Lüge ist für den Hermetiker tabu. Wie wahr!
Ich habe alle Bücher von Emil Stejnar gelesen, etliche davon bereits vor Jahren, als sie noch nicht im Buchhandel erhältlich waren, sondern nur einem kleinen Kreis in Manuskriptform vorbehalten.
Mir gefällt dieses Buch von Emil Stejnar von allen seinen bisherigen am besten. Leider muss ich einen Stern abziehen, weil der Autor in seinem Werk zu oft in eigener Sache Reklame betreibt und immer wieder in Fussnoten auf seine anderen Bücher hinweist. Dies nervt mit der Zeit. Aber es gereicht dem Autor zur Ehre, stellt sich der unvoreingenommene Leser zum Schluss die Frage: Ist es für mich wirklich sinnvoll und erstrebenswert, mich mit der Praxis der Magie zu beschäftigen?