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Französische Moralisten
 
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Französische Moralisten [Gebundene Ausgabe]

La Rochefoucauld , Vauvenargues , Montesquieu , Chamfort , Fritz Schalk
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 716 Seiten
  • Verlag: Dieterichsche Verlagsbuchhandlung; Auflage: 2. Aufl. (1980)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3735000835
  • ISBN-13: 978-3735000835
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.353.696 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die weltberühmten Aphorismensammlungen von La Rochefoucauld, Vauvenargues und Chamfort erscheinen hier vollständig; außerdem Auszüge aus 'Meine Gedanken' von Montesquieu.
"Mit Vauvenargues (1715-1747) begann jener Aufbruch des Gefühls, der noch deutlicher bei Jean Jacques Rousseau, bei Novalis und in der Romantik sichtbar wurde und später im Werk Friedrich Nietzsches eine leuchtende Apotheose erlebte. Die Sätze Nietzsches über die Leidenschaften, die zu Tugenden werden, wirken vielfach wie Abwandlungen von Gedanken des Vauvenargues." (Pressekritik)
"In Fortsetzung der Reflexionen Montaignes über Literatur, Politik, Geschichte, Philosophie und Religion standen die Moralisten in Opposition zum Rationalismus, gegen dessen metaphysische Sprachverwirrungen sie in Maximen, Aphorismen und Anekdoten anschrieben. Besonders der Witz und die Ironie der Moralisten fanden in den Pariser Salons großen Anklang und zahlreiche Nachahmer; darüber hinaus beeinflußten sie unter anderem Voltaire, Georg Christian Lichtenberg, Johann Wolfgang von Goethe, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche und Oscar Wilde." (Der Literatur-Brockhaus) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Nietzsche stellte fest, dass die Gebundenheit der Geister abnehme und damit auch die Moral als Handlungsweise. Doch es bleiben die in der Moral vererbten Tugenden wie Mäßigkeit, Gerechtigkeit und Seelenruhe - denn die größte Freiheit des bewussten Geistes führt dort hin und rät sie, die Tugenden, als nützlich. Nietzsches Wanderer sieht dann noch weiter und er trifft auf die großen Moralisten des 17. Jahrhunderts in Frankreich. Wer also Montaigne, La Rochefoucault, La Bruyere, Vauvenargues oder Montesquieu, Chamfort lese, sei dem Altertum näher, als bei Autoren anderer Völker. In Folge der Renaissance ist in der Tat mit diesen Autoren wieder der Geist der alten Zeitrechnung entstanden. Man kann Nietzsche beipflichten in seiner Ausführung, dass die Gedanken dieser Moralisten anregen, sich selbst Gedanken zu machen, dass sie in Helligkeit und zierlicher Bestimmtheit Freude beim Leser erzeugen und dass sie einfach an sich Esprit und Freude verbreiten.

Mit diesen Voraussetzungen lassen sich hier bestens vier der französischen Moralisten lesen: La Rochefoucault (1613-1680), Vauvenargues (1715-1747), Montesquieu (1689-1755) und Chamfort (1741-1794). Die erstgenannten bevorzugen die natürliche Sicht auf den Menschen, während die letztgenannten eher den Menschen in der Gesellschaft sehen. Wenn man die Veränderung der Gesellschaft im zunehmenden Rationalismus mit Descartes, Leibniz, Pascal, Spinoza betrachtet, dann liest man diese Autoren auch als Pendent dieser neuen Richtung. Einbettten muss man deren Gedanken auch in die Ideen von Voltaire und Rousseau und so wird ein wunderbarer Klang einer Zeit vor 400 Jahren hörbar. Und man weiß, dass es immer da, wo der Mensch im Mittelpunkt steht, immer zeitgemäß ist, weil die Gedanken zeitlos sind. An diese haben sich Goethe, Schopenhauer und eben auch Nietzsche erinnert und sich vor allem inspirieren lassen. Das können auch Sie als Leser.
~~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Jürgens "Bücher" TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
In diesem Buch sind die Texte der vier "Französischen Moralisten" abgedruckt. Im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stand immer der ganze Mensch und so sind ihre Betrachtungen und Maximen zeitlos.

La Rochefoucauld (1613-1680):
"Leicht tadelt man die Fehler der anderen, aber selten bedient man sich ihrer, um die eigenen zu verbessern."
"Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos sie anderswo zu suchen."

Vauvenargues (1715-1747):
"Klarheit schmückt tiefe Gedanken."
"Menschlichkeit ist die erste Tugend"
"Der Geist will beschäftigt werden, deshalb muß viel sprechen, wer wenig denkt."

Montesquieu (1689-1755):
Merkt euch das schöne Wort von Plutarch: "Ja wenn das Glück käuflich wäre."
"Zwei Arten von Menschen: Die einen denken, die anderen amüsieren sich."

Chamfort (1741-1794):
"Die Stoiker sind Begeisterte, die poetisches Feuer und Enthusiasmus in die Moral bringen."
"Genießen und genießen lassen, ohne sich noch sonst jemanden zu schaden- das ist die ganze Moral."
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ludwig
Format:Taschenbuch
Um solche Maximen und Sprüche schreiben zu können, muß man wohl ein Franzose sein. Alle Erkenntnis beruht auf die Erfahrung und daher werden diese Moralisten den Mut gehabt haben, tief in ihr Herz zu schauen. Nach dem Studium dieser Schriften wird es manchen leichter fallen Böses zu tun und gegen die guten Taten gleichgültig zu werden. Denn es wirkt wie reines Wasser, das selbst Edelmetall löst und Lebendiges veräzt. Es sind eigentlich falsche tötliche Lehren, die einem sehr gefallen können. Ein Spot gegen den Menschen und seinen Schöpfer, ein ketzerisches Buch, daß den Verstand des Lesers lähmen und seinen Mut schwächen soll.

Ludwig Tischbein
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