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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
On top of his game ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fragile Things (Taschenbuch)
Neil Gaiman beweist mit seiner neuen Kurzgeschichtensammlung, dass er dem Hype um seine Person gerecht wird: er ist wirklich ein außergewöhlicher Schriftsteller mit überbordender Phantasie und einem beinahe untrüglichem Stilgefühl.Es fällt schwer, aus dieser Schatztruhe einzelne Glanzstücke hervorzuheben, aber ein paar, besonders gediegene Preziosen sollen trotzdem ein bisschen näher bleuchtet werden. "A Study in Emerald" ist ein postmodernes Kabinettstück in der Art von Alan Moores "League of Extraordinary Gentlemen". Gaiman lässt darin die rationale Welt Arthur Conan Doyles auf die irrational-verstörende Welt von H.P. Lovecraft treffen, mit erstaunlichen Ergebnissen. "October in the Chair" ist eine Geschichte-in-der-Geschichte (ein von Gaiman bevorzugtes Genre), die zur Meditation über Sein und Vergehen, Leben und Tod wird. "Forbidden Brides of the Faceless Slaves in the Secret House of the Night of Dread Desire" ist eine liebevolle Parodie auf die englische Gothic-Literatur und gleichzeitig eine Reflexion über Realität und Phantasie. "Bitter Ground" ist der wohl enigmatischste Text der Sammlung und hinterlässt einen verstörten, nachdenklichen Leser. "Keepsakes and Treasures" und "The Monarch of the Glen" spielen im "American Gods"-Universum. Beide Storys stehen in Gaimans Tradition des Spiels mit Mythologien. "Goliath" hingegen ist im "Matrix"-Universum angesiedelt und lässt den Wunsch aufkommen, dass doch Gaiman den 2. und 3. Teil der Matrix-Trilogie geschrieben hätte ... Geschrieben ist das alles in Gaimans typischer kühler, eleganter Prosa. Die eingestreuten Prosa-Gedichte sind nicht so mein Fall, aber wie Gaiman im Vorwohrt anmerkt, die gibt's ja eh gratis dazu, das Buch wäre ohne sie auch nicht billiger ... (Und "The Day the saucers came" schafft es, gleichzeitig witzig und melancholisch zu sein!) Fazit: Häppchenweise lesen, dann hat man mehr davon, auch wenn die Versuchung groß ist, dieses schöne, tiefe Buch in einem Rutsch zu verschlingen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Steht "Smoke and Mirrors" in nichts nach,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fragile Things (Taschenbuch)
Wem Neil Gaimans erste Kurzgeschichtensammlung "Smoke and Mirrors" gefallen hat, der kann auch bei "Fragile Things" bedenkenlos zugreifen. Auf seine einzigartige Art erzählt Gaiman von einem seltsam verzerrten viktorianischen England in dem Sherlock Holmes auf die Welt von H.P. Lovecraft trifft; von einem Phönix und wie er auf der Speisekarte eines illustren Clubs landet; was aus Susan aus "Chroniken von Narnia" geworden ist; wie man sich in einem Märchen zu verhalten hat; und vieles mehr.Wer "American Gods" gelesen hat darf sich in der letzten Geschichte ("The Monarch of the Glen") auf ein Wiedersehen mit Shadow freuen, das neben den Storys "A Study in Emerald" und dem fesselnden "October in the Chair" für mich den Höhepunkt der Sammlung darstellt. Bei den vereinzelt eingestreuten, manchmal etwas fehl am Platze wirkenden Gedichten ragt das wunderschöne "The Day the Saucers Came" heraus. Neil Gaimans enormes erzählerisches Talent und sein dunkler Humor kommen in den hier in "Fragile Things" gesammelten Geschichten erneut perfekt zur Geltung - bisweilen höchst unterhaltsam, bisweilen etwas verstörend, aber immer faszinierend. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gaimans neue fantastische Sammlung Kurzgeschichten,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fragile Things. (Review) (Taschenbuch)
Wer sich auf Neil Gaiman einlässt, sollte bereit sein, ein Stück Mystik in der wirklichen Welt zu akzeptieren, ebenso wie die Möglichkeit, dass am Ende nicht immer alle Fragen geklärt sein werden und dass jedem Leser die Interpretation der Ereignisse und Personen selbst überlassen bleibt.In dieser neuen Sammlung Kurzgeschichten geht es vor allem, ähnlich wie in Gaimans Roman "American Gods" um das Eindringen "höherer Mächte" und übernatürlicher Wesen in die nüchterne Alltagswelt. So wird scheinbar Sherlock Holmes in "A Study in Emerald" in Lovecrafts Welt der "Alten" versetzt, Gaiman berichtet von seiner eigenen, tatsächlichen Begegnung mit einem Geist in seiner Kindheit, ein Waisenjunge wird zum Handlanger eines geheimen Weltherrschers etc. Ein besonderer Bonus für "American Gods" Leser ist die angefügte Novelle "Monarch of the Glen", eine Fortsetzung des Romans, die mehr über Shadows Hintergründe und seine weiteren Erlebnisse zeigt. Sehr aufschlussreich sind wieder die persönlichen Kommentare, die Gaiman zu jeder Geschichte im Vorwort abgibt. Darunter z.B. eine Schilderung seiner Meningitis-Erkrankung, die einen dankbar zurücklässt, dass Gaimans Hausarzt die Symptome per Ferndiagnose erkannte und gerade noch rechtzeitig eingriff. Für Gaiman-Fans ein Muss. (Und so etwas sage ich wirklich selten! :)) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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