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Buchnotiz zu : Die Zeit, 01.10.2003
Ein zeitloses Thema habe Frank Wedekind in seinem Erstlingswerk gewählt, findet Volker Ullrich: die Pubertät. Das um die Jahrhundertwende entstandene Schauspiel klage schonungslos die Folgen von tabubeladenem Umgang mit Sexualität und dem unfreien Aufwachsen in den "Dressuranstalten" der repressiven wilhelminischen Zeit an. Es sterben zwei verzweifelte Jugendliche - die eine an den Folgen einer Abtreibung, der andere begeht Selbstmord, weil er sitzen geblieben ist. Wedekind lässt laut Ullrich keinen Zweifel aufkommen, dass dies als scharfe Anklage gegen die Repressionen jener Zeit zu lesen sei. Die von Wedekind eingeführten Gegenentwürfe in Form einer jungen Muse und einem "vermummten Herrn" seien dann auch das einzig menschliche an dieser von Zwängen und Prüderie verbohrten Gesellschaft, so der Ullrich fasziniert. Eine schonungslose Enthüllung dieser teilweise in "grotesker Überzeichnung" dargestellten, "verknöcherten" Erwachsenenwelt werde hier eindrucksvoll beschrieben, resümiert Ullrich begeistert. Unbedingt lesenswert und wärmstens empfohlen also für die Zeit-Schülerbibliothek.
© Perlentaucher Medien GmbH
Ein zeitloses Thema habe Frank Wedekind in seinem Erstlingswerk gewählt, findet Volker Ullrich: die Pubertät. Das um die Jahrhundertwende entstandene Schauspiel klage schonungslos die Folgen von tabubeladenem Umgang mit Sexualität und dem unfreien Aufwachsen in den "Dressuranstalten" der repressiven wilhelminischen Zeit an. Es sterben zwei verzweifelte Jugendliche - die eine an den Folgen einer Abtreibung, der andere begeht Selbstmord, weil er sitzen geblieben ist. Wedekind lässt laut Ullrich keinen Zweifel aufkommen, dass dies als scharfe Anklage gegen die Repressionen jener Zeit zu lesen sei. Die von Wedekind eingeführten Gegenentwürfe in Form einer jungen Muse und einem "vermummten Herrn" seien dann auch das einzig menschliche an dieser von Zwängen und Prüderie verbohrten Gesellschaft, so der Ullrich fasziniert. Eine schonungslose Enthüllung dieser teilweise in "grotesker Überzeichnung" dargestellten, "verknöcherten" Erwachsenenwelt werde hier eindrucksvoll beschrieben, resümiert Ullrich begeistert. Unbedingt lesenswert und wärmstens empfohlen also für die Zeit-Schülerbibliothek.
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Pressestimmen
"Endlich, endlich, endlich! Kein verzweifeltes Hin- und Herpauken mehr vor der Deutsch-Klausur, keine Ohnmachtsanfälle mehr, weil man die eigene Schrift im Schulheft nicht mehr entzfiffern kann, den Lehrer nicht verstanden hat oder - Spaß muss sein - die Hälfte des Unterrichts in der Schul-Cafeteria abgehangen hat. Reclam macht´s möglich, deutlich entspannter zu lernen: 'Lektüreschlüssel für Schüler' heißt die neue Reihe des Verlages, in der Klassiker der deutschen Literatur genau so aufgearbeitet werden, wie man´s braucht für eine Prüfung. (...) Der Lektüreschlüssel ist fast zu gut, um ihn den Schülern zu überlassen. Da dürften auch Lehrer zugreifen. Clever!" -- Generalanzeiger


