Ein Meisterwerk seiner Art. Barthes seziert den Zustand des Liebesgefühls und bringt ihn anschaulich zum Ausdruck. Anhand klassischer Werke der Literatur, gemischt mit eigenen Beobachtungen, hangelt er sich eine Gliederung der Stadien des Glücks und Schmerzes dieses Phänomens entlang. Am besten empfiehlt man ihn mit seinen eigenen Worten:
"Wie war der Himmel blau"
Der Liebeswettstreit scheint also in drei Etappen vor sich zu gehen: zu Anfang, urplötzlich, die Inbesitznahme (ich bin von einem Bild hingerissen); darauf eine Folge von Begegnungen...:das ist die Süße des Anfangs, die eigentliche Zeit der Idylle.
...die Fortsetzung ist die lange Schleifspur der Leiden, Verletzungen, Ängste, Nöte, Ressentiments, Verzweiflungen, Peinlichkeiten, und Fallen, deren Beute ich werde, wenn ich fortan unablässig unter der Drohung eines Verlustes lebe...
All diese Hochs und Tiefs werden so detailliert durchexerziert, dass man verblüfft ist über diese Exaktheit seiner Beobachtungsgabe.