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Frances the Mute
 
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Frances the Mute [Import]

The Mars Volta Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)

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Musik

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Produktinformation

  • Audio CD (15. November 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Import
  • Label: Universal Japan
  • ASIN: B0017W7EKE
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 976.163 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Kundenrezensionen

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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was für ein Album!!! 8. September 2006
Format:Audio CD
Ich war vom Vorgänger "De-Loused In The Comatorium" fasziniert und fieberte "Frances The Mute" nur so entgegen. Doch der anfänglichen Begeisterung wich ziemlich schnell Kopfschütteln gepaart mit Ratlosigkeit. Mit was zur Hölle hatte ich es hier zu tun? Ich konnte - wie hier schon zahlreiche andere Rezensenten geschrieben haben - die vielen Breaks, Noise-Attacken, Jazz-Einschübe und vieles dergleichen mehr einfach nicht nachvollziehen und nachdem sich selbst nach dem fünften oder sechsten Mal hören der Platte (was zugegebenermaßen nicht allzu viel ist) so gut wie kein Wiedererkennungseffekt bei mir einstellte, legte ich die Scheibe beiseite, nicht wissend, ob ich einfach nicht im Stande war, das Gehörte zu verstehen oder ob The Mars Volta einfach übers Ziel hinaugeschossen haben.

Ich habe die Platte bestimmt über ein ganzes Jahr nicht mehr angehört, tat dies jedoch nach einem Musikgespräch mit einer Freundin wieder, da ich mir nicht eingestehen wollte, zu doof für diese Platte zu sein ;-) Ich habe "Frances The Mute" dann nur nochmal 3 Mal angehört, bevor es mich absolut gepackt hat. Keine Ahnung was passiert ist, aber plötzlich ergaben all die verschrobenen Parts einen Sinn, das anfängliche Chaos wich einem, wenn auch bereichsweise nicht klaren, so aber dennoch nachvollziehbare Muster. Ich bin regelrecht süchtig geworden: in den letzten 2 Wochen habe ich die Scheibe 25 mal angehört und ich kann noch immer nicht genug bekommen. Jeder Durchlauf offenbart Neues, jede Kopfhörersession wird zum Erlebnis. Es ist mir unmöglich einzelene Teile/Lieder des Albums hervorzuheben, denn alle haben zu einem gewissen Zeitpunkt ihren Reiz. Deswegen sollte auch nicht der Fehler begangen werden, sich die Platte "aufzuteilen" und stückweise anzuhören, denn richtig funktioniert sie nur als Ganzes.

Ich habe zum heutigen Erscheinungstermin "Amputechture" erworben, fühle mich momentan jedoch ausserstande, mich dieser Platte zu widmen. Es scheint, ich müsste das ganze verschenkte Jahr, in dem ich "Frances The Mute" nicht gehört habe, in einem oder zwei Monaten nachholen ;-) Selten ist mir sowas mit einer CD passiert....und schon gar nicht mehr in den letzten Jahren.

Wer mit Musik mit Langzeiteffekt sucht, sich von "schwieriger" Musik und zuerst nicht nachvollziehbaren Songstrukturen nicht abschrecken lässt und sich auch nicht scheut, die Platte einfach mal eine zeitlang wegzulegen, wenn sie nicht zündet/zünden will, der sollte dieses Meisterwerk sein Eigen nennen. Denn wer den Zugang findet, der wird für lange Zeit nicht mehr loskommen. Besser können The Mars Volta unmöglich werden...höchstens anders! Das hier ist Musik in Vollendung. Selbst der mehr als starke Vorgänger verblasst neben diesem Meisterwerk! 5 knackevolle Sterne hierfür.

P.S.: Zur Musik selber hab ich nicht viel geschrieben, da ich denke, dass in den Bewertungen zuvor schon alles gesagt wurde.
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
nach dem furiosen vorgänger "de-loused in the comatorium" und einer solo-veröffentlichung von omar rodriguez-lopez (a manual dexterity - soundtrack volume 1) ist man natürlich gespannt, welche überraschungen auf dem zweiten longplayer der beiden erfolgsverweigerer aus el paso lauern.

schon beim durchstöbern des tracklistings wird einem klar, dass auch diesmal wieder nicht an außergewöhnlichen dingen gespart wurde. bei einer gesamtlänge von 77 minuten bewegen sich die titel im schnitt zwischen 12-13 minuten, wobei der letzte mit über 30 minuten deutlich aus dem sonst so gewohnten massentauglichen 4-7 minuten-rahmen herausfällt.

inhaltlicher bestandteil ist dieses mal nicht eine surreale und fiktive scheinwelt wie beim ersten longplayer, sondern eine geschichte der realen welt. jeremy ward, dessen tod in 2003 einen traumatischen einfluss auf die arbeiten zur neuen platte hatte, fand bei seinem früheren job als geldeintreiber auf dem rücksitz eines autos ein tagebuch. beim lesen stellte er fest, dass er viele gemeinsamkeiten mit dem unbekannten autor besaß, der als adoptivkind später nach seinen eltern suchte. die namen der personen, die der autor während seiner suche traf und die ihn immer ein stück näher zu seinen eltern brachten, entsprechen den songtiteln des neuen albums. "It's a story of abandonment and addiction", sagt cedric selbst von der platte in einem interview.

spätestens jetzt wird klar: ganz einfache kost wird es - wie schon bei der ersten platte - auch diesmal nicht werden. schon beim ersten track fliegen einem nach den einleitenden, ruhigen tönen feurige salsa klänge entgegen, die durch quietschende 70s-gitarrenriffs und die nicht minder quietischig-exstatische stimme cedric bixlers ergänzt und begleitet werden. die tempowechsel darauf sind immens. von staccato-beats wird in esoterisch-ruhige melodien übergeleitet. interessant wird dieses stück u.a. dadurch, dass eine vielzahl an musikinstrumenten in das klangschema integriert werden. neben den mars volta-bekannten dingen wie guitarren und synthi kommen auch erstmals orchesterstreicher ins spiel.

der zweite und mit abstand kürzeste song (6 minuten), der auch als single-auskopplung gewählt wurde, wirkt mit den erneut eingesetzten streichern wie eine sehr melanchonische ballade. diese stimmung wird auch durch eine vereinzelte trompete, die mit blues-ähnlichen guitarren-akkorden begleitet wird, unterstrichen.
"...let me die, 'cause i'll never, never sleep alone." diese textzeile bringt die gefühlswelt des liedes auf den punkt und unweigerlich die verstorbenen freunde bzw. bandmitglieder jeremy ward und julio venegas in erinnerung.

bei song nr. 3 machen sich die mexikanischen einflüsse der beiden hauptakteure der band bemerkbar. der fast ausschließlich spanische gesang wird von latino- bzw. flamenco-klängen untermalt. man fühlt sich wie in einer schmierigen mexikanischen bar, in der ein alter mann am verstimmten klavier (das findet auch verwendung im song) zu tequila und rum in die tasten haut. die immer wieder auftauchenden ruhigen momente zwischen den songs sind wie eine ablenkung vom eigentlichen geschehen, wie szenenübergänge in einem spielfilm.

das vierte lied wird von sehr trägen, sphärischen klängen dominiert, die durch einen tragischen trommelwirbel und gesang unterbrochen werden. am ende kommen erneut einige alleingelassen wirkende trompeten zum einsatz.

den schlusspunkt setzt ein 30 minuten epos, dass witziger weise wiederum nadlos an den allerersten song anknüpft. trotz der langen spielzeit wirkt er zu keinem zeitpunkt langweilig...dafür ist er - wie alle anderen lieder auch - zu abwechslungsreich.

"frances the mute" wurde von omar rodriguez selbst produziert, das mixing übernahm auch dieses mal rich costey, der in seiner vergangenheit u.a. mit jimmy eat world, the (international) noise conspiracy, ash und the polyphonic spree gearbeitet hat.

durch ihr standhaftes ablehnen einer einzigen musikalischen vision haben es mars volta wie selten eine band zuvor geschafft, künstlerische ausgelassenheit wider jede norm und kommerziellen erfolg zu verbinden. mit dieser platte werden sie dabei keine ausnahme machen und daran anknüpfen.

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwer verdauliche Kost 23. April 2006
Von Carnifex
Format:Audio CD
Der Versuch, diese Band zu verstehen, wird von den 12 (laut meinem CD-Deck) respektive 15 (Backcover der CD) auf diesem Werk verewigten Titeln grandios vereitelt.

Obwohl bereits "De-Loused In The Comatorium" alles andere als leichte Kost war, blieb es im Gesamtkontext betrachtet doch meist nachvollziehbar bis chartfähig. Was uns die Mannen um At The Drive-In-Fronter Omar A Rodriguez-Lopez auf "Frances The Mute" servieren, dürfte jedoch im ersten Durchlauf auch eingefleischten Grindcore- oder Free-Jazz-Jüngern schwer im Magen liegen.

Während das Album mit "Sarcophagi" noch straight bis ohrwurmverdächtig beginnt, wirft die Band in späteren Sequenzen mit schwer verdaulichen Noise-Brocken nur so um sich. Das gründet wohl zum Teil auf der Tatsache, dass der Bandkopf die Produktion diesmal selbst in die Hand genommen hat, wodurch der künstlerische Anspruch noch weiter angehoben wurde.

Während auf einem klassischen Indie-Album alle Elemente ordentlich hintereinander aufgefädelt präsentiert werden, herrscht hier oft ein chaotisches Durcheinander aus Jazz, Rock, Indie, Progressive und einem winzigen Schuss Metal. Doch immer, wenn man aufgrund der akustischen Überforderung gewillt ist, die sprichwörtlichen Brocken hinzuschmeissen, wartet "Frances The Mute" urplötzlich mit einer poppigen, charttauglichen Melodie auf... Natürlich nur, um den Hörer kurz darauf durch die nächste Geräuschpassage niederzuwalzen.

Ich bewundere das Schaffen von Omar, der nicht nur mit At The Drive-In und The Mars Volta zwei sehr unterschiedliche Pfade beschritten hat, sondern sich hier zunehmend neue Territorien erschließt. Auch finde ich, dass die Noise-Passagen die Songs teilweise wirklich gut ineinander übergleiten lassen und so ein sehr energiegeladenes, fast hyperaktives, aber stets kohärentes (=zusammehängendes) Ganzes ergeben.

Im Gegenzug dazu lässt die Band mit "Frances The Mute" allerdings gerne Gelegenheitshörer außen vor, die von der herausgegriffenen Songstruktur einzelner Titel sicher wenig haben.

Um also eine Überforderung als Hörer zu vermeiden, ist es - wie schon bei einigen anderen, völlig unterschiedlichen Bands (repräsentativ sei hier einfach einmal Tool genannt) - absolut notwendig, sich für die Scheibe Zeit zu nehmen. "Nebenher-Hören" wird genauso wie Ausschnittweises betrachten des Albums bestenfalls mit einer leichten Migräne belohnt. Hohe Ansprüche also von einem Album, dass eigentlich von manchen Harmonien her locker die gesamten Charts ausstechen könnte.

Nichtsdestotrotz halte ich das von einigen Kritikern proklamierte "Verlaufen der Band im eigenen künstlerischen Anspruch" für eine rezensorische Frechheit. Denn: Wer in dieses Werk investiert, wird so schnell nicht davon loskommen. Dafür ist der Sound viel zu eigenwillig faszinierend.
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Veröffentlicht am 14. Oktober 2006 von Vincent Neumann
Schwurbel, Kurbel, quietsch
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Veröffentlicht am 26. Juli 2006 von Benjamin Klein
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