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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brachte Steinbeck den Literaturnobelpreis ein!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns: Roman (Taschenbuch)
Es ist absolut nicht nachzuvollziehen, daß dieser große Roman bisher bei Amazon.de noch von keinem Leser besprochen worden ist. Umso lieber ergreife ich hiermit die Gelegenheit, dieses Versäumnis nachzuholen.Eins steht fest: Wer den besten amerikanischen Roman aus diesem Jahrhundert lesen will, der trifft mit Früchte des Zorns eine unfehlbare Wahl! Steinbeck's großes Epos aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre erzählt die Geschichte von Tom Joad und seiner Familie. Als arme Landpächter werden sie, wie Zehntausende von Leidensgenossen auch, in der Folge der von Wirtschaftskrise und Dust Bowl von ihren Parzellen vertrieben. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb des Mittleren Westens, wie er seit Generationen bestand, ist nicht mehr rentabel, und die landbesitzenden Banken betreiben den Trend zur großflächigen Bewirtschaftung mit Maschinen. Für den kleinen Mann ist kein Platz mehr. Tausende Familien laden Sack und Pack, Kind und Kegel auf einen alten Laster und machen sich auf gen Westen, entlang der Route 66, mit dem Ziel Kalifornien. Dort erhoffen sie sich das Paradies inmitten von Obstplantagen, wo man nur die Hand ausstrecken muß, um Weintrauben und Pfirsiche zu pflücken. Man wünscht sich ein kleines Stück Land, um mit der eigenen Hände Arbeit einen bescheidenen Wohlstand aufbauen und am allgemeinen Überfluß teilnehmen zu können. - Die Hoffnungen jedoch erweisen sich als trügerisch. Auf dem Weg aus dem Mittleren Westen sammeln sich die Flüchtigen Abend für Abend am Straßenrand und tauschen ihre Ängste und Hoffnungen aus. Es gibt in Kalifornien viel zuwenig Arbeit, und die Einheimischen wachen eifersüchtig über ihren Besitz, besonders über das Land. Unvorstellbares Elend erwartet die Menschen am Ziel ihrer Reise, in Kalifornien. Doch es gibt kein Zurück. John Steinbeck hat mit diesem Roman, der mit dem jungen Henry Fonda verfilmt wurde, einen Skandal ausgelöst. Ungeschminkt schildert er das Elend der Vertriebenen, das damals in den meisten Teilen der USA totgeschwiegen wurde. Sein Zeugnis vom Leidensweg einer Familie ist bewegend und empörend zugleich. Es zeigt, wozu Menschen fähig sind, im Guten wie auch im Schlechten. Ein anrührender Appell an die Menschlichkeit. Früchte des Zorns ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich habe es mehr als zehn Mal gelesen. Ich kann jedem nur dringend raten, dies wenigstens einmal zu tun! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Über Bruce Springsteen zu John Steinbeck,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns: Roman (Taschenbuch)
Ich bin durch Bruce Springsteens CD "The ghost of Tom Joad" (übrigens ein heißer Tip für Musikliebhaber) zu John Steinbecks Roman "Früchte des Zorns" gekommen. Das zunächst "auf gut Glück" bestellte Buch stellte sich bereits nach den ersten Seiten als ein absoluter Volltreffer heraus. Selten hat mich ein Buch so fasziniert, die Handlung so mitgerissen und das Schicksal der Charaktere, derer es in diesem Buch viele gibt, auch nach Schließen des Buches noch so beschäftigt. Jeder Leser, der in der jüngsten Vergangenheit Fernsehbilder von Flüchtlings-Camps gesehen hat, dürfte rasch erkennen, daß es auch heute noch viele "Joads" (so der Familienname der Protagonisten) gibt. Dieses Buch und das darin beschriebene Schicksal der verarmten Farmer ("Okies", wie sie im gelobten Land genannt werden) auf der verzweifelten Suche nach Arbeit, Essen und etwas Menschlichkeit war für mich ein Anreiz, den bei meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften hochgelobten reinen Profit-Gedanken, kritisch zu hinterfragen. Ich kann dieses Buch allen Kunden von amazon.de nur wärmstens empfehlen und wünsche viele interessante Stunden beim Lesen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Wer nie sein Brot mit Tränen aß",
Rezension bezieht sich auf: Früchte des Zorns: Roman (Taschenbuch)
Über dieses Buch eine Kritik zu schreiben gestaltet sich äußerst schwierig. Der überaus ernste Grundton und eine Fülle von tiefgreifenden Themen, die der Autor anfaßt, schaffen Untergangsstimmung mit wenigen Lichtblicken. Die Vertreibung der Familie Joad aus Oklahoma und ihr Weg ins gelobte Land Kalifornien bilden den Haupterzählstrang, eine Suche nach Hoffnung in Zeiten der Hoffnungslosigkeit. Durch die zunehmende Industrialisierung (Maschinen, Menschen und deren Konflikte) zur Landflucht gezwungen, erleben sie Phasen bitterster Armut. Das Buch bietet eine Fülle an Diskussionsstoff, der neben Flüchtlingsschicksalen, Vertreibung durch Kapitalismus bis zu Eigentum und Besitzstandswahrung reicht.Beeindruckend ist die Rolle der Mutter der Joads, die den Kampf um den Zusammenhalt der Familie als soziales Netzwerk selbst in ausweglosesten Situationen nicht aufgibt und doch teilweise hilflos mit ansehen muß, wie der Kreis um sie entweder durch tragische Umstände, Schicksalsschläge oder Abwendung kleiner wird. Auch der Charakter des Sohnes Tom Joad tritt im Laufe des Buches zunehmend stärker in Erscheinung. Er ist einerseits kein typischer Held und andererseits doch die hoffnungsvolle Stütze der Familie. Trotzdem kann auch er letztlich der Ironie seines Schicksals nicht entkommen. Auch hier schließt sich der Kreis. Was bleibt ist nur ein bitterer Nachgeschmack. Es bleiben auf alle Fälle Denkanstöße über Wohlstand und seine Relationen. Das Buch ist zweifellos ein Meisterwerk und sollte deshalb auch in keiner literarisch hochwertigen Bibliothek fehlen. Trotzdem, ein Buch zum Lesen und daran erfreuen ist es nicht; im Gegenteil, es handelt sich um schwerst verdauliche Kost. Nichtsdestotrotz gehört es als Standardwerk dieser Epoche zur Allgemeinbildung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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