Dieses buch ist ungewöhnlich. Von einem Mathematiker geschrieben, ist es doch kein Buch über Mathematik. Mit vielen computererzeugten Bildern illustriert, beschäftigt es sich aber nicht nur mit Computergraphik. Teilweise schon fast vergessene Erkenntnisse der Mathematik der Jahrhundertwende in Verbindung mit modernster Computertechnik schaffen Bilder von hohem ästhetischen Reiz. Doch ist dies für Mandelbrot nur Mittel zum Zweck. In Zusammenarbeit mit Physikern, Chemikern, Biologen, Statistikern, Technikern, Astronomen, Meteorelogen, Ökonomen und Linguisten gelangte der Autor zu der Überzeugung, dass zahlreiche bislang nur unvollkommen beschriebenen Phänomenen ein einheitliches Prinzip zugrunde liegt: die Selbstähnlichkeit. Im ständigen Wechselspiel zwischen konkreten Erscheinungen, ihrer Beschreibung, der Entwicklung und Begründung von Modellen sowie math. Objekten demonstriert der Autor den breiten Nutzen dieses Prinzips bei der Analyse zahlreicher Phänomene in der Natur und Gesellschaft. Mit großer Überzeugungskraft führt er den Leser zu einer „fraktalen Sicht" auf dynamische Systeme, das Erdrelief, die Turbulenz, die Struktur des Weltalls, biologisches Wachstum, Riesenmoleküle, Preisschwankungen, Wasserstände, Rauschen in Informationskanälen und vieles andere. Fazit: Den MANDELBROT muss man haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)