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Francis Picabia. The Late Works 1933-1953: The Late Work 1933-1953 (Art in the Nineties)
 
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Francis Picabia. The Late Works 1933-1953: The Late Work 1933-1953 (Art in the Nineties) [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Roberto Orth , Francis Picabia , Zdenek Felix


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Francis Picabia
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Viel zu lange befanden sich die späten Arbeiten Francis Picabias im "Giftschrank" der Kunst. Der frühe Dadaist, Freund von Man Ray und Marcel Duchamp, wurde zeitlebens für sein Verlassen der Dada-Bewegung und seine Opposition zum Surrealismus kritisiert. Ab 1933 befasste er sich u.a. mit der Umsetzung recht kitschiger fotografischer Vorlagen. Puristen unter seinen Anhängern fühlten sich beschämt und klagten ihn daraufhin der Pornografie bzw. der nationalsozialistischen Propaganda an. Später wurde gemutmaßt, er habe in den Kriegsjahren einfach Geld gebraucht und daher mehr oder minder "opportunistische Auftragsarbeiten" angefertigt.

In diesem Buch nun wird das Spätwerk Picabias systematisch dokumentiert: die so genannten "Bad Paintings", die Fotovorlagen entnommenen Akte und die abstrakten Bilder seiner letzten Phase. Somit wird seine geistige Vorwegnahme dessen, was wir heute Postmoderne nennen, erkennbar, und die späten Bilder gliedern sich chronologisch ein in das Oeuvre eines Mannes, der ja auch (nicht zuletzt) eine Sammlung von Aphorismen unter dem Titel Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann veröffentlichte.

Vier exzellente Essays, die den sehr schön gestalteten Band ergänzen, verdeutlichen noch einmal die vielschichtige Persönlichkeit Picabias, deren ehrlichen Ausdruck sämtlichen Arbeiten innewohnt -- seien es die anerkanntesten Werke oder die "beschämenden" Bilder dieser letzten beiden Jahrzehnte. Ein Buch also, das (auch in vielen gelungenen Gegenüberstellungen von Fotovorlage und Umsetzung) nachvollziehbar macht, was Picabia getrieben haben mag, immer wieder derartige Brüche zu vollziehen. Er befreite sich damit frühzeitig von den Fesseln des Ruhms, der Theorie und steriler stilistischer Integrität, um instinktiv und kompromisslos seinen künstlerischen Visionen zu folgen. Durch Picabia wurde der Stilbruch zu einem Prinzip geistiger und künstlerischer Kreativität. Sein stark persönlicher suggestiver Symbolismus, der, Eros und Kunst vereinigend, aus seinem Spätwerk spricht, kann hier erstmalig in diesem Umfang genossen werden. Auch und gerade für Freunde der selbstbewusst-ironischen Postmoderne. --Tobias Robens

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The early dadaist Francis Picabia (1879-1953), perhaps best known for his "machinist" works, is now thought of as a prescient practitioner of the kind of pictorial freedom we have come to call postmodernist. Criticized for leaving the dada movement, for denouncing surrealism, and for painting whatever he wanted (including a lot of truly schlocky nudes), Picabia was forever breaking away from the jaws of fame, theory, or sterile stylistic "integrity." One is reminded of Philip Guston's response to the art-world uproar over his "defection" from abstract expressionism: "This is not a team sport, guys." In the not-so-distant past, Picabia was scathingly denounced for the kitschy cheesecake paintings of his midcareer that he copied from photos in European men's magazines. Accused of Nazism as well as pornography, Picabia was ultimately "forgiven" by apologists who argued that he needed money during the war. But this new book, which includes three excellent essays and a host of color plates, makes it clear that every aspect of Picabia's oeuvre, from the most modern and respectable to the most clumsy or embarrassing, is a manifestation of his multifaceted personality, expressed with the utmost honesty. Picabia was a ladies' man, a powerful proponent of instinct, of "getting ever more deeply in touch with an interior world," as he wrote, and a serious artist. By the end of his life Picabia had invented a highly personal, suggestive symbolism to bridge the gap between eros and art. We breathe a sigh of relief at the late abstract works, having been forced by this challenging book to traverse the rough terrain Picabia took to arrive there. --Peggy Moorman

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