Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Frisches Buch nach 50 Jahren, 19. Februar 2007
Truman Capote (1924 - 1984) muss man nach dem preisgekrönten Film aus dem Jahre 2005 nicht mehr vorstellen. Der kurze Roman erschien 1958 und wurde nun im letzten Jahr in Zürich neu verlegt. Die berühmte Verfilmung aus dem Jahre 1961 mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle kann man getrost vergessen - das Buch strotzt vor Frische und Frechheit, auch noch nach 50 Jahren. Das muss man Capote lassen - er hat keine einzige langweilige Zeile geschrieben. Aber die Geschichte um Holly Golithly, vom Autor aus dem Rückblick erzählt, birgt mehr als flotte Action - die Suche nach Nähe und Beständigkeit, nach Selbstverwirklichung und Ehrlichkeit in einer tief korrupten und sich dauernd wandelnden Welt. Man kann die Kapriolen, die Holly mit und ohne den unerfahrenen Ratgeber und schüchternen Möchtegern-Schriftsteller, Mitbewohner und treuen Freund macht, für sich alleine geniessen. Man kann allerdings auch die Biografie von Capote mit einbeziehen und die trostlose Suche nach einem Nest (er wuchs bei seiner Grossmutter auf) an den verschiedensten Stellen durchschimmern sehen, mitunter gespiegelt in der quirligen Person von Holly Golithly.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Figur, die man nicht mehr vergisst, 21. Februar 2003
Capote hat mit Holly Golightly (mit dem bezeichnenden Zusatz: „Auf Reisen" an ihrer Tür) eine Figur geschaffen, die wir sofort auf besondere Weise lieben - so wie es die Helden in dem Buch auch tun:„Jedenfalls klingelte sie nicht mehr bei mir. Ich vermisste das, und als die Tage dahinschwanden, begann ich ihr gegenüber eine gewisse weithergeholte Gekränktheit zu empfinden, als würde ich von meinem engsten Freund vernachlässigt." Ein älterer Herr wiederum meint:„ Klar habe ich sie geliebt. Aber es war nicht so, dass ich sie anrühren wollte ... Man kann jemand lieben, ohne dass es so sein muss. Man hält sie fern von sich, fern und doch vertraut." Zu der besonderen Anziehungskraft von Holly gehört natürlich ihre Lebensweise, die bekanntlich auf die Fromel gebracht ist:„Frühstück bei Tiffany"- und inzwischen als feststehende Wendung in Popsongs auftaucht (andere nennen das beispielsweise: „Auf der Kanonenkugel reiten"). Kurz: eine Figur, die man nicht mehr vergisst.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Den Film kennt man, aber auch das Buch ist lesenswert!, 24. Juli 1999
Von Ein Kunde
Holly Golightly hat viele Seiten und jede an ihr ist sympathisch: Wir begegnen der Freiheitsliebenden, die zugleich auf der Suche ist nach jemanden, der sie in den Arm nimmt, hält und beschützt. Sie, die keinen an sich binden will, deshalb auch dem „Kater" keinen Namen gibt. „Niemand gehört einem anderen!" Wir treffen auf die naive Holly, die zum Spielball der Unterwelt wird, indem sie als Wetterbericht getarnte Nachrichten an den in Haft sitzenden, Gangsterboß weitergibt und von ihm entgegennimmt. Wir erleben das kleine Mädchen vom Lande, das Geborgenheit, Sicherheit und die große Liebe sucht. Deren Wunschtraum es ist eine Familie zu haben. Ein wenig davon bekommt sie durch den neuen Mieter, den sie sofort „Fred", nach ihrem Bruder, nennt. Bei ihm kann sie sich fallenlassen, echt sein und braucht keine Rolle zu spielen. Und vor allem ist da die entzückende Holly, der kein Mann widerstehen kann. Selbst den von ihr genervten Japaner, weil sie zu jeder Zeit bei ihm klingelt wenn sie ihren Hausschlüssel vergessen hat, kann sie immer wieder um den Finger wickeln. Und manchmal ist Holly depressiv. Dann kommt die Erkenntnis, daß sie ja eigentlich sehr allein und einsam ist und man doch endlich wissen sollte wohin man gehört.Beim Lesen entdeckt man die verschiedenen Charaktere der zauberhaften Holly und hat nur noch einen Wunsch, ihr das geben zu können, was sie sucht. Aber was ist das eigentlich? Bei Holly, die die meiste Zeit fast manisch und ein anderes Mal schwer depressiv wirkt, fragt man sich wie lange sie noch die Lebenslustige, Unermüdliche spielen kann. Wann kommt der Zusammenbruch? Wird sie einen Halt finden oder vielleicht gar im Selbstmord enden? (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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