Helmut Domke ist ein sehr guter Kenner der mittelalterlichen Geschichte und hat sich fast 25 Jahre lang mit den mittelalterlichen Pilgern und ihrer Motivation beschäftigt und sehr viel darüber recherchiert. Er will seinen Lesern "das geistige Spannungsfeld zwischen grandioser Landschaft und tragischer Geschichte" nahebringen, und berichtet auch über das geschichtliche Umfeld, in dem sich die früheren Pilger bewegten. Das tut er sehr kompetent und anschaulich, mit vielen Beispielen. Für Pilger, die mehr als nur einen Reiseführer suchen und sich auch für die Pilger und das Umfeld dieser Zeit interessieren, ein hervorragendes und lesenswertes Buch.
(Hierbei wie in vorstehender Rezension von "katholischem Gesalbadere" zu schreiben, nur weil einem geschichtliche Tatsachen nicht gefallen, finde ich wenig hilfreich! Ein "Reiseführer im klassischen" Stil wollte Domke nicht sein, wer das sucht, greife zu Baedecker, Dumont etc. Aber ein Buch zu 'zerreißen', was man wohl nicht verstanden hat oder verstehen wollte, ist wohl ein wenig 'modern' geworden, aber m.M. nach dennoch schlechter Stil!)