Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alles was ein guter Film braucht, 30. August 2009
Die Handlung des Films beginnt mit der Geschichte dreier rätselhafter Menschen, die anscheinend keinerlei Berührungspunkte haben. Im Verlauf des Films wird die Geschichte der drei aufgeklärt und so kommt es, dass man dabei ist wenn der Zusammenhang geklärt wird. Der Film bedient gleich mehrere Stil Richtungen und ist ein Mix aus Sci-Fi Abenteuer und Thriller. Absolut sehenswert für Leute, die dieses Genre unterhaltsam finden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Zwiegespalten... wie im Film, 31. Oktober 2009
Ja, nun, zu allererst: Ich hätte gern mehr Punkte gegeben.
Eines vorab: der Film ist in der Tat von der Idee sowie von etlichen Szenen und gerade der Atmosphäre in Meanwhile-City her tatsächlich in diesen Momenten ein kleines Meisterwerk.
Die Eröffnung ist bombastisch, grandios, toll und faszinierend. Und genau da fängt das Problem an... der Film ist einfach nicht rund und er hält leider nicht das, was er verspricht.
Er weckt Erwartungen, die er leider für mich (und nur für mich kann ich hier sprechen) nicht erfüllen konnte.
Pros & Contras
Die Szenen in Meanwhile-City sind einfach fantastisch. Ich wünschte, der ganze Film hätte sich dort abgespielt. Die Atmosphäre ist zum Schneiden. Die Off-Stimme passt super. Die Idee mit den Religionen ist einfach - ich kann es nicht anders sagen - köstlich. Die ganze Ausstattung eigentlich perfekt, mir ist nichts Gegenteiliges aufgefallen. Auch der dezente Einsatz neuzeitlicher Detail (z.B. die Ampeln) weckt das Interesse daran, wo sich die Handlung abspielt, was die Geschichte dieser dystopischen Welt ist, die sich in keinster Weise ver der Kulisse in einem Klassiker wie Blade Runner verstecken braucht.
Diese Qualitäten, diese erzählerische Dichte werden dann abrupt unterbrochen. Von der Optik her - fasst schon an eine in kühle Farben gedrehte Kriminalserie erinnernd - geht es weiter. Radikaler Schnitt. Das erste AHA! Interesse ist immer noch da, wenn auch etwas Wehmut, dass ich nicht mehr in Meanwhile-City bin. Später merke ich, das ist erst der 2. Handlungsstrang von 3 (oder 4), je nach Sichtweise. Denn wir haben noch eine weitere Handlung, die eingeflochten ist, die ebenfalls ihre eigene Bildsprache hat. Noch ein AHA!
Bis jetzt ist alles noch gut, wenn auch die Falten vom ständigen Stirnrunzeln noch etwas tiefer werden. Und so jagt ein AHA! das nächste, wobei es aber eher überrascht-verwundete Ausrufe sind in die sich mit der Zeit ein leicht verwirrter Unterton mischt. Aus keinesfalls triumphierenden AHA!s werden dann jedoch immer mehr HÄ!s und so jagt eine Szene die andere und selbst nach 1 Stunde (ich möchte mich da nicht genau festlegen) hat man immer noch keinen Plan, was für einen Sinn hinter diesem Film stecken mag. Da hat wohl jemand zuviel gewollt, denn auch einen Spannungsbogen kann man überspannen, was meiner Meinung hier der Fall ist. Und wenn der Bogen überspannt ist, dann kann er nichts mehr treffen, höchstens, man würfe ihn. Denn der Film bietet leider - auch hier kann ich wieder nur für mich sprechen - keine kleinen, perfiden (weil fälschlich) und doch so geliebten "Jetzt hab ich's"-Momente. Nein, er lässt einen im Dunkeln tappen, bis es eigentlich nur noch anstrengend ist, von einer erkennbaren Meta-Handlung oder Master-Plan kaum zu sprechen.
Und dann - Halleluja! - schließt sich der Kreis, aber macht es Knall? Fehlanzeige. Stattdessen wird das ganze so zum Erbrechen erklärt mit Hinweisen und Hinweisen und Hinweisen, dass man sich dann fragt, im Gegensatz zur ersten Stunde des Filmes mit dem Gefühl einfach nicht intelligent genug zu sein, der Handlung folgen zu können (es könnte durchaus auch länger gewesen sein), ob man nicht nun veräppelt wird, ob einem nicht nun eine gewissen Grundintelligenz abgesprochen wird. Dieser Prozess ist dabei so dermaßen schleichend, dass es nur noch enervierend ist, und da tut mir wirklich die Mühe der Schauspieler leid, weil dieser Zustand des Betrachters nicht deren Schuld ist, wirklich nicht, es ist die Schuld des Regisseurs, des Cutters oder der Produzenten.
Zuerst wird die aufkommende Spannung durch eine lange Tortur an unterschiedlichsten Szenen dreier Handlungsstränge abgetötet und dann, als man endlich triumphierend die Faust gen Wohnzimmerdecke hebt und ein erleichtertes "Jahahaaa, ich weiß es, ich weiß es" über die Lippen sprudelt, wie die Niagarafälle über den Abhang, dann wird immer und immer wieder erklärt. Das ist alles redlich bemüht und wirklich engagiert, aber Filmgenuss - und der wurde doch verdammich nochmal am Anfang geweckt (auf den Tisch hau) - stelle ich mir anders vor. Und das trotz so vieler - für sich alleine - guter Szenen und Ideen. Der Film krankt an seinen Ambitionen, etwas ganz besonderes sein zu wollen. Leider, leider und nochmals: leider!
Und das alles führt dann dazu, dass man das Finale dann nicht mehr ordentlich greifen kann. Weil man sich vorher durch diese ständigen Hochs und Tiefs geschaut hat. Das Finale fängt übrigens auch wieder genauso an wie der Film, nämlich sehr atmospährisch und eigentlich auch spannend und dann... dann wird es in den Sand gesetzt. Warum? Weil es tatsächlich das abspult, was man nach einem Standard-Drehbuch erwarten könnte. Es ist klar, wer sterben wird - und das auf wirklich plumpe Art und Weise -, wer wenn bekommt und wer wen verliert.
Das Schlimme ist, der Film ist trotzdem noch gut! Warum es schlimm ist? Ha! Weil der Film immer wieder durchblicken lässt, was er hätte leisten können. Und das bekommt ihm gar nicht gut, und mir auch nicht (hust).
Fazit:
Ich bin zwiegespalten, da der Film durch seine Anfangssequenz wirklich die Messlatte sehr hoch angelegt hat und sie dann doch nicht übersprungen hat.
Schade, denn er hätte das Potenzial für einen Knaller gehabt. Aber zu sehr holpern Handlung und Spannung dahin; der Film stellt sich quasi selbst ein Bein.
Dennoch ist er in jedem Falle sehenswert, gerade für Leute, denen es nichts ausmacht, wenn ein Film auch seine Längen hat (nicht im negativen Sinne), also ruhigere Passagen und nicht immer nur Action, Action, Action. Aber, er ist kein leichter Film, er fordert und gibt leider nicht das zurück, was er nimmt, und am Ende bleibt traurigerweise das unbefriedigende Gefühl, dass er irgendwie nicht das gezeigt hat, was er hätte zeigen können. Das Dumme dabei ist, man kann noch nicht mal den Finger drauflegen und sagen: "Daran ist's konkret gescheitert!"
Also, schmeist den Kamin an, bei dem Sauwetter gerade (es ist kalt und feucht und so gar nicht bunt-herbstlich), holt Euch 'nen Grog oder 'nen Tee und schaut Euch den Film unbedingt mit anderen Leuten an, damit Ihr, sollte Bedarf sein, was höchstwahrscheinlich der Fall sein wird, auch mal darüber diskutieren könnt, was da gerade auf Euer Flimmerkiste abläuft.
Mein Herz sagt: "Ich will aber, dass der Film toll ist. Ich gebe 5 Sterne."
Mein Bauch sagt: "Ist mir egal, mir passt er nicht. Ich gebe 2."
Mein Kopf sagt: "Vielleicht versteh ich es einfach nicht. Dabei hab ich mich doch so bemüht. 3 Sterne sind meine Wahl."
Auf jeden Fall, ist der Film einen zweiten Blick wert, und wer weiss, vielleicht kann ich dann die Wertung noch verbessern...?
Vielen Dank für Eure Geduld und Aufmerksamkeit.
Lest Euch ja die anderen Rezensionen zum Film durch!
Leiht Euch den Film vielleicht besser erst mal aus, bevor Ihr ihn kauft.
Wenn Ihr den Film mögt, dann schaut Euch "The Fall" und UNBEDINGT "Pans Labyrinth" an.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schön dass solche Filme noch gemacht werden, 4. September 2009
Ich war ja immer skeptisch, mir Filme anzusehen, die "gut aufgemacht" sind, und sich später als 5 klässiger Wannabe-Kultfilm mit guten Coverdesigner entpuppen, wie beispielsweise bei "Played" oder "Freeze". Allerdings haben mich auch solche Juwelen wie "Donnie Darko" oder "Lucky Number Slevin" eines Besseren belehrt: ausprobieren lohnt sich! So auch "Franklyn".
Allerdings sei gesagt, das er die Klasse der oben gennanten Filme nicht ganz erreicht. Deshalb nur 4 Sterne. Aber der Film überzeugt durch die gut aufgemachte Welt des Jonathen Preest. Der Stil einer futuristischen Megametropole in Londoner Mittelalter(ja genau)ist erfrischend und mal was neues. Dabei spielen Skurilität, Melancholie und Witz zusammen, ohne unfreiwillig komisch zu sein. Jonathen Preest lebt in einer Welt, in dem ein sogennantes Ministerium die Kontrolle inne und einen totalitären Überwachungsstaat errichtet hat. Die Basis ist Religion und jeder Bürger ist per Gesetz dazu verpflichtet religiös zu sein. Diese Religiösität nimmt gar groteske und wirklich wahnsinnige Züge an, bei dem ein paar Lacher versprochen sind.
Diese Welt ist für einen Film schon interessant genug. Und Jonathens Character, der seine Geschichte im Rorschach(Watchmen)-Stil erzählt, trägt eigentlich auch den Film. Das hilft dem Zuschauer sich auf die eher trivialen Passagen der anderen Protagonisten einzulassen, die von einem bei der Hochzeit sitzengelassenen Mann Milo,einer extrem depressiven Suizid-"Künstlerin" Emilia und einem Vater auf der Suche nach seinem kürzlich verschollenen Sohn erzählt. Die 4 Passagen haben natürlich vordergründich Nichts miteinander zutun. Was sich, wie jeder denken kann, gen Ende als falsch herausstellt. Hier versucht man einen David Lynch-ähnlichen Stil zu fahren, mit mysteriösen, kryptischen, ja fast allwissenden Nebencharakteren. Man rätselt was jetzt, wie und für wen metaphorisch bedeutsam ist. Vorweg gesagt: es funktioniert.
Obwohl jetzt große Adjektive und Vergleiche mit Stilgrößen erfolgt ist, muss ich noch sagen, Auch wenn Franklyn gut ist, und zum noch einmal sehen einlädt: Er erreicht einfach weder einen Lynchfilm noch einen Batman/ Watchmen, einfach weil durch die Kombination, wenn auch gelungen, beide Teile des Films Abstriche machen müssen. Jonathens Welt ist so ausgefeilt, es hätte einfach ein ganzer Film nur um ihm gereicht. Es schreit gerade danach. Und die verwobene Geschichte der anderen wäre ohne Jonathans Teil vermutlich auch etwas besser dran, weil man sich immer den Fortgang der Geschichte um Jonathan sehnt, und somit die anderen Charaktere nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen bzw benötigen.
Aber Alles in Allem ein guter Film. Der Kauf wird sich mehr als lohnen!
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