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Früh am Morgen beginnt die Nacht: Welttag des Buches Taschenbuch – 1. März 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1008 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548603777
  • ISBN-13: 978-3548603773
  • Originaltitel: I know this much is true
  • Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 4,3 x 18,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 639.674 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Stellen Sie sich vor, Sie wären ein 40-jähriger, grausam gepeinigter und emotional unnahbarer Anstreicher, dessen eineiiger Zwilling paranoid-schizophren ist und an öffentliche Selbstverstümmelung glaubt. Sie wären entweder Gast in der "Jerry Springer Show" -- oder Dominick Birdsey, der Antiheld, Erzähler und Anziehungspunkt für schlechte Schwingungen von Früh am Morgen beginnt die Nacht. Irgendwo in den Nischen dieses 912-seitigen, dicken Wälzers lauert die ehrliche, bewegende Geschichte von der Suche, der Verleugnung und der Selbstakzeptanz eines Mannes. Dies ist keine einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, daß die Erziehungsmethoden seines Großvaters von der SS zu stammen schienen und seine Großmutter möglicherweise eine jugendliche Mörderin war, sein Stiefvater ein latenter Sadist ist und sein Bruder Thomas ein politisch-motivierter Psychopath. Dominick ist nicht der Typ, der mit der Tradition brechen würde, und so setzt er dieses gestörte Vermächtnis u.a. mit Vergewaltigung, einer gescheiterten Ehe, einem Nervenzusammenbruch, plötzlichem Kindstod, einem Autounfall und einer rassistischen Verschwörung gegen einen Kollegen fort -- um nur ein paar aufzuzählen.

Lambs Buch ist ein ziemlicher Sprung im Vergleich zu seinem von Oprah Winfrey gesegneten Bestseller She's Come Undone -- es wandert außerhalb der Grenzen des streng definierten Wartesaalromans und durchläuft einen detaillierten, ordentlich katalogisierten Bericht über jegliche Art der Familientravestie und des persönlichen Versagens, die ein Mensch ertragen kann. In seinem Kern liegt Freuds "Rückkehr des Verdrängten": Je mehr wir versuchen, das, was wir sind, zu verleugnen, desto mehr werden wir zu dem, was wir fürchten. Lamb überträgt Freuds psychologische Abstraktion auf das Alltagsleben und füllt seinen Roman mit zärtlichen, glaubwürdigen Dialogen und nachdenklicher Beobachtung. --Rebekah Warren -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Dramatische Spannung, wahnsinniger Galgenhumor und stets neue überraschende Wendungen ... fügen sich zu einer glänzend geschriebenen und triumphal gelösten Geschichte über Leiden und Erlösung.« Publishers Weekly -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Marlene Schmitt am 28. August 2007
Format: Taschenbuch
Ganz schön dick das Buch...aber es hat sich letztendlich gelohnt, durchzuhalten. Zugegeben, die erste Hälfte war anstrengend, denn obwohl die Geschichte teilweise spannend geschrieben ist, hat sie doch starke Längen. (Eine Inhaltswiedergabe schenke ich mir, darüber wurde ja schon ausführlich geschrieben). Der Autor hätte sich eine Menge Seiten sparen können und im Nachhinein denke ich, es wäre gar nicht aufgefallen, wenn ich ein paar Seiten einfach übersprungen hätte. Alles wird mehrfach wiederholt, was das Lesen etwas zäh macht. Ab der Mitte des Buches konnte ich es dann allerdings nicht mehr aus der Hand legen. Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin, die die Geschichte um den Großvater überflüssig fand, hat mir dieser Teil besonders gut gefallen. Denn hier kommt man ins Grübeln, wie die Familiengeschichte im Zusammenhang zu sehen ist und wer denn nun jetzt der Vater des Protagonisten sein könnte. Die Antwort hierauf erhält der aufmerksame Leser übrigens schon relativ früh in einem Nebensatz...dumm -oder gut-, wenn man ausgerechnet diese Seite übersprungen hat...
Das Ende war mir dann schließlich etwas zu amerikanisch-schnulzig...Wer Hollywood-Schnulzen kennt, kann den Inhalt der letzten 30 Seiten vorhersagen...
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Katjaner am 23. Februar 2004
Format: Taschenbuch
Toll, dass es mal einen lesenwertes Buch gibt, in dessen Handlung keine Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern ein so kompliziertes Problem wie Schizophrenie und eine solch komplexe Beziehung zwischen zwei Männern und ihrer Familie. Ein wunderbarer Roman, der etwas schwach anfängt, sich dann jedoch von Seite zu Seite steigert, bis man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. In authentischer Sprache geschrieben, vermittelt das Buch dem Leser psychologische Feinheiten sowie das Gefühl "mittendrin" zu sein. Die Handlung ist sehr gut durchdacht, alle angefangenen Fäden werden auch "zu Ende gesponnen". Also: Lesen! (Und nicht von der Länge des Buches abschrecken lassen!!)
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "marionbaumann2" am 3. Juli 2003
Format: Gebundene Ausgabe
Ein erstklassiges Buch, welches ich mittlerweile mehmals gelesen habe und mich immer wieder auf`s neue fesselt. Wally Lamb hat nicht nur gut recherchiert in Bezug auf die (oft fehlerhafte) Behandlung psychich Erkrankter. Das in Ich-Form geschriebene Buch beleuchtet alle Facetten des Betroffenen Thomas, insbesondere die Verstrickungen innerhalb des Familienclans. Ein sehr tief gehendes Buch in die emotionale Welt des "gesunden" Zwillings Dominick. Besonders eindrucksvoll sind für mich die Kapitel, in denen der "gesunde" Teil des Zwillingspaares in die Therapie gerät, im Glauben über seinen Bruder zu reden und doch im Grunde über sich selbst und seine tiefsten Verletzungen stolpert. Sein Kampf um Thomas ist auch ein Kampf mit sich selbst und seiner eigenen Tragödie.Ein Buch, das man immer wieder lesen kann!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 23. November 1999
Format: Gebundene Ausgabe
Wally Lamb schreibt die Lebensgeschichte von zwei verschiedenen Menschen, die unweigerlich durch die Familienbande miteinander verbunden sind. Dominic und sein selbstgefälliger Großvater sind sich ähnlicher, als es dem Enkel lieb ist. Versucht man am Anfang noch Erklärungen aus der Kindheit für die Krankheit des Bruders Thomas zu finden, erkennt man doch schnell, daß eigentlich nicht der kranke Zwilling therapiert wird, sondern der gesunde. Durch die Lebensgeschichte seines Großvaters bekommt Dominic einen Spiegel vor die Nase gehalten und erhält die Chance, sein Leben neu zu ordnen. Leider ist der Schluß sehr klischeehaft überladen. Teilweise kam ich mir wie in der Lindenstraße vor: Vergewaltigungen, Hexerei, Aids, Schizophrenie, Amputation, Adoption, Kindstot, Versöhnung, etc. Daher auch nur 4 Sterne: es hat viel von dem guten Buch genommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stransky, Michaela am 21. November 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Tja, wie fange ich an mit meiner Rezension'. Wohl am Besten mit dem Wesentlichen: Mich hat dieses Buch restlos begeistert!! Wally Lamb erzählt eine sehr bewegende Geschichte über Familie, Schiksal, Kraft und Verzweifelung.

Als ich das Buch zur Hand genommen habe (ich habe es für 1,00 € bei einem Trödelmarkt erstanden), war ich ob seines Gewichts und Dicke etwas zögerlich. Aber der Klappentext klang schon mal sehr vielversprechend, der Preis stimmte auch ', also habe ich das Buch mitgenommen ' und wurde nicht enttäuscht.

Der Protagonist Dominick ist Anfang 40 und hat einen Zwillingsbruder. Dieser ist schizophren und glaubt, um den Golfkrieg verhindern zu können (die Gegenwart spielt Anfang der 90er Jahre), muss er sich den Unterarm abschneiden. Dieses Erlebnis führt dazu, dass Dominick sich sein bisheriges Leben ansieht, während er gleichzeitig jedoch versuchen muss, sich um seine eigenen 'Baustellen' und die seines Bruders und Stiefvaters zu kümmern. Mit Hilfe einer Psychologin sieht sich Dominick auch den Werdegang seiner Familie an und kommt so zu Antworten, die ihm bisher verborgen blieben.

Je näher ich zum Ende des Buches kam, desto bedauerlicher fand ich dies, Thomas war mir persönlich sehr vertraut geworden und es war nicht schwer für mich, Anteil an seinem Leben zu nehmen. Eigentlich ein 'ganz normales' Leben, welches Dominick führt, und doch haben die Umstände dazu geführt, dass er irgendwann vor vielen Fragezeichen steht und zu zweifeln beginnt, ob alles einen Sinn macht/gemacht hat, und wenn ja, welchen.

Ein großartiges Buch, ich kann es uneingeschränkt empfehlen für Alle, die verstehen wollen, was Schizophrenie mit den Erkrankten und ihren Angehörigen macht und auch für Alle, die wissen wollen, wie die Generationen vor uns unser Leben beeinflussen können.
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