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Frühstück bei Tiffany. SZ-Bibliothek Band 51 [Gebundene Ausgabe]

Truman Capote , Heidi Zerning
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

21. April 2007
Sie weiß, wie sie von einem reichen Verehrer fünfzig Dollar für die Toilette kriegt, ohne sich klein zu machen. Sie weiß, wie man eine gute, laute Party feiert. Und sie weiß, was hilft, sobald sie das »rote Grausen« überfällt, diese unbestimmte Angst vor der Welt: ein Abstecher zu Tiffany's. Steht sie erst vor der prächtigen Auslage des Juweliers an der Fifth Avenue, kann ihr nichts und niemand mehr etwas anhaben. Und es ist nicht immer leicht, Holly Goligthly zu sein, achtzehn Jahre alt, so charmant wie hübsch und hungrig auf alles, was noch kommen soll. »Eine liebenswerte Irre«, wie ihr Agent sagt, der sie einst auflas, als sie noch das dürre, naive Mädchen aus der Provinz namens Lullamae war, geflüchtet in die Metropole New York, das große, glitzernde Versprechen. Wer es dort schaffen will, auch das hat Holly verstanden, muss leichtfüßig durchs Leben tänzeln, darf sein Herz nicht an Dinge und Menschen hängen, seinem Kater keinen Namen geben und muss immer auf alles gefasst sein. Nur mit einem hat sie nicht gerechnet: dass sie sich ausgerechnet in einen unbekannten Schriftsteller verlieben würde, der ebenso mittellos und abhängig von fremder Gunst ist wie sie und auch noch ohne festen Platz in diesem verrückten Spiel.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 108 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1., Aufl. (21. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866155018
  • ISBN-13: 978-3866155015
  • Originaltitel: Breakfast at Tiffany's
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 192.887 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Kater ist der Schlüssel 16. Juni 2007
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt kaum eine literarische Figur, deren Kontur derart stark durch ihre filmische Umsetzung fixiert wurde wie die Gestalt von Holy Golightly in der Darstellung der feenhaften Audrey Hepburn. Es gibt aber auch nur wenige Bücher, deren Tendenz und Stimmung durch ihre Verfilmung derart verfälscht wurden wie Truman Capotes Meisterwerk "Frühstück bei Tiffany". Nichts gegen den Film, der als ein etwas seichtes Märchen für Erwachsene mit Recht seinen weltweiten Erfolg einfuhr. Aber das Buch erzählt eben eine ganz andere Geschichte. Ist Holy Golightly im Film eine kapriziöse, vollkommen asexuelle und romantische Prinzessin, die sich am Ende zur Freude des Zuschauers in ihren Nachbarn, den jungen Schriftsteller, verliebt, so erscheint sie im Buch als eine kühl kalkulierende Lebedame, die sich von ihren Liebhabern aushalten und nichts anbrennen läßt - und die durchaus weiß, dass sie von Sally Tomato und seiner Drogenorganisation als eine Art Kurier benutzt wird. Der im Film von George Sheppard gespielte smarte Schriftsteller figuriert in dem Buch nur als ein Trabant am Rande des Golightlyschen Sonnensystems, aus dessen Perspektive der Leser die Geschichte erlebt. Der fette Dandy Rusty Trawler mit seinem "Babypopogesicht", der etwas feige brasilianische Diplomat Jose Ybarra-Jaegar, die giftige Mag Wildwood, der spitzohrigen und im Grunde warmherzige O.J., der der in Hollywood vagabundierenden Holy erst einmal Stil und Manieren beibrachte - sie und andere bilden das Personal einer brillant erzählten und nur vordergründig heiteren Geschichte, die ihren Tiefgang hinter Symbolen und Andeutungen verbirgt. Was mein Vorrezensent Thomas Reuter in seiner ganz ausgezeichneten Besprechung über Stil und Erzählhaltung des Buches berichtet, kann ich nur unterschreiben.
Wie aber muss man die Hauptfigur verstehen? Mein persönlicher Schlüssel zum Verständnis von Holy Golighly - das wird die Literaturkritik verblüffen - ist Holys rotgetigerter Kater. Nicht nur, dass er wie seine Herrin aus ungeklärten und katastrophalen Verhältnissen stammt, sondern so, wie er aussieht ("wie ein furchtloser und notfalls bedenkenloser Pirat"), ist er eine Verkörperung der Goightlyschen Charakterzüge Und als Holy den armen Kater am Ende des Buches aus dem Auto wirft, da geschieht ihm das gleiche, wie es ihr gerade mit ihrem schönen brasilianischen Galan widerfahren ist. Sogar ein verstecktes Happy-end kann man an der Figur des Katers identifizieren - denn so wie es der ausgesetzte Kater wider alle Wahrscheinlichkeit doch noch schafft, wieder in einem behaglichen Heim Fuß zu fassen, so könnte es doch auch Holy gelingen, irgendwo in der Welt zur Ruhe zu kommen - und sei es nur "in einer afrikanischen Hütte". (S. 108)
Das ist aber leider nur die eine, die freundliche Variante. Capotes Leben selbst hat die tragische Alternative verwirklicht. Denn vielleicht, so mutmaßte der gute O.J. über Holy und ihresgleichen, endet die zweifelhafte Heldin des Buches auch irgendwo als Selbstmörderin mit einer Überdosis Schlaftabletten (S. 32). Wie Truman Capote selbst, der am 25. August 1984 an einer Überdosis Tabletten verstarb, und der, wenn man es von heute aus betrachtet, seiner eigenen gefährdeten Persönlichkeit in Gestalt der Holy Golightly schon in jungen Jahren ein Denkmal setzte.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die blonde Audrey Hepburn 3. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin ein großer Fan des Filmes (Breakfast at Tiffanys mit Audrey Hepburn), der meiner Meinung nach in jeder Hinsicht gelungen ist. Umso mehr war ich natürlich gespannt, die traditionellerweise bessere Literaturversion zu lesen.
Das Buch, dass im Übrigen auch noch drei weitere Kurzgeschichten beinhaltet, die allesamt recht gelungen sind, einzig die Weihnachtsgeschichte reißt in positiver Hinsicht aus, beginnt mit einem Erzähler, ähnlich dem Film, der im Buch jedoch namen- und gesichtslos bleibt, der eine Episode aus seinem Leben nachzeichnet. Er erzählt von einem wunderlichen hübschen Mädchen, dass er in seinem Wohnhaus kennenlernte und das ihm in Bälde den Kopf verdrehen sollte, ihr Name: Holly Golightly, ein zartes blondes (!) 18-jähriges Mädchen, dass sich von gutbetuchten älteren Männern für das zur Toilette gehen bezahlen lässt. Sprich eigentlich nur dank ihrem Äußeren über die Runden kommt und somit auf der Suche nach einem reichen Erben ist, der sie vor dem "Grauen" bewahren soll vor dem sie vor langer Zeit geflohen ist.
Ihre Geschichte handelt von Freiheit und Angst vor dem sesshaft werden, selbst ihre Katze nennt sie nur Kater, da sie sich kein Recht zugesteht ihn an sich zu binden. Und so lebt sie nun in den Tag hinein.
Charmant und immer witzig, wird sie von unserem Erzähler geschildert und mit der Zeit formt sich nun auch wieder das Bild von Audrey Hepburn aus dem gleichnamigen Leinwandklassiker, nur eben in Blond (Capote hatte Marilyn Monroe als Besetzung im Sinn).
Und auch das Ende ist ein Anderes, manch einem wird das etwas Aufstoßen, denn es kostet das Buch viel an Süße, doch dafür entschädigt Capote einen mit einem traumhaften Stil und einer auch in dieser Form unvergesslichen Romanfigur.
Das vielleicht kürzeste Lesevergnügen des Jahrhunderts.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Frühstück bei Tiffany? Da denkt wohl jeder automatisch an Audrey Hepburn in der Rolle der bezaubernden, etwas flatterhaften Holly Golightly aus dem gleichnamigen Film. Dessen Vorlage lieferte Truman Capotes Kurzroman. Für Holly ist das Schmuckgeschäft Tiffany der einzige Ort in New York, der ihr ein Gefühl von Sicherheit gibt. Als der namenlose Erzähler, ein junger, erfolgloser Schriftsteller, Holly begegnet, ist er sofort von ihr fasziniert: Sie ist jung, ungebunden und lebt von den Zuwendungen ihrer zahlreichen Männerbekanntschaften. Nur allmählich findet der Erzähler heraus, dass sie ein Mädchen auf der Flucht ist: vor der Ehe, der ländlichen Enge und den bürgerlichen Konventionen. Capotes spritziger Stil macht die Lektüre zum puren Vergnügen - zu einem größeren noch, als der Film bietet, der den Roman in Hollywood-Manier 'weich spülte'.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen liebevoll und modern umgestaltet
ganz tolles buch!!! der verlag hat mit dieser liebevollen neuausgabe großartige arbeit geleistet!! auch die modernere neuübersetzung lässt sich super lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sophia Stier veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker ...
Der Film mit Audrey Hepburn ist ein Klassiker und wohl vielen bekannt – so auch mir. War ich vom Film überaus amüsiert und verzaubert, so war ich sehr neugierig, was... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sandra Huber veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bezaubernd
Eine bezaubernde Geschichte in einer wunderschönen, bezaubernden Ausgabe. Es ist eine wahre Freude, so ein Büchelchen in der Hand zu halten.
Vor 3 Monaten von Lisbeth veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen soooo schön
Das Buch ist so schön traurig, schaurig und romantisch zugleich.
Letzteres jedoch weniger häufig. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Tina Müller veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch - wenn auch ganz anders als der Film
Der Film "Frühstück bei Tiffany" gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und deswegen wollte ich auch unbedingt einmal das dazugehörige Buch lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Jenny veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Schönes Buch
Frühstück bei Tiffany ist ideal bei diesem Wetter. Das Buch verschlingt man innerhalb weniger Stunden und erfreut sich jederzeit erneut daran.
Vor 5 Monaten von Anonyma veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der erste Eindruck täuscht
Der erste Eindruck erinnert an ein "Sex in the City" der 40er Jahre. Es geht um Fashion, Feiern und Sex, kommuniziert natürlich nach den Maßstäben dieser Zeit und... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Prometheus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Frühstück bei Tiffany
Der Erzähler ist von der ersten Begegnung an von seiner Nachbarin Holly fasziniert und möchte mehr über sie erfahren. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Isiera veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach schön
Dieses Buch ist einfach schön. Die Personen und die Atmosphäre kommt wunderbar rüber und fühlen sich echt an. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Christian Rodemeyer veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen weniger charmant
Nicht nur kurz in der Seitenanzahl, sondern auch sehr kurzweilig. Bei weitem nicht so charmant wie vorgestellt. Der Film ist sicherlich besser.
Vor 23 Monaten von Ivonne Wiese veröffentlicht
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