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Produktinformation
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"Vor 2.000 Jahren beherrschten die glatten Oberflächen das Denken. Die euklidische Mathematik beschrieb die glatten Strukturen in der Welt. Doch hinter dieser Welt der glatten Geraden und Flächen steht eine weitere: die raue Welt. Wenn wir sie verstehen wollen, müssen wir ihre Sprache verstehen." Wie sagte Galileo Galilei? Wer die Natur verstehen will, muss ihre Sprache begreifen. Denn unsere Vorstellungskraft ist an die Theorien und Methoden gebunden, mit denen sie die Welt erfasst.
Und für grundlegende Dinge wie Wärme, Schall, Farbe und Bewegung haben wir schon lange Messmethoden und ausgefeilte Theorien. Doch eine Theorie für das Unregelmäßige, das Raue fehlte -- ob im schartigen Rand einer Metallbruchstelle, in den atmosphärischen Störungen in einem Telefonkabel oder in den unregelmäßigen Charts eines Aktienindex. Bis Mandelbrot die fraktale Geometrie begründete.
Das Raue, das Unregelmäßige war zentrales Thema seines ganzen Lebens. Stets war Mandelbrot ein Außenseiter, ein Querdenker, einer, der sein ganzes Leben lang tat, was er für richtig hielt, keiner bestimmten Wissenschaftsgemeinde anhing, sich jeder Mode widersetzte und "für Unruhe auf fast jedem Gebiet sorgte, dem er sich widmete", schreibt sein Koautor Richard L. Hudson im neuen Buch. "Statistische Physik, Kosmologie, Meteorologie, Hydrologie, Geomorphologie, Anatomie, Taxonomie, Neurologie, Linguistik, Informationstechnologie, Computergraphik und natürlich Mathematik."
Unkonventionell auch sein Ansatz: "Ich war nicht nur ein begabter Mathematiker, sondern hatte auch ein besonderes Talent, Muster in Bildern zu erkennen, die manchen anderen verborgen blieben." Der Clou: Diese Bilder inspirierten ihn zu mathematischen Lösungen. Statt mit Formeln zu jonglieren, gewann er Einsichten aus der blitzartigen Erkenntnis einer Verwandtschaft von unterschiedlichen Bildern - der merkwürdigen Ähnlichkeit zwischen Diagrammen der Einkommensverteilung und der Baumwollpreise, zwischen einer Kurve der Windenergie und einer Finanztabelle.
Zwei Welten treffen sich: Exakte Mathematik und chaotische Finanzmärkte. Ein Buch der besonderen Erkenntnis-Extraklasse!--Anja Dilk -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Aktienkurse sind keine Brownsche Bewegung, denn die Kurse sind
(1) nicht normalverteilt sondern exponentialverteilt/Paretovert.
(2) nicht stochastisch unabhängig sondern abhängig,
(3) schwankt die Standardabweichung extrem.
(4) ist die Handelzeit relativ und verläuft in Perioden hoher Standardabweichung schneller, wodurch es zur Clusterung von Werten kommt.
Mandelbrot empfiehlt zur Risikosteurung Belastungstests mit Zufallszahlen aus der fraktalen Geometrie.
Zusammenfassung: Die wenigen obigen Sätze fassen das ganze Buch von 375 Seiten zusammen, denn der Rest des Buches besteht aus nervtötendem biographischem Eigenlob des Herrn Mandelbrot, ewigen Wiederholungen, blumigen Exkursen ohne Gliederung nach Geschmack eines US-Fernsehspots. Mandelbrot hat Genie, aber der assoziative, schlampige Stil des Buches verärgerte auch andere Leser. Mehr Mathematik, Gliederung und Präzision statt Eigenlob verbessern jedes Buch.
Wer allerdings der englischen Sprache nicht unkundig ist, könnte am Original noch ein klein wenig mehr Gefallen... Lesen Sie weiter...
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