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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
mal etwas ganz anderes,
Von Kate "katie1983" (Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Broschiert)
Eigentlich hatte ich ja nicht vor, mir das Buch jemals zuzulegen, da ich in meinem Bekanntenkreis nur Schlechtes darüber gehört hatte. Doch nachdem ich den Film gesehen hatte stand mein Entschluss fest: Du möchtest unbedingt mehr über Smilla wissen. Also nichts wie ins Internet und ab mit der Bestellung. Gottseidank wurde ich dann auch nicht enttäuscht. Ich hatte mich sofort in das Buch verliebt, in die detailreiche Zeichnung der Charaktere und der Umgebung (selbst wenn ich zugeben musste, dass ich mir manches nur schwer vorstellen konnte), in Hoegs wundervolle Sprache (die manchmal sehr kompliziert sein kann), und in das außergewöhnliche Geschehen selbst. Jeder Seite des Buches merkt man an, dass Hoeg sich umfassend über Grönland, Naturwissenschaften, Schiffe und vieles mehr informiert hat, anders kann man die seitenlangen exakten Beschreibungen wohl kaum erklären. Natürlich ist das Buch nicht perfekt (aber was will man schon mit einem perfekten Buch), denn die Auflösung des Falles scheint an manchen Stellen schon unstimmig. Dennoch habe ich selten ein so gutes Buch gelesen und zwei Dinge habe ich beim Lesen festgestellt.1. Man muß sich viel Zeit für das Buch nehmen um ihm gerecht zu werden 2. Der Film ist zwar gut, vernachlässigt aber eine wichige Rolle und ihren Konflikt ziemlich stark, nämlich die des Mechanikers Also, jedem der das Buch lesen will, empfehle ich, etwas Geduld und Neugier mitzubringen, sonst könnte man es zunächst für langweilig halten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Im Schnee stecken geblieben...,
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Smillas Gespür für Schnee. SZ-Bibliothek Band 47 (Gebundene Ausgabe)
Viele Jahre lang bin ich am Bücherregal meiner Eltern entlanggegangen und Fräulein Smilla sprang mir des öfteren ins Auge(zweite Reihe von oben viertes Buch links). Nur konnte ich mich nie dazu durchringen es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Bis mir nun der Lesestoff ausging und ich es notgedrungen mit nach Hause nahm. Ich muss sagen, ich habe es bereut'
Der Autor hat zweifellos schriftstellerisches Talent und sprachtechnisches Können. Er spannt einen unglaublich komplexen Handlungsbogen, der mit dem Tod eines kleinen Jungen in Dänemark beginnt und in der eisigen Kälte Grönlands endet. Dazwischen führt er den Leser auf eine Reise, auf die ich ihm, ehrlich gesagt, nicht immer voller Begeisterung folgen mochte. Smilla ist eine faszinierende und schillernde Persönlichkeit, die zu Beginn erfrischend zynisch und sarkastisch daherkommt, aber nach und nach doch leicht psychopathische Züge annimmt. Sie ist keine Figur, zur der man leicht eine Beziehung aufbaut und ihr Handeln ist nicht immer nachvollziehbar. Das macht es schwer, den Funken überspringen zu lassen. Überhaupt haben die ganzen Personen in dem Buch etwas scherenschnittartiges und plakatives. Handlungsbögen tauchen plötzlich auf und verlaufen im Sand, was ich mehr als ärgerlich fand. Was wollte Hoeg damit bezwecken, falsche Fährten legen? Wenn ja, dann ist das schwerlich geglückt' Und ja, man merkt auch, dass der Autor seine Hausaufgaben gemacht hat. Aber seitenlange Recherchearbeit über den Aufbau eines Schiffes interessieren den Laien nun denkbar wenig und sorgen nicht gerade für zusätzlichen Spannungsaufbau. Sehr gut gelungen fand ich allerdings die Darstellung des ambivalenten Verhältnisses der Länder Dänemark und Grönland und die Passagen über das Leben der Inuit. Diese Erläuterungen fand ich zumeist spannender als das Handlungsgeschehen selbst. Allgemein ist für meinen Geschmack das Buch zu wissenschaftlich um wirklich Spannung zu erzeugen. Obendrein die unpersönlichen Figuren und raus kommt nur eine mäßige Neugier auf den Ausgang der Geschichte' Aber was letztendlich dem ganzen die Krone aufsetzt, ist dieses unglaubwürdige Ende! Himmel hilf, und deswegen haben wir uns nun über 500 Seiten gequält? Ich habe mich schon gefragt, was es in Grönland so wichtiges geben kann, um dafür zu morden. Nun, jetzt weiß ich es, danke für die gestohlene Zeit. Das Ende hätte einem mäßigen Hollywoodthriller entsprungen sein können. Dazu kommen zu viele ungeklärte Fragen, mit denen der Autor den Leser im Regen stehen, oder in diesem Fall, im Schnee stecken lässt. Deswegen leider nur zwei von 5 Sternen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Begeisternder Krimi in dänisch-grönländischer Umgebung,
Von Dr. Matthias Korner "brundisium" (Ratingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Smillas Gespür für Schnee (Broschiert)
Peter Hoegs Roman hat mir viele kurzweilige Lesestunden voller Spannung beschert. Besonders die mit sehr viel Wissen angereicherten Passagen über Eis und Schnee in seinen unterschiedlichen Formen sind begeisternd. Der Autor läßt einem dadurch den Kleinkontinent Grönland an das Herz wachsen, den die Dänen immer als natürliches Kolonialgebiet betrachtet haben. Der sprachlich interessierte Leser wird sich auch über die zahlreich eingestreuten Ausdrücke in der Originalsprache der Inuit, der Eskimos, freuen. So heißt die grönländische Hauptstadt eben nicht zwingend Godhab, sondern richtigerweise Nuuk. Kurzum viel Erhellendes über das Verhältnis Dänemarks zu Grönland verbindet sich mit einer spannenden Handlung rund um einen kleinen Eskimojungen, der eines Tages tot auf dem Boden vor einem mehrstöckigen Haus in Kopenhagen aufgefunden wird. Seine Freundin Smilla, eine herbe Schönheit, halb Dänin halb Grönländerin, ist schockiert. Sie läßt nichts unversucht, Umstände und Gründe seines Todes aufzuklären. Dabei kommt sie tragischen Vorkommnissen während der einige Zeit zurückliegenden Grönlandexpedition auf die Spur.
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