Produktinformation
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Den Schwerpunkt des von Zappa selbst konzipierten und produzierten Films, der 1979 erstmals zu sehen war, bilden die furiosen Mitschnitte einer Halloween-Show aus dem New Yorker Palladium. Kongenial unterstützt von Top-Musikern wie Terry Bozzio (Jeff Beck, Steve Vai) und Andrew Belew (King Crimson), führt Zappa durch ein Programm, das sich aus anspruchsvollen, lebendig inszenierten Songs und spontanen, von Zappas schwarzem Humor geprägten Show-Einlagen zusammensetzt. Die Höhepunkte des sehr authentisch in Bild und Ton festgehaltenen Abends sind die mitreißenden Versionen von Geniestreichen wie "City Of Tiny Lites", "Disco Boy", "Titties & Beer", "Jones Crusher", "Broken Hearts Are For Assholes", "Baby Snakes" und natürlich"Bobby Brown Goes Down".
Die Konzertausschnitte werden immer wieder von stimmungsvollen Backstage-Sequenzen aufgelockert, in denen die Band Interview-Fragen beantwortet, herumalbert, sich auf die Show vorbereitet oder mit den Fans kommuniziert. Als zusätzliches und spektakulärstes Highlight baute Zappa den Künstler Bruce Bickford ein, dessen eindrucksvolle, groteske Lehmanimationen (damals gab es noch keine Grafikcomputer) genauso nachhaltig zu gefallen wissen wie seine reichlich drogenvernebelten Dialoge mit Zappa. --Michael Rensen
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Mit dem Film "Baby Snakes" widerlegte Zappa einmal mehr auf grandiose Weise seine eigene Legende. Wenn er "Audience Participation" zelebriert oder mit Genuss seine "anstößigen" Texte vorträgt, merkt man ihm an, wie sehr er als Rock-Showmaster in seinem eigentlichen Element ist. Und was sind die Animationen von Bruce Bickford anderes als ein Vorgriff auf die Schwemme von mehr oder weniger sinnvollem Musik-Video-Geflimmer, die in den 80ern erst kommen sollte? Und wenn er seine Gitarre bearbeitet, sieht er auch nicht viel anders aus als Jimmy Page (ja, okay: auf die "Windmühle" verzichtet Zappa gerade noch .... ).
Der Qualität von Zappas Musik und dem hohen musikalischen Niveau seiner Band tut dies alles natürlich keinen Abbruch. Jedoch besteht die Gefahr, dass die Musik vor lauter Klamauk und "Showbiz" gar nicht mehr angemessen wahrgenommen wird. Wie sagt Warren Cucurullo am Anfang des Films so treffend?
"They think of Zappa as such a madman: they come here to see him go crazy or something. They don't realize that there are notes involved."
Zappa selbst hat allerdings nie ernsthaft etwas unternommen, um diesem Image entgegen zu wirken ....
Sei's drum: mir jedenfalls macht der Rockstar Zappa entschieden mehr Spaß als seine doch immer etwas bemüht wirkenden Auftritte als "ernsthafter Komponist". Die DVD ist also ein Fundstück für jeden, der Zappa nie live erleben konnte (oder ihn unbedingt wiedersehen möchte); wobei Zappa trotz all seiner Bühnenpräsenz aufpassen muss, dass ihm die Mitglieder seiner Band (allen voran Terry Bozzio) nicht die Show stehlen ....
Klanglich ist die DVD gut; jedenfalls mindestens so gut wie beispielsweise die YCDTOSA-Aufnahmen aus derselben Zeit. (Den 5.1-Mix, der aus Zappas ursprünglichem 4-Spur-Mix erstellt wurde, kann ich leider nicht beurteilen, da ich keine Dolby-Surround-Anlage besitze.)
Allerdings ist die Bildqualität ziemlich schlecht. Auch fotografisch bzw. Schnitt-technisch ist der Film wahrlich kein Meisterstück (das gilt vor allem für die Konzertsequenzen). Außerdem hätte man an manchen Stellen noch Staub entfernen können, und hin und wieder sieht man sogar Komprimierungs-Artefakte.
Unter'm Strich kann man aber sagen: für jeden, der Zappa und seine Musik mag, ist die DVD interessant.
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