Kurzbeschreibung
Im Umfeld der Automatisierungstechnik ist bereits
seit einigen Jahren der Trend zu beobachten,
etablierte Feldbusse durch echtzeitfähiges Ethernet
zu ersetzen oder zu ergänzen. Das Ziel liegt darin,
eine einzige Netzwerkinfrastruktur von der Leitebene
im Bürobereich bis hin zu Feldgeräten wie Sensoren,
Aktoren und Bedienpulten in industriellen
Produktionshallen zu schaffen. Dieser Trend wird als
vertikale Integration bezeichnet. Ein Hauptproblem
liegt dabei darin, dass die weit verbreiteten
Standard-Ethernet Netzwerke nicht den Anforderungen
der industriellen Echtzeit genügen. Andererseits soll
der Ethernet- Standard aber auch auf der Feldebene
eingehalten werden, da ansonsten wiederum separate
Feldbusse entstehen. Das Hauptziel dieser Arbeit
besteht in der Entwicklung eines formal fundierten
Frameworks, mit dessen Hilfe zwischen der
Kompatibilität zum verbreiteten Standard-Ethernet und
der Einhaltung von konkreten Echtzeitanforderungen
einer automatisierten Anlage variiert werden kann.
Über den Autor
Dr. Frank Dopatka wurde 1978 in Bergneustadt (NRW) geboren und studierte technische Informatik an der FH Gummersbach, Medieninformatik an der FH Köln sowie angewandte Informatik mit Anwendungsfach Medienwissenschaften an der Universität Siegen. Er promovierte an der Universität Siegen im Bereich echtzeitfähiger Netze. Nach mehrjähriger Selbständigkeit neben der vierjährigen Anstellung an der Universität Siegen arbeitet Dr. Frank Dopatka nun bei der GFU Cyrus AG in Köln. Dort schult er insbesondere Programmiersprachen wie Java, PHP und VB(A) sowie objektorientierte Konzepte unter Verwendung der UML. Darüber hinaus lehrt er an der FH Gummersbach im Umfeld der Automatisierungstechnik und echtzeitfähiger Betriebssysteme.