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Frankenstein oder der moderne Prometheus
 
 
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Frankenstein oder der moderne Prometheus [Gebundene Ausgabe]

Mary Wollstonecraft Shelley , Mary Wollstonecraft Shelley , Philippe Munch
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Gerstenberg (Gebrüder) (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806747598
  • ISBN-13: 978-3806747591
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 25,5 x 17,5 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 982.937 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Über dieses Meisterwerk der "Gothic Novel" noch viele Worte zu verlieren, ist zweifellos nicht nötig. Joachim Körber hat dies in seinem Amazon.de-Beitrag erschöpfend getan und wer mehr über das Leben der Autorin erfahren möchte, kann zur neuen Mary Shelley-Biografie greifen.

Aber die vorliegende Frankenstein-Ausgabe ist etwas Besonderes. Im Rahmen seiner nach französischem Vorbild entstandenen "Visuellen Bibliothek" hat der Gerstenberg Verlag dem Roman nicht nur sehr schöne Illustrationen von Philippe Munch beigegeben, sondern den Text auch mit zahlreichen informativen Abbildungen und Erläuterungen ausgestattet. Eine breite Randspalte bietet im besten Sinne Wissenswertes über Mary Shelley und ihr Umfeld, erläutert zeitgenössische Details aus Kultur und Technik, löst Anspielungen auf und verleiht der Frankenstein-Lektüre so eine zusätzliche Ebene -- allerdings eben nicht auf eine akademisch trockene Art, sondern bunt, spielerisch und immer genau neben der jeweiligen Textstelle.

Die -- ungekürzte -- Übersetzung stammt von Karl Bruno und Gerd Leetz, folgt hierin der Insel-Ausgabe und kommt dem Ton des Originals äußerst nahe: eine (fadengeheftete!) Schmökerausgabe zum Blättern und sich immer wieder daran freuen! --Felix Darwin

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Frankenstein oder Der neue Prometheus
OT Frankenstein or: The Modern Prometheus OA 1818, erweitert 1831 DE 1912 Form Roman Epoche Romantik
Der Schauerroman um die Geschichte des Barons Frankenstein, der wie Prometheus, der Rebell des antiken Mythos, sich das Recht herausnimmt, selbst Leben zu schaffen, stellt eine Parabel über den wissenschaftlichen Sündenfall des Menschen dar: Wie allenfalls noch Bram R Stokers Roman über den Vampir Dracula wurde Shelleys Roman über die Schaffung eines künstlichen Menschen im Lauf von 200 Jahren durch zahlreiche literarische Nachahmungen und Verfilmungen zum Archetypus des Genres.
Entstehung: Die Autorin, ihr Geliebter Percy Bysshe Shelley, sein Freund Lord R Byron, Marys Halbschwester und Geliebte Byrons, Claire Clairmont, Byrons Leibarzt Polidori und der gemeinsame Freund Matthew Gregory Lewis (1775–1818), der Verfasser des Schauerroman Der Mönch (1796) verbrachten 1818 einen verregneten Sommer am Genfer See mit der Lektüre deutscher Schauergeschichten. In einem Wettstreit versuchten sich die Dichter anschließend selbst in dem Genre; das bedeutendste Resultat war Frankenstein, den die Verfasserin in nur sechs Wochen niederschrieb.
Inhalt: Der Roman erzählt von dem hoch begabten jungen Schweizer Naturwissenschaftler Viktor Frankenstein, der während seines Studiums an der Universität Ingolstadt die Idee entwickelt, das Geheimnis des Lebens zu ergründen und ein nicht länger von Krankheit und Tod gequältes Wesen zu erzeugen. Aus Leichenteilen stückelt er eine künstliche Kreatur zusammen und schenkt ihr das Leben; abgestoßen von der Hässlichkeit des von ihm selbst produzierten Geschöpfes, wendet er sich jedoch von ihm ab.
Die namenlose Kreatur durchwandert auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit die Welt, durchläuft dabei einen erstaunlichen Bildungsprozess, aber erfährt wegen ihres Furcht einflößenden Aussehens nur Ablehnung und Hass, wodurch sie sich allmählich in das Monster verwandelt, für dass sie alle halten. Schließlich sucht sie ihren Schöpfer auf und nötigt ihn, ihm eine Gefährtin zu schaffen. Zunächst willigt Frankenstein ein, aber im letzten Augenblick schreckt er vor seinem Vorhaben zurück und zerreißt die künstliche Eva vor den Augen seines Geschöpfes. Rasend vor Zorn tötet die Kreatur daraufhin Frankensteins Braut sowie dessen Vater und hetzt ihren Erzeuger durch die Welt, bis es im Eis der Arktis zum Entscheidungskampf kommt. Das Geschöpf tötet Frankenstein und treibt anschließend auf einer Eisscholle davon, entschlossen, sich auf einem Scheiterhaufen selbst zu richten.
Struktur: Dem Muster des Schauerromans folgend, besteht der Roman aus mehreren ineinander verschachtelten Erzählschichten: der Polarforscher Robert Walton berichtet in Briefen an seine Schwester von seiner Begegnung mit Frankenstein. Frankenstein erzählt seinem Retter seine Geschichte, in deren Zentrum wiederum die Autobiografie des Monstrums steht. Durch diesen erzählerischen Kunstgriff bleibt das Potenzial der Glaubwürdigkeit in allen Erzählschichten bestehen.
Im Zentrum des Romans steht die ergreifende autobiografische Leidensgeschichte der Kreatur, die zu einer anthropologischen und metaphysischen Parabel wird: Am Schicksal des künstlichen Menschen werden die biologischen Qualen, die existenziellen Ängste und religiösen Nöte des menschlichen Lebens in konzentrierter Form veranschaulicht – der künstliche Mensch ist ein Doppelgänger des natürlichen Menschen. Dass im Lauf der Rezeptionsgeschichte der Name des Forschers auf seine Kreatur übergegangen ist, liegt durchaus im Wesen der Sache: in ihrer wechselseitigen Feindschaft nähern sich Schöpfer und Geschöpf bis zur Austauschbarkeit einander an.
Wirkung: Shelleys Roman hat das alte und im Zeitalter der Romantik – etwa bei E.T.A. R Hoffmann (Der Sandmann, 1817) und Achim von R Arnim – zu besonderem Interesse gelangte Thema der Erzeugung künstlichen Lebens aufgegriffen und daraus die bis heute gültige Schreckensparabel entwickelt, wonach sich das Geschöpf gegen seinen Schöpfer wendet und Tod und Verderben bringt. Unter den literarischen Nachfolgern verdienen vor allem der Roman Die Eva der Zukunft (1886) von Villiers de l’Isle Adam und die Erzählung Moxons Herr und Meister (1893)von Ambrose R Bierce Erwähnung. Eine hohe Zahl von mehr oder minder eng am Text des Romans angelehnten Verfilmungen haben die Bedeutung von Shelleys Roman als Archetyp des Genres zementiert H. R. B. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Frankenstein - viel mehr als nur ein Synonym für Horror, 11. Oktober 2006
Von 
Werner Fletcher (Delbrück Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Mary Shelley, Gattin des Dichters Percy B. Shelley, befreundet mit Lord Byron und anderen illustren Persönlichkeiten der damaligen britischen Snobiety, schuf mit ihrem Früh-Werk "Frankenstein" wohl den Inbegriff des Schauerromans. Schon früh von der Bühne vereinnahmt, aber anfangs nicht sonderlich erfolgreich, wurde das Werk erst berühmt, als die Regisseure Hollywoods sich seiner annahmen. Nur reduzierten sie den Frankensteinstoff leider auf etwas Triviales, rein Vordergründiges, das diesem Werk aber in keiner Weise gerecht werden kann.

In Mary Shelleys Roman geht es nämlich um viel mehr als um schieren Horror. Der Roman, der wie alle Werke Mary Shelleys autobiographische Züge trägt, ist eine Studie über das Alleinsein, über die Einsamkeit des Menschen, über das Ausgegrenztsein derjenigen, die nicht den gängigen gesellschaftlichen Konventionen entsprechen oder genügen. Er spiegelt also insofern auch die Seelenlage der Autorin wider, die zeitlebens mit dem Problem der Einsamkeit zu kämpfen hatte. Zugleich ist es ein Buch über die Hybris der Wissenschaft, und wer genauer liest, wird darin sogar satirische Züge entdecken können.

Das von Viktor Frankenstein geschaffene Monster wird erst von seiner Umwelt zu einem Monster gemacht und zu seinen Untaten getrieben, und wenn man nur die Worte zugrunde legt, die dieses künstlich geschaffene Wesen im Gespräch mit seinem vermessenen Schöpfer äußert, dann ist das Monster sogar das menschlichste aller im Roman auftretenden Protagonisten.

Es lohnt sich also unbedingt, das Buch "Frankenstein" zu lesen, sich intensiv mit seinem Inhalt zu beschäftigen, auch oder gerade dann, wenn man bereits zig Frankenstein-Filme gesehen hat. "Frankenstein" ist in meinen Augen nicht nur ein Klassiker der Horror-Literatur, sondern auch ein beachtenswertes Werk der Weltliteratur.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker des Gruselromans, 23. August 2007
Von 
Rolf Dobelli "getAbstract.de" (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wer kennt sie nicht, die berühmteste Szene aus "Frankenstein": ein dunkles Labor, ein riesenhaftes Wesen auf einer Bahre, daneben der Wissenschaftler, der das Geschöpf mit einem Stromstoß zum Leben erweckt. Das Monster aus Mary Shelleys Roman wurde zu einer Ikone des Horrorfilms und der Popkultur überhaupt. Dabei besticht die Urfassung des Romans von 1818 weniger durch ihre Schockeffekte als durch ihr Einfühlungsvermögen in die Seele des Monsters. Das eigentlich gutmütige Wesen, dessen Anblick nicht einmal sein Schöpfer ertragen kann, verbreitet zu seinem eigenen Leidwesen Angst und Schrecken in der Welt. Es ist zur Einsamkeit verdammt und wird nur aus Verzweiflung zum Mörder. Seine Berühmtheit als Mordmaschine verdankt es vor allem den zahlreichen Theater- und Filmversionen, nicht zuletzt der weltberühmten Schwarz-Weiß-Verfilmung mit dem großartigen Boris Karloff in der Rolle der furchterregenden Kreatur. An dem etwas schwülstigen, schauerromantischen Originaltext beeindruckt heute  im Hinblick auf Gentechnik und Klonversuche  insbesondere der visionäre Scharfsinn Mary Shelleys. Wer ihren Roman liest, weiß: Das wissenschaftlich Mögliche führt nicht immer zu wünschenswerten Ergebnissen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Monster im Menschen, 19. Juli 1999
Von Ein Kunde
Es handelt sich sogar um ein philosophisches Buch, nicht um einen Horrorroman. Sicherlich gibt es Horror-Elemente - dafür ist das Monster ja da. Aber: stellen wir uns vor, daß es ein kleines Kind gibt mit dem Körper des stärksten Manns der Welt. Ein Kind, das weder gut noch böse kennt, und das allein in der Welt ist, verachtet durch die anderen Menschen allein wegen seines Aussehens. Was anderes ist das Monster nicht. Und insofern kann man nur Mitleid empfinden. Auch mit seinem Schöpfer Frankenstein. Es fehlt diesem Roman, damit er wirklich ein Horrorroman ist, das Böse. Es gibt kein Böse, aber auch kein Gut (außer vielleicht in Frankensteins Verlobter), dafür gibt es sehr viele Gestalten mit guten und bösen Eigenschaften - Menschen halt. Und dadurch, daß die Trennung Gut / Böse, Held / Schurke aufgehoben wird, dazu dann noch eine sehr schöne Atmosphäre und sehr viel Schreibkunst kommt, dadurch wird "Frankenstein" immer zu den 3 besten Horrorbüchern zählen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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re 0 02.02.2008
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