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Frankenstein
 
 

Frankenstein (Gebundene Ausgabe)

von Mary Shelley (Autor), Ana M. Brock (Übersetzer)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Verlag Neues Leben; Auflage: 1 (1. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3355017256
  • ISBN-13: 978-3355017251
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 140.734 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Mary Shelley (1797-1851) begann schon als Kind Gedichte und Romane zu verfassen. Noch keine 17 Jahre alt, brannte sie mit dem jungen Dichter Percy Shelley durch und bereiste Europa. Im Jahr ihrer Hochzeit 1816 verbrachten beide den Sommer mit Lord Byron am Genfer See, wo sie Ideen für Schauergeschichten sammelten. Schon zwei Jahre später veröffentlichte Shelley ihren Frankenstein, den Vater aller Gruselromane, dessen Erfolg es ihr ermöglichte, fortan als angesehene Schriftstellerin zu leben.

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen "Die durch Erkenntnis Göttern ähnlich würden. Solches ersehnend, kosten sie - den Tod" (John Milton, Paradies Lost), 2. Februar 2008
Von kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Mary Shelley (1797-1851) war Tochter von William Godwin und späterer Ehemann des Dichters Percy Shelley. Mit 19 Jahren im Jahre 1816 schrieb sie ihren "Frankenstein", der dann 1818 veröffentlicht wurde. Shelley schrieb im Kontext der englischen Romantik eine Gegenprosa im Sinne der aufkommenden Naturwissenschaften. Und doch verbindet sie beide Genres, in dem sie prometheischen Geist einfließen lässt in die Schauergeschichten ihrer Zeit. Romantische Phantasien wie bei Hoffmann schärfen ihren Blick und sie lässt diese als aufgeklärte phantastische Erzählung der zweiten Art dem Leser näher kommen. Schöpfung als Geist und Möglichkeit des Menschen, der im Versuch, dass neue Wissen in das Leben zu integrieren, neue Grenzen auslotet und das Menschsein innerhalb dieser neu bewertet. Wie bekannt, führte die Erschaffung neuen Lebens aus toten Menschen zu einem Monster, der vom Schöpfer ungeliebt, von den Menschen gemieden die Inkarnation des Bösen verkörpert. Mit den Erfahrungen als Monster und der Lieblosigkeit der Menschen ihm gegenüber, bittet er Victor Frankenstein, dem Schöpfer, um eine Gefährtin. Frankenstein sagt zu, er erschafft die Gefährtin des Monsters doch im Erkennen des Schrecklichen tötet er sie wieder. In Folge wird seine Familie vom Monster aus Rache ausgelöscht, Frankenstein verfolgt das Monster bis zum Ende der Welt.

Eine 19 jährige Mary schreibt diesen schrecklich schönen Roman. Die Frage, wie es dazu kam, bewegt mehr, als der reine Inhalt und doch wird der Inhalt vielleicht in dieser Folge von Bedeutung. Mary Shelleys Leben ist begleitet vom Tod. Ihre Mutter stirbt kurz nachdem sie geboren wurde. Ihr Vater, ein naturwissenschaftlich sehr interessiertet Mann, erzieht sie und berichtet ihr gern und regelmäßig all die neuen Geschichten um die aufkommende Naturwissenschaft. So berichtet er von den Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts: Franklin (1706-1790), der die Elektrizität entdeckte, den Blitzableiter erfand, von Erasmus Darwin (1731-1802; Großvater von Charles), der ebenso Spaß an Erfindungen hatte und die Gesetzte des organischen Lebens beschrieb, von Luigi Galvani (1737-1798), der mit elektrischem Strom Froschschenkel durch die Kontraktion der Muskel beweglich machte. So wuchs Mary von klein an im Wissen um die Natur und deren mögliche Forschung auf. Ihre Stiefmutter später hatte guten Kontakt nach Deutschland und in den Jahren 1812-1814 übersetzte sie für die Gebrüder Grimm Märchen und Sagen. Natürlich konnte Mary sich ebenso um die Hausmärchen kümmern, las sie und entwickelte ihre Phantasie. Eine der Sagen vom Lindwurm begann bei Jakob Grimm wie folgt: "Zu Frankenstein, einem alten Schlosse anderthalb Stunden weit von Darmstadt, hausten vor alten Zeiten drei Brüder zusammen, deren Grabsteine man noch heutigentags in der Oberbirbacher Kirche siehet. [...] Unten im Dorfe fließt ein Brunnen, in dem sich sowohl die Leute aus dem Dorf als aus dem Schloß ihr Wasser holen müssen; dicht neben den Brunnen hatte sich ein gräßlicher Lindwurm gelagert, und die Leute konnten nicht anders Wasser schöpfen als dadurch, daß sie ihm täglich ein Schaf oder ein Rindvieh brachten; solang der Drache daran fraß, durften die Einwohner zum Brunnen. Um diesen Unfug aufzuheben, beschloss Ritter Hans den Kampf zu wagen; ..."

Mary lernte in der guten Gesellschaft viele Menschen kennen, auch den schon bekannten Dichter Percy Shelley (1792-1822), den sie mit 19 heiratete. Ihr erstes Kind starb früh, ein weiteres in jungen Jahren und letztendlich ihr Mann 30jährig in den Fluten des Meeres während einer Italienreise. Ihre gemeinsame Reise zuvor jedoch führte sie nach Genf. Sie folgten einer Einladung des Lord Byron im Jahre 1816. An einem Abend, begleitet von scheußlichem Wetter; trotz Sommer gab es sehr kalte Nächte (Auswirkungen eines Vulkanausbruchs in Indonesien in 1816); forderte Byron die Freunde auf, Schauergeschichten zu erzählen. Mary schrieb später in ihr Tagebuch, dass sie in dieser Nacht die Anfänge der Unsterblichkeit, der Wiedergeburt dachte. Die Rückreise durch Deutschland Rheinabwärts führte an Mannheim und Darmstadt vorbei, nahe der Burg Frankenstein.

Mary Shelley war geplagt von Schuld, schuldig fühlte sie sich am Tod ihrer Mutter. Alles in ihrer Phantasie Mögliche hätte sie für die Wiederbelebung gegeben und so rankten sich ihre Gedanken, angereichert um die naturwissenschaftlichen Erzählungen ihres Vaters, um dieses Thema. Schuld war dann auch die Art ihres Lebens und die Strafe folgte nur allzu deutlich. Da wo der Tod herbeigeführt wird, stößt er dem Verursacher wieder zu. Ihre Kinder sterben, sie fühlt sich vom Schicksal bestraft, ihr Mann stirbt, auch er ist nur die Botschaft und Verstärkung der Schuld und so muss die Geschichte Frankenstein eine Möglichkeit bieten, aus der Verstrickung dieser Schuld zu entkommen, eine Biographie, die in dem geschriebenen Wort eine Alternative bietet, die Alternative der Schöpfung und doch fühlt sie ihre Blasphemie gegenüber Gott. Ihre Schöpfung ist Schuldbefreiung, ihre Beschreibung der Wirkung des Erschaffenen in der Gesellschaft ist der Spiegel ihrer Einsamkeit. Sie erkennt, dass der Mensch in seinem Sosein gut ist, dass er in der Wechselwirkung mit der Umwelt, Gut und Böse lernt zu unterscheiden und dass der Mensch zum Bösen neigt, wenn ihm Zugewandtheit verweigert und Einsamkeit als einziges bleibt.

Mary Shelley führt eigentlich ihr Gespräch mit ihrem Schöpfer. Die Frage der Vermessenheit der Naturwissenschaft, die Frage der Sozialisierung des Menschen im Verhalten zu Seinesgleichen erfährt weit weg von Horrorgeschichten eine interessante Gewichtung. Dass Shelley Vorgänger wie William Blake, Byron, Keats hatte, sei erwähnt, dass es Nachfolger gab, wird man spätestens mit ETA Hoffmann und seinem Sandmann erkennen. Die Idee des Homunkulus hatte im frühen 19. Jahrhundert seine Zeit. "von dem zu sprechen, was alle kennen, und von der Wirklichkeit, die uns gemeinsam ist. Meer, Regen, Bedürfnis, Kampf gegen den Tod, das sind die Dinge, die uns alle verbinden" mögen Shelleys Gedanken in Camus Worten gewesen sein.

Doch die Erschaffung des Menschen fand sie in der Meinung von Blake und ihrem Mann über Miltons Werk. Milton sieht in der Erkenntnis eine Gottgleichheit, die unbewusst auf die Schöpfung hinweist. Doch im Prozess eines Demiurgen begegnet diesem der Tod, indirekt in der schrecklichen Art des Tötens (erschaffenes Monster), oder direkt im aktiven Töten des selbst Erschaffenen, der Gefährtin des Monsters. Frankenstein erkennt getanes Unrecht gegenüber der gesellschaftlichen und religiösen Sitte und Moral. Der Schöpfer lässt so sein Geschöpf allein, in dieser Einsamkeit lässt es sich nicht führen, weil es nicht angenommen ist. Der Wunsch nach Seinesgleichen wird im Wunsch nach einer Gefährtin all zu sichtbar, letztendlich wird ihm Sozialisation verweigert.

Shelley gelingt aus dem Trauma ihres Lebens eine Geschichte voller Nachdenklichkeit, ein Bild hinter allen Bildern. Diese Nachdenklichkeit scheint den Shelleys zu gehören, Percy schrieb in Adonais: "Ach, Adonais ruft! So lösch den Bann, / Dass Leben nicht mehr trennt, was Tod vereinen kann". Camus würde antworten: "Wie sollte man sich darüber wundern? Das Leid der Menschen ist ein so gewaltiges Thema, dass es scheint, niemand vermöchte daran zu rühren, es sei denn man wäre so empfindsam wie Keats, der, so wird gesagt, mit Händen selbst den Schmerz hätte anfassen können".

Und Mary wird gegenüber ihrer Mutter bis zum Tod 1851 gefühlt haben, dass bei aller Chancenlosigkeit am interindividuellen, zwischen-menschlichen Sinnstiften des Schreibens, festzuhalten ist an einer Liebe zum Leben. Das drückt eben ein Gedicht dieses John Keats aus, das er als Fragment hinterließ

Die Hand hier, lebenswarm und fähig jetzt
Fest zuzugreifen, würd dich, wär sie kalt,
Und in der Eisestille ihres Grabs,
So plagen tags und schaudern nachts im Traum,
Daß blutleer wünschest du dein eignes Herz,
Damit in mir neu rotes Leben ström,
Und dein Gewissen ruhig sei - hier, sieh her -
Ich halte sie dir hin.

Shelleys Frankenstein ist eines der beachtenswertesten Bücher der englischen Literatur des 19. JH.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Klassiger, 6. Februar 2009
So,
nun habe ich Frankenstein gelesen, dachte es hätte wenigstens ein wenig ähnlichkeit mit diversen Filmen, die es derweilen ja schon gibt.
Dies ist nicht der Fall.
Hier wird mehr um Gefühle wie Liebe, Zuneigung, Freude, Leid , Mitgefühl gesprochen bzw. geschrieben.
Spannung ist hier vielleicht, in 2 - 3 Passagen der Fall. Anders geschrieben. Nicht zu vergleichen mit den heutigen Büchern , welche es gibt.


Frankenstein, welcher in Liebe und Fürsorge aufwächst, muß bald den verlust, seiner geliebten Mutter hinnehmen. Dafür hat er aber noch zwei Brüder und eine Adoptierte Schwester, der Sonnenschein.
Frankenschein, geht nach Ingolstadt zum Lernen, aber was er dort macht sollte sein verhängniss sein!.

Es ist eigentlich flüssig geschrieben, aber eher weniger Spannend, auch wird von Frankenstein er stab Seite ca. 67 erwähntund dann auch nur in einem Brief erzählt, also ganz anders als ich es mir vorgestellt habe.

Da mir die Geschichte nun gar nicht liegt. Aber durchaus nicht immer nur fad war, bekommt diese von mir einen guten Mittelwert. Da dies ja auch ein klassiger ist!
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2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Zu schwer zu lesen, 14. August 2008
Habe mir das Buch vor etwa zwei Wochen bestellt.
Bin total enttäuscht.
Von Spannung keine Spur.
Die Übersetzung zu stark aus dem Original übernommen.
Das Monster wird ruck zuck erschaffen,kommt absolut keine Spannung rüber.
Dann wird ellenlang in Briefen korrespondiert mit der Schwester des Weltenseglers.
Im Film mit Robert de Nero ist das Original weitaus besser umgesetzt worden.
Im allgemeinen sagt man ja der Film ist immer schlechter als das Buch.
Dies trifft hier absolut gar nicht zu.
Mary Shelley lebte u, schrieb dieses Buch in einer längst vergangenen Zeit,natürlich wenn jemand eine eins zu eins Übersetzung wünscht ist mit diesem Buch super beraten.
Will aber einer eine moderne und spannende Erzählung muss er aber auf modernere Schriftsteller zurück greifen.
Also lieber den Film ansehen als diesen Roman sich einzuverleiben,zu schwermütige Lektüre!!!
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Vor 12 Monaten von Kautenburger, Roman veröffentlicht

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