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Peter Cushing spielt Dr.Frankenstein als gefühlskalten Wissenschaftler, der sich zum eiskalten Kriminellen wandelt. Um dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen, geht Frankenstein sprichwörtlich über Leichen und räumt auch schon mal eine unliebsame Mätresse aus dem Weg. Christopher Lee verkörpert die bedauernswerte Kreatur, ein verängstigtes Tier, eher unschuldig-naives Kleinkind als boshaftes Monster. Sein bleiches, grotesk vernarbtes Gesicht erforderte ein maskengleiches Make-up, weshalb Lee fast ausschließlich über seinen Blick und die stolpernd-ungelenke Gestik Emotionen vermitteln konnte. Das wirkliche Monster ist der Doktor, ein unbarmherziger Wissenschaftler, dessen Ablehnung gegenüber jeglicher Spiritualität auch vor moralischen Fragen keine Rücksicht kennt. In blutroten Farben schwelgend, wurde der stilisierte, oftmals schlüpfrige Film, unter der Inszenierung des Hammer-Hausregisseurs Terence Fisher zum bisher größten Erfolg der Studiogeschichte, etablierte die klassisch ausgebildeten Cushing und Lee als Stars des Horrorgenres und verwandelte das unbedeutende Studio in die bluttriefende Legende, die wir bis heute kennen und lieben gelernt haben. Direkt im Anschluss folgte Dracula, in dem Cushing und Lee als erfolgreiches Team wieder vereinigt waren. Cushing selbst sollte noch in vier von sechs Frankenstein-Fortsetzungen auftauchen. --Sean Axmaker
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hooray for HAMMER,
Rezension bezieht sich auf: Frankensteins Fluch (DVD)
Bedenkt man, wie lange nun die DVD schon in Deutschland als Unterhaltungsmedium Einzug gehalten hat, kann man sagen, daß die Veröffentlichung des ersten farbigen "Frankensteins" längst überfällig war. So scheint nun dieser 45 Jahre alte Horrorklassiker endlich eine Renaissance einzuläuten, die man schon lange ersehnt hat. Denn - das muß unmißverständlich klar sein - wir haben es hier nicht nur mit einer der ungezählt vielen Verfilmungen des berühmten Schauerromans von Mary Shelley zu tun - sondern wir sind hier mit DEM Film konfrontiert, der das Genre des Horrorfilms neu definierte und gleichzeitig die Kategorie des "Hammerfilms" begründete. Filmhistorie am Rande: Von zwei "distinguierten Gentlemen", Enrique Carreras und William Hinds - der als Varietékünstler den Bühnennamen Will Hammer benutzte - gegründet, tat sich Hammer Films ab Ende der Vierziger Jahre zunächst durch schnell abgedrehte Billigstreifen hervor. Hammer wäre wohl heute ein längst vergessener Name, hätte sich nicht 1955 mit dem Streifen "The Quartermass Xperiment" ein kommerzieller Erfolg eingestellt, der die Firma von der Zugkraft phantastischer Stoffe überzeugte. Dennoch sollten zwei weitere Jahre vergehen, bis "Frankensteins Fluch" Hammer endgültig den Weg in die Annalen der Filmgeschichte ebnete. Die Vorgeschichte mag relativ banal klingen: Regisseur Terence Fisher (1904-1980) hatte aufgrund seines Vertrages noch eine Regiearbeit zu leisten, der junge Autor Jimmy Sangster (*1924) wurde wegen seiner schon bei "X-The Unknown" (1956) bewiesenen Fähigkeiten für ein Drehbuch engagiert, das einen von der Universal-Vorlage mit Boris Karloff so weit wie möglich entfernten und gleichzeitig billigen Film garantierte, der beliebte Fernsehschauspieler Peter Cushing (1913-1994) konnte für die Rolle des Victor Frankensteins und der noch unbekannte Christopher Lee (*1922) für die Rolle des Monsters gewonnen werden. Der Rest ist unsterbliche Filmlegende! Der Erfolg des Filmes begründete den legendären Ruf der Hammer Studios und läutete eine bis in die 70er Jahre reichende aktive Ära ein, die aber von der Rezeption her wohl bis in die Ewigkeit andauern wird! - Keine andere Produktionsfirma hat bis heute eine ähnlich fanatische Fangemeinde.Doch auch wenn wir diese filmhistorische Bedeutung vernachlässigen, haben wir es weiterhin mit einem erstklassigen Film zu tun, an dem auch in der Distanz von fünf Jahrzehnten alles stimmt. Sangsters Storyführung konzentriert die Saga auf das Wesentliche, komprimiert sie zu einem wirtschaftlich darstellbaren aber dennoch effektiven Plot, der mit Schockeffekten nicht geizt. Der unvergeßliche Peter Cushing stellt den Prototypen des skrupellosen, nur auf Fortschritt ungeachtet jeder Konsequenz bedachten Wissenschaftlers dar, und Christopher Lee haftet in der Rolle des Monsters eine Verletzbarkeit und menschliche Tragik an, die kaum eine andere Verfilmung des Stoffes jemals verwirklichen konnte. Die kluge Regie des von der Filmwissenschaft weitgehend und zu Unrecht unbeachteten Terence Fisher vervollkommnet ein kleines filmisches Meisterwerk, dessen sehr britischer, vielleicht etwas angestaubter Charme, auf DVD wieder zu neuem Leben erwacht. Die Hammer-Fangemeinde wird mit Enthusiasmus auf diesen, sowie die anderen endlich neuaufgelegten Filme reagieren, allen "Novizen" bleibt das Gefühl hier ein kleines aber nicht zu unterschätzendes Juwel der Filmgeschichte in Händen zu halten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Träume werden wahr!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Frankensteins Fluch (DVD)
Lange habe ich sehnsüchtig auf die Nachricht gewartet, daß diese Gruselklassiker als DVD erscheinen. Wie mein Vorredner, bekenne auch ich mich zu der Hammer-Horror-Fangemeinde. Für viele aus meiner '60er-Generation gehören diese Hammergruselfilme, die spät Abends an Wochenenden in den '70ern im TV ausgestrahlt wurden, zu ihren ersten Horror-Filmerfahrungen. Als die Filme im Kino liefen, waren wir noch zu jung, bzw. noch gar nicht geboren. Das TV besaß nur drei Programme, und Video gab's auch noch nicht. Sprich, man sah wirklich nur, was man den Eltern in den '70er Jahren "aktuell" abends TV-mäßig abbetteln konnte. Oder sie, glücklicherweise für uns, ausgerechnet an so einem Hammer-Filmabend irgendwo außer Haus eingeladen waren...:-) Somit verkörpern diese Filme (vermutlich nicht nur für mich) auch Kindheitserinnerungen an grausige und aufregende Horrorstunden. Besonders mit Cushing & Lee.Die Kids von heute werden vermutlich nur schwer nachvollziehen können, wie man damals ohne jegliche Computerhilfe wirkliches Grauen auf die Leinwand bannen konnte, und man sich auch zu Tode fürchtete, wurde das Blut nicht hektoliterweise verspritzt. Ein Großteil dieser Angst wurde alleine durch die latend drückende und beängstigende Stimmung der Filme erreicht, die sie in einem weckten. (Z.B. alleine die geschlossene Tür zu Christopher "Dracula" Lees Gruft, hinter der das Grauen lauerte, und die begleitet von James Bernards wuchtigem Score langsam darauf zufahrende Kamera, welche uns diesem namenlosen Grauen gnadenlos näherbrachte, wird für mich unvergessen bleiben!) Und jetzt erscheint das Ganze nicht nur in Vollbild, sondern im Originalkinoformat und dem O-Ton. (Auch wenn mein Englisch nicht unbedingt das beste ist, so schalte ich an bestimmten Stellen, deutsche Redewendungen, Anspielungen auf deutsche Personen, einem Sprach-Witz usw. gerne mal auf den O-Ton des jeweilgen Films um, um zu hören, was an dieser Stelle der Synchronisation vorlag.) Bleibt nur noch zu hoffen, daß auf einer (der hoffentlich im Laufe der Zeit vollständig erscheinenden Reihe) irgendwo auch mal ein größerer Bericht über die Regisseure & Darsteller, sowie über das Hammerstudio selbst als Extra mitgeliefert wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großartiger Hammer Film von Terence Fisher,
Von
Rezension bezieht sich auf: Frankensteins Fluch (DVD)
Hammers erste Frankenstein Adaption weißt all das auf was man sich von Hammer Filmen wünscht: Atmosphäre, Spannung, großartige Darsteller. Frankensteins FluchKommt nun etwas nach der Veröffentlichung von Frankensteins Rache (Columbia) auf den Markt.. Sinnvoller wäre es umgekehrt, weil Frankensteins Rache die Fortsetzung von Frankenstein Fluch ist. Doch was soll's schließlich ist man froh das diese Klassiker überhaupt auf den Markt gekommen sind. Für Frankensteins Fluch zeichnet sich der beste Hammer Regisseur verantwortlich, nämlich Terence Fisher. Das bedeutet unheimliche Atmosphäre, kräftige Farben und die Theatralik großartiger Schauspieler. Als Extra gibt es noch den Originaltrailer. Bleibt nur noch zu sagen: Pflichtkauf für alle Genrefreaks. Die weiteren Frankenstein-Verfilmungen von Terence Fisher sind : "Frankensteins Rache" (1957) bei COLUMBIA aud DVD erschienen "Ich bin Frankenstein" (1958), "Frankenstein schuf ein Weib", (1966) bei EMS auf DVD erschienen "Frankenstein sucht ein neues Opfer" (1969). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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