Diese "Anniversary Edition" zeigt Blake Edwards Filmklassiker erstmals unzensiert und restauriert, mit kristallklarem, sehr fein aufgelöstem Bild, hervorragender Schärfe und brillanten Farben. Kein Vergleich zu der hingeschluderten
DVD-Erstauflage aus dem Jahr 2003, welche mit einem blassen, grobkörnigen und verschmutzten Bild enttäuschte. Zudem wurde der Film auch noch verstümmelt um ihn ab 12 Jahren freigeben zu können. Ein solcher Umgang mit Filmklassikern ist wirklich eine Schande. Auch wenn die alte DVD-Version mittlerweile für unter 10 Euro angeboten wird, so ist dies angesichts der erbärmlichen Qualität immer noch zu viel. Dann sollte man lieber ein paar Euro mehr in diese "Anniversary Edition" investieren, welche ihr Geld allemal wert ist. Allerdings muss man sagen dass der Hersteller mal wieder auf ein Remastern der deutschen Tonspur verzichtet hat. Während der englische Ton in einem vollen und dynamischen DD5.1 Upmix erstrahlt, klingt der deutsche Ton dünn und etwas verrauscht. Der Filmliebhaber wird sich die DVD aber wohl sowieso im Originalton ansehen, da durch die Synchronisation bekanntermaßen ein Großteil der Atmosphäre flöten geht.
"Frühstück bei Tiffany" ist einer der letzten großen Filme aus Hollywoods goldener Ära die Anfang der 60er Jahre zu Ende ging. Jener fast magischen Epoche, in der sich einzigartige Stars und brillante Regisseure zusammenfanden, um ein bis heute unerreichtes Kino zu produzieren. Besonders jetzt, in einer Zeit ohne Stars, in der Hollywood eigentlich nur noch für albernes und pubertäres Kinder-Kino steht, wirkt ein Film wie "Frühstück bei Tiffany" fast wie ein Wunderwerk. Und das obwohl Blake Edwards im "Making Of" zugibt, das er George Peppard eigentlich für eine Fehlbesetzung hält. Dafür versprüht Audrey Hepburn wieder ihren unvergleichlichen Zauber, der schon
Roman Holiday und Billy Wilders Meisterwerk
Sabrina sozusagen zum Ideal des Hollywood-Traumkinos machte.