KAYSER waren mit Sicherheit einer der besten Newcomer der letzten Jahre, haben mit ihrer dreckig SPIRITUAL BEGGARS beräucherten SLAYER Verneigung auf Kaiserhof wirklich restlos überzeugen können und werden so viel kann man vorweg nehmen - trotz einiger Kursänderungen, auch mit Frame The World...Hang It On The Wall niemanden enttäuschen.
Steßt der wütend prügelnde Opener The Cake noch brutalst in altbekanntes Stoner Thrash Gewässer, lässt bereits das vehemente Lost In The Mud erkennen, dass sich die Band weiterentwickelt hat. Natürlich wird der kaiserliche Sound weiterhin von dominant thrashig groovigen Riffattacken en masse dominiert, ohne Frage ist auch hier wieder jeder einzelne Song das verkiffte Instrumental Fall und die benebelten Suffballaden Abscence oder Everlasting mal ausgenommen - eine Gnackfräse vor dem Herrn, das Gesamtresultat ist aber weit abwechslungsreicher und stellt die, immer noch schnüffelbar, aber nicht mehr so penetrante SLAYER Affinität ein wenig in den Hintergrund um Raum für druckvoll staubige Elemente der ex- Bands von Spice und Ruben zu geben. Dass solch diskrete Abweichungen vom Sound des Debüt in keinster Weise auf Kosten der Effizienz und Brachialität des KAYSER Sounds gehen, beweisen von rücksichtslosen Riffattacken und dem unverwechselbar dreckigen Gesang von Spice geprägte Rübenquetscher wie das fulminante Lost In The Mud, das brachiale Born Into This oder Not DeadYet eindrucksvoll. Wer hier nicht die Nackenmuskulatur in Bewegung setzt, der ist definitiv im falschen Revier, wer diesem Kaiser nicht folgen kann ist einfach zu schwach. Diesen Leuten ist absolut nicht zu helfen.
KAYSER sind auf dem richtigen Weg ihren ganz eigenen Sound zu kreieren und klingen bereits jetzt unverwechselbar. Frame The World...Hang It On The Wall ist genau der richtige Schritt um weitere willenlose Banger an ihren dreckigen Hof zu locken und das mittlerweile zweite nahezu perfekte Album einer Band, die den Überresten ihrer eigenen musikalischen Vergangenheit schon jetzt weit voraus ist!