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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
56 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zahnheilkunde,
Von
Rezension bezieht sich auf: Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick (Gebundene Ausgabe)
Die Beobachtung der Autoren ist stimmig, spätestens in der zweiten Lebenshälfte neigen Menschen dazu, die Vergangenheit in warmen Farben zu betrachten und die Gegenwart mit kritischen Augen. Doch bei aller versuchten Verklärung von "Früher", benötigen die Autoren nur ein Wort, um diesen verklärten Blick gründlich zu entzaubern, "Zahnheilkunde".Wer will wirklich noch einem Zahnarzt beim Betätigen seines Tretbohrers vom Folterstuhl her zuschauen müssen und wissen, dass dieser sich langsam drehende Bohrer mitsamt der mageren Betäubung gleich für erhebliches Unbill im Mund sorgen wird? Früher war alles nicht besser, soweit geht es somit nicht, es war einfach anders und, für die entsprechende Generation, prägend und kann mit einer gehörigen Portion Ironie, aber auch Nostalgie nun ohne weiteres von den vier Journalisten in Form eines kleinen Lexikons von A bis Z einer höchst vergnüglichen Betrachtung zugeführt werden. Von A wie Adenauer bis Z wie Zigarettenspitze reicht der Reigen des Blickes in die Vergangenheit. Der Wohlstandsbauch wird ebenso einer zuspitzenden (oder wörtlich umfangreichen) Betrachtung zugeführt, wie wir Perlon Strümpfen, Käseigeln und der Raumpatrouille Orion in auf den Punkt gebrachter Weise wieder begegnen. Dass Bonanza aufgrund seiner Brutalität 1962 von der ARD nicht mehr gesendet wurde und ein nackter Busen zu Zeiten durch schwarze Balken abgedeckt werden musste ist umgehend wieder der Erinnerung präsent, folgt man den mal kurzen, mal breiteren Einlassungen und oft humorvoll zuspitzenden Betrachtungen der Autoren. Autofreie Sonntage, Gammler, Muckefuck, Margarine, Petticoat, das Lebend er 50er, 60er und 70er Jahr (im Schwerpunkt) tauch in bunten Farben wieder auf und bietet Grund für Vergleiche, Nostalgie, Erinnerung, aber auch Freude über viele Fortschritte bis zur Gegenwart hin. Gut, dass der Club of Rome letztlich nie Recht hatte mit seinen Untergangsprophezeiungen und entspannend, die statistischen Betrachtungen vor Augen zu haben, dass heut zu Tage tatsächlich vieles besser ist, als es damals war. Alle vier Journalisten verstehen ihr Handwerk des Schreibens (eine Wohltat in Stil und Ausdruckskraft) und setzen je persönlich stilistisch nuanciert ihre Beobachtungen mit Ironie und Sprachwitz in den Raum, ohne dabei in allzu simple Strukturen abzufallen (erfreulich). Mit Humor, sprachlicher Qualität und einer auf den Punkt bringenden Klarheit der Beobachtung und Erinnerung bietet das Buch eine nicht nur unterhaltsame, sondern auch informative und, in Teilen, nostalgische Reise in die Vergangenheit der Republik und damit auch in die persönliche Erlebniswelt der über 40jährigen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein gutes Geschenk für Eltern und Schwiegereltern,
Von
Rezension bezieht sich auf: Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick (Gebundene Ausgabe)
Ich selber gehöre noch nicht der Generation an, von der in dem Buch gesprochen wird. Aber da man von seinen Eltern und ich besonders von meiner Schwiegermutter höre, wie doch alles früher war, muste ich mir dieses Buch bestellen. Es ist sehr gut geschrieben, zieht viele Sachen, die anscheinend besser waren oft durch den Dreck, behält dabei aber immer die Objektivität.Den einzigen Mangel, den ich sehe ist, dass es zu schnell durchgelesen war. Naja, dann reich ich es gleich an die Eltern weiter. ;) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Damals,
Von
Rezension bezieht sich auf: Früher war alles besser: Ein rücksichtsloser Rückblick (Gebundene Ausgabe)
Maxeiner und Miersch sind Journalisten, die etwas zu sagen haben, die mutig sind, aber nicht dumm-unverschämt, die es wagen, gegen den Stachel zu löcken - aber das heißt ja richtig "nicht dem Mainstream folgen" - also alles in allem immer Grund zu lesen, was von ihnen auf den Markt kommt. Wenn sich dann noch der freche, aufsässige Broder dazugesellt, dann ist Lesespaß zu erwarten. Und das ist ihnen - und J. Joffe - rundherum gelungen. Schlichte Beschreibungen abgelaufener Begriffe: das kann richtig lustig sein, bringt einen aber auch wieder zurück in vergangene Zeiten. Mehr als ein Mal hält man inne - besinnt sich - und stellt fest, daß man diesem oder jenem gläubig zugestimmt hat: aber außer 'Glauben gleich Nichtwissen' war da nichts. Hilfreich bei der Beurteilung heutiger Glaubenssätze ist das immerhin. Also ein unterhaltsames Buch, ein Buch zur Besinnung, ohne schwermütig zu werden und ein wunderbares Kaffeegeschenkbuch, sozusagen statt Blumen. Es passt in jede Gesellschaft - in manche natürlich ein bißchen zum Ärgern, aber zugegeben: das macht ja auch Spaß!Brigitte Babbe Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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