Ich las dieses Buch eines jungen Helden, der ein begnadeter Baseballspieler ist, mit einem nahezu makellosen Körper ausgestattet ist und die Blicke der Frauenwelt nur so auf sich zieht, um ihn auf seinen Abenteuern zu begleiten. Natürlich ist unser Glückspilz, mit überdurchschnittlicher Intelligenz gesegnet und für diese Zeit, mit einer nicht üblichen Weltoffenheit erzogen worden, weshalb er alle schwarzen Mitmenschen als seines gleichen bezeichnen konnte, was natürlich richtig ist und ihm obendrein noch weitere Sympathie Punkte einbringt.
Auf seinen weiteren wegen wo er den Bösen (natürlich deutschen) Expeditionsleitern trotzen konnte, eine Latinatänzerin aus den klauen ihres Vergewaltigervaters befreit, einen angefahrenen, schwer verletzten Sklaven, kilometerweit trägt, um ihn dann in das einzige nicht Rassistische Haus weit und breit zu bringen, wo beiden dann geholfen wird, drehte ich kurz den Buchdeckel, um zu sehen ob ich nicht die Abenteuer von Supermann versehentlich erwischt habe, aber es war nicht der fliegende Clark Kent, sondern tatsächlich Franklin Flyer. Als ich nun sicher war das richtige Buch in den Händen zu halten las ich weiter, worauf hin unser Liebling eine bildhübsche, intelligente, junge Ärztin kennen lernte, die noch dazu eine begnadete Musikerin war und den Sklaven nahezu mühelos zusammen flickte. Natürlich brauchte sie dafür nicht viel, denn sie war ja nicht irgend eine Ärztin und innere Verletzungen waren so was wie ihr Spezialgebiet, obwohl wahrscheinlich war alles ihr Spezialgebiet. Naja dachte ich da haben sich mal zwei gefunden und so brannten sie denn auch mit ihrem neu gefundenen Schwarzen Freund durch, um mit ihm durch die rassistischsten Bundesstaaten zu fahren. Natürlich gefiel das manchen Leuten gar nicht, dass sie einen Schwarzen Freund hatten, weshalb es durchaus vorkam das bei Zwischenstopps, zwei oder drei böse Männer, Franklin auf der Toilette in die Mangel nehmen wollten, die Betonung liegt auf wollten, denn da haben sie die Rechnung ohne Franklin Flyer gemacht, der sie alle Fertig machte und dann ohne Kratzer, die fahrt fortgesetzt werden konnte.
Spätestens ab jetzt wurde mir der Protagonist (Franklin Flyer) irgendwie unsympathisch, wer will solche Helden? Dagegen war der Superheld Hancock eine Ausgeburt des Bösen!
So könnte ich natürlich das ganze Buch aufzählen, aber ich habe erst die ersten 40 Seiten beschrieben, weshalb ich verkürze und sagen muss, dass es im weitern Verlauf zwar durchaus brenzlige und auch dramatische Situationen gab, die er aber meistens gut überstand.
Aber nicht nur die Geschichte und die schlecht ausgearbeiteten Charaktere stören, sondern auch der Schreibstiel ist schlecht, so wird in der dritten Person, also in der Erzählerperson geschrieben, was aber eine subjektive Bewertung meinerseits ist, da ich es Persönlich für nicht besonders originell und meistens auch für langweilig halte, dieser Schreibstiel aber andern Lesern durchaus zusagen könnte.
Fazit: Das Buch mit den bislang am kläglichsten ausgearbeiteten Charakteren, die ich jemals (bis 2010) gelesen habe. Ein über weite Strecken vorhersehbarer Verlauf und ein für mich persönlich schlechten Schreibstiel machen das Buch für mich leider zu einem mangelhaften Roman.