Amy Winehouse ist noch ein junges Ding, mit einer Stimme so lebenserfahren und teilweise "dreckig" wie eine gereifte Jazz-Interpretin. Dabei singt sie ihre Stücke mit sehr viel Individualität, fast Trotz und Nachdruck im Gesang, dass sie unverwechselbar ist. Die 13 Titel auf ihrer Debüt-CD formen einen Kontrast zu den üblichen weiblichen Newcomern der Jazz-Pop-Szene wie Joss Stone oder Norah Jones - die Musik ist deutlich innovativer, mit Anleihen aus traditionellen Jazzstücken, aber auch Hip Hop, beinahe Ethno sowie Soul. Wer Amy Winehouse musikalisch geprägt hat, erkennt man an ihrer "Thank you"-Liste: Count Basie, Beastie Boys, Sarah Vaughan, Michael Jackson, Thelonius Monk uam.
Diese CD geht ins Ohr, in die Beine, ins Blut. Man darf echt gespannt auf mehr sein und hoffen, dass sie weiterhin an Produzenten gerät, die sie in ihrem musikalischen Ding unterstützen. So hebt man sich ab, von der Masse, im Strom guter neuer Musik.