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Fräulein Schnitzler
 
 
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Fräulein Schnitzler [Gebundene Ausgabe]

Gabriele Weingartner
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (10. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852184991
  • ISBN-13: 978-3852184999
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Gabriele Weingartner durchleuchtet gekonnt die weibliche Psyche während der letzten panischen Lebenstage. Dazu erfindet sie Seelenmonologe der Verzweiflung, in denen die ganze komplizierte Existenz der jungen Lili aufgerollt wird ... NZZ, Franz Haas Riskant war auf andere Art auch Gabriele Weingartners Unterfangen, Arthur Schnitzlers Tochter Lili, die sich mit neunzehn Jahren in Venedig das Leben nahm, einen Roman zu widmen: Ein Gewirr von Klischee-Fallstricken tut sich da auf. Die Autorin ist jedoch nicht gestrauchelt, sie gibt dem "Fräulein Schnitzler" seine ganz eigene Stimme ... Lilis Irrwege durch die schäbigsten Winkel der Stadt, auf der Suche nach einer Engelmacherin, endet am 26. Juli 1928, halb versehentlich, mit ihrem Tod. Wie in einem Stück von Schnitzler. LITERATUREN, Daniela Strigl … ein Frauenroman, eine ergreifende Biografie, ein Venedigroman – und das Ergebnis eines modernen Melodrams. NDR Matinée Ein schillerndes Gesellschaftsporträt am Vorabend des aufkommenden Faschismus. Münchner Merkur Gabriele Weingartner ist ein besonders kunstvoller Roman gelungen ... sie hat schon manch heiklen Stoff bewältigt, und wieder gelingt ihr ein Kunststück: Das Ende ist sonnenklar und unausweichlich, die Sprache flackert und fiebert wie die Geschichte, und doch bleibt alles in wunderbarer Balance. "Fräulein Schnitzler" ist ein Frauenroman, eine ergreifende Biografie, ein Venedigroman - und das Ereignis eines modernen Melodrams. NDR Neue Bücher, Gabriele Jaskulla Gabriele Weingartner erzählt diese anrührende Geschichte psychologisch genau, sprachlich sensibel und mit einer Glaubwürdigkeit, die dem Fräulein Schnitzler im Nachhinein beinahe ein wirkliches Leben verleiht. Stuttgarter Zeitung, Irene Ferchl Am dichtesten geraten denn auch jene Passagen, in denen wir die junge Frau einsam und verstört durch das heiße Venedig irren sehen - auf dem fiktiven Weg zur Engelmacherin. Hier emanzipiert sich die literarische Figur von ihrem historischen Vorbild. Die Presse, Evelyne Polt-Heinzl ... ein psychologisch glaubwürdiges Porträt... Gabriele Weingartner hat alles mit leichter Hand und hoher Perfektion zu Papier gebracht, mit eleganten Übergängen un vielen Einfällen ... Die Rheinpfalz, Michael Buselmeier "Fräulein Schnitzler" besticht durch die feine, oft blumige Sprache der Autorin, die vielen Rückblicke geben einen wunderbaren Einblick in das Innenleben einer berühmten Familie. APA, Sonja Harter ... ein überzeugendes Porträt ... AP Associated Press, Anke Breitmaier Der Roman entwirft das stimmige und faszinierende Persönlichkeitsbild einer labilen jungen Frau, die unfähig war, erwachsen zu werden. Und er besticht durch die Nähe und intensive Atmosphäre, die er von den ersten Zeilen an aufbaut und nie verliert, bis zu der grotesken Schlusspointe. Gabriele Weingartner differenziert und sensibel die hohe Kunst des Erzählens - und verschafft ihren Lesern so doppelten Genuss. Allgemeine Zeitung, Rotraut Hock ... ein psychologisches Trauerspiel, in dem das Selbstzerstörerische, die psychische Tiefenauslotung der Novelle von Schnitzler ebenbürtig ist. literaturkritik.de, Dorothea Gilde Doch die sich geradezu aufdrängende Analogie führt sie immer wieder auf den schmalen Grat zwischen vordergründiger Fiktionalisierung einer wahren Biographie und nüchterner Darstellung der Ereignisse. Diese Gratwanderung gelingt Gabriele Weingartner meisterlich, und die fast tragisch zu nennende Ähnlichkeit zwischen Fiktion und Leben wird greifbar, ohne jemals in platten Symbolismus abzugleiten. Neben Lilis Schicksal mit seiner "Else-Analogie" schildert die Autorin eindrucksvoll die Atmosphäre der ausgehenden zwanziger Jahre mit dem aufkommenden Faschismus und seinen mehr oder minder schleichend zu Tage tretendem Unterdrückungsmechanismen ... Die zeitliche Beschränkung der Handlung auf Lilis letzten beiden Lebenstage (24. bis 26. Juli 1928) verleiht dem Buch darüber hinaus eine hohe Dichte, da hier jede Minute zählt und jede kleine Demütigung ihren Platz als Stein im Puzzle eines sich auflösenden Lebens einnimmt ... Gabriele Weingartner erweist mit diesem Psychogramm eines dem Untergang entgegengehenden jungen Menschen als würdige Nachfolgerin des großen Psychologen Arthur Schnitzler ... Dabei wirkt keine Zeile dieses Buches sentimental oder gar kitschig. egotrip.de, Frank Raudszus ... überzeugt in der Darstellung der Ausweglosigkeit des inneren Konfliktes der Schnitzler-Tochter. Überzeugend auch die Arthur Schnitzler bewusst nachgestaltete Erzähltechnik des inneren Monologs ... ekz, Ronald Schneider ... ein psychologisch glaubwürdiges Porträt... Weingartner hat alles mit leichter Hand und hoher Perfektion zu Papier gebracht, mit eleganten Übergängen und vielen Einfällen, in einer etwas altertümlichen Sprache und Satzmelodie, dunkele Vorausdeutungen und Leitmotive einstreuend – ein psychologischer Realismus, der zu diesen Menschen und ihren Erfahrungen passt. Eine untergegangene Zeit der Zwischentöne, des Abwägens, erotischen Zweideutigkeit wird sichtbar. Freitag, Michael Buselmeier Ein schillerndes Gesellschaftspanorama des beginnenden 20. Jahrhunderts in Wien und Venedig. Musikantenstadlpost ... einfühlsam erzählt. bn.bibliotheksnachrichten ... ein lesenswerter Roman ... SAX Atmosphärisch dicht und von einem stillen Klang Melancholie getragen, lässt der Roman sowohl tief in die Seele einer intellektuellen und weltoffenen Alt-Wienerin blicken, ... als auch in die gesellschaftlichen Abgründe Österreichs und Italiens um die Jahrhundertwende. Ein Zeitroman und ein gut zu lesendes Geschichtsbuch. unipress Gabriele Weingartner zeichnet ein Frauenporträt von solcher Stimmigkeit und solchem Einfühlungsvermögen, dass es weder zu Sentimentalitäten noch zu artifiziellen Überzeichnungen kommt. Der Leser erlebt einen berührenden Roman, der ein Schicksal beschreibt, das ebenso sonnenklar schillernd wie aussichtslos ist. Kritische Ausgabe 2006/07 Zu Gabriele Weingartners Roman "Bleiweiß": Mit äußerstem Feingefühl begibt sich die Erzählerin in das Leben einer zerbrechenden Familie und fördert nach und nach ihr Innenleben zu Tage. Süddeutsche Zeitung Wer könnte Gabriele Weingartners differenzierte Prosa, ihren genau und sprachlich sicher gefassten, atmosphärisch dichten Liebes- und Todesgeschichten den Respekt verweigern? Frankfurter Rundschau

Kurzbeschreibung

Lili Cappellini, geborene Schnitzler, Tochter von Arthur und Olga Schnitzler, nimmt sich am 26. Juli 1928 neunzehnjährig in Venedig das Leben. Sie war hübsch und hochbegabt und der Augenstern ihres Vaters, der sie abgöttisch liebte. Selbst als sie sich in einen um vieles älteren italienischen Milizionär und überzeugten Faschisten verliebt, hintertreibt der Schriftsteller, liberal wie er ist, nicht die Heirat und unterstützt das mittellose Paar großzügig.
Über die Gründe, die Lili in den Tod trieben, kann bestenfalls spekuliert werden: War es die überstürzte, nur kurze Zeit glückliche Ehe mit Arnoldo Cappellini? Die in der Familie Schnitzler grassierende Melancholie? Die Überforderung durch den Vater? Oder identifizierte sich Lili allzu sehr mit"Fräulein Else"aus der gleichnamigen Novelle, deren Lebensweg dem ihren erschreckend ähnelt?
Gabriele Weingartner spürt in ihrem Roman diesen und anderen Mutmaßungen nach und bedient sich dabei einer literarischen Methode, die Arthur Schnitzler erfunden hat: einer Art innerem Monolog, der durch eine kontinuierliche äußere Handlung aufgebrochen wird. Lili reflektiert, zwei Tage vor ihrem Selbstmord, ihre kurze Vergangenheit, holt ihre privilegierten Wiener Jahre zurück und lässt die berühmten Freunde und Bekannten ihrer Eltern Revue passieren. Venedig erlebt sie nur mehr als Kulisse, hinter die sie nicht mehr dringen kann.

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5.0 von 5 Sternen Vom Ordnung halten in der Lebensgeschichte., 18. August 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Schnitzler (Gebundene Ausgabe)
Zu Hause, in Wien, hatte der Vater sie stets angehalten zur Ordnung, zum Resümee, ihr immer wieder klar zu machen versucht, wie sehr es darauf ankam, gut Bescheid zu wissen über sich, schon damit andere es nicht besser wussten.".

Der Roman Gabriele Weingartners leuchtet aus die beiden, letzten Tage im Leben der Lili Capellini, der Tochter Arthur Schnitzlers, die sich -soweit historisch verbrieft - am 26. Juli 1928 neuzehnjährig das Leben nahm. Äußere Handlungen und Ereignisse bilden hier nur einen vagen Rahmen: das Verweilen bei warm- tröstendem Kakao im Caffè Florian, das Herumstreifen in der Stadt, die verwirrt- atemlose Suche nach dem Domizil der Engelmacherin", der Signora di Carlo. Im Mittelpunkt stattdessen das Innenleben der Protagonistin, behutsam, in grandioser Schlichtheit offen gelegt. Die eigentliche Handlung ist schnell erzählt: Nach der Scheidung der Eltern beim geliebten Vater in Wien aufgewachsen, verliebt sich Lili siebzehnjährig bei einem Italienurlaub in einen schmucken, italienischen Faschisten, den sie auf der Straße anspricht und offenbar für sich entflammt, Ehelichung und Übersiedlung nach Venedig folgen, schon nach kurzer Zeit scheint die Liebe vergangen, Überdruss bestimmt den Alltag - doch just in diesem Moment stellt eine Schwangerschaft sich ein. Die Protagonistin will nicht das Kind, will nicht die mit einer Schwangerschaft einhergehenden körperlichen Veränderungen hinnehmen, kämpft, besser ringt um die eigene Unversehrheit, die durch das sich ankündigende Kind unmittelbar in Gefahr geriet. Und so reflektiert Lili ihr Leben, setzt sich auseinander mit dem allgegenwärtigen Vater, dem, der alles hinterfragt und Verständnis zollt, mit dem wenig intellektuellen, aber ehedem Kraft und Macht verströmenden Gatten, mit der Mutter und deren letztendlich verstörend, verletzendes Gebaren, mit Bekannten aus Zeiten der Kindheit und Jugend, aber auch mit denen der Gegenwart, den wenigen. Und am Ende ein Schuss.

Gabriele Weiniger gelingt der Entwurf ein ganzen Gesellschaftspanoramas, die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts scheinen auferstanden, akzentuiert die Intellektualität Schnitzlers und seines Umfeldes, die Psychoanalyse Freuds und Erkenntnisse dessen Schülers Theodor Reik, der in einem frühen Werk den Wurm" in den Beziehungen der Familie Schnitzler zu beschreiben wagte, auferstanden in dem Familienwurm" der Lili Capellini. Ein spektakuläres Leseerlebnis. Auch (oder gerade) für Männer.

Ich kann das Selbsterlebte vom Erzählten ja gar nicht mehr unterscheiden. Habe ich überhaupt ein eigenes Leben gehabt."
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4.0 von 5 Sternen eine berührende Geschichte, 30. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Schnitzler (Gebundene Ausgabe)
Der Text schildert im Stil eines inneren Monologs, den Versuch einer jungen Frau, aus einer schweren existenziellen Krise herauszufinden.

Lili die Tochter des berühmten Wiener Schriftstellers ist mit dem viel älteren aber sehr attraktiven Offizier im faschistischen Italien verheiratet. Liebe und Leidenschaft haben die Ehe nur wenige Wochen überlebt, aber nun nach über einem Jahr wird sich Lili eines Morgens bewusst, dass sie schwanger ist.

Die Vorstellung Mutter zu werden, ist für sie noch schlimmer als die unglückliche Ehe.

Sie malt sich die körperlichen Veränderungen aus, die darauf hinauslaufen, dass sie als Frau erledigt ist.

Auch wenn sie sonst große Teile des Tages damit verbringt, Träume zu analysieren, Tagträumen nach zu hängen, sich in endlosen Gedankenketten zu verlieren oder sich in ziellosen Wanderungen durch Venedig zu verlaufen, wird ihr nun klar, dass sie etwas tun muss.

Der Weg zu einer "Engelmacherin" ist aber kompliziert und als sie endlich das rettende Haus erreicht heißt es:

"Mußte sie wirklich hinein in dieses grässliche Haus? Sie konnte doch ebensogut noch ein bißchen warten."

Lili hat ein besonders enges Verhältnis zum Vater. Bei all ihren Reflexionen tritt er in Erscheinung einschließlich seiner literarischen Gestalten. Selbst in dem Augenblick, als sie die erste sexuelle Begegnung mit ihrem späteren Mann hat, muss sie an den Vater denken.

Auch umgekehrt ist die Beziehung sehr eng. Der Vater behauptet, nie eine Frau so geliebt zu haben.

Dennoch hat sich Lili einen Mann erobert (!) der ganz im Kontrast zum Vater steht antiintellektuell, nationalistisch, dogmatisch.

Da der Text sich ganz auf das Reflexionsniveau von Lili beschränkt, findet er darin seine Grenze und so hat das Buch trotz seines schmalen Umfangs auch mal eine Seite die man überblättert. Dennoch ist das Buch allen zu empfehlen, die sich beim Lesen gern in Psyche eines Menschen hineinversetzen und sich dabei etwas Sentimentalität gestatten.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen eine ergreifende Biografie, 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Fräulein Schnitzler (Gebundene Ausgabe)
Gabriele Weingartner durchleuchtet gekonnt die weibliche Psyche während der letzten panischen Lebenstage. Dazu erfindet sie Seelenmonologe der Verzweiflung, in denen die ganze komplizierte Existenz der jungen Lili aufgerollt wird ...

NZZ, Franz Haas

Riskant war auf andere Art auch Gabriele Weingartners Unterfangen, Arthur Schnitzlers Tochter Lili, die sich mit neunzehn Jahren in Venedig das Leben nahm, einen Roman zu widmen: Ein Gewirr von Klischee-Fallstricken tut sich da auf. Die Autorin ist jedoch nicht gestrauchelt, sie gibt dem "Fräulein Schnitzler" seine ganz eigene Stimme ... Lilis Irrwege durch die schäbigsten Winkel der Stadt, auf der Suche nach einer Engelmacherin, endet am 26. Juli 1928, halb versehentlich, mit ihrem Tod. Wie in einem Stück von Schnitzler.

LITERATUREN, Daniela Strigl

 ein Frauenroman, eine ergreifende Biografie, ein Venedigroman  und das Ergebnis eines modernen Melodrams.

NDR Matinée

Ein schillerndes Gesellschaftsporträt am Vorabend des aufkommenden Faschismus.

Münchner Merkur

Gabriele Weingartner ist ein besonders kunstvoller Roman gelungen ... sie hat schon manch heiklen Stoff bewältigt, und wieder gelingt ihr ein Kunststück: Das Ende ist sonnenklar und unausweichlich, die Sprache flackert und fiebert wie die Geschichte, und doch bleibt alles in wunderbarer Balance. "Fräulein Schnitzler" ist ein Frauenroman, eine ergreifende Biografie, ein Venedigroman - und das Ereignis eines modernen Melodrams.

NDR Neue Bücher, Gabriele Jaskulla

Gabriele Weingartner erzählt diese anrührende Geschichte psychologisch genau, sprachlich sensibel und mit einer Glaubwürdigkeit, die dem Fräulein Schnitzler im Nachhinein beinahe ein wirkliches Leben verleiht.

Stuttgarter Zeitung, Irene Ferchl

Am dichtesten geraten denn auch jene Passagen, in denen wir die junge Frau einsam und verstört durch das heiße Venedig irren sehen - auf dem fiktiven Weg zur Engelmacherin. Hier emanzipiert sich die literarische Figur von ihrem historischen Vorbild.

Die Presse, Evelyne Polt-Heinzl

... ein psychologisch glaubwürdiges Porträt... Gabriele Weingartner hat alles mit leichter Hand und hoher Perfektion zu Papier gebracht, mit eleganten Übergängen un vielen Einfällen ...

Die Rheinpfalz, Michael Buselmeier

"Fräulein Schnitzler" besticht durch die feine, oft blumige Sprache der Autorin, die vielen Rückblicke geben einen wunderbaren Einblick in das Innenleben einer berühmten Familie.

APA, Sonja Harter

... ein überzeugendes Porträt ...

AP Associated Press, Anke Breitmaier

Der Roman entwirft das stimmige und faszinierende Persönlichkeitsbild einer labilen jungen Frau, die unfähig war, erwachsen zu werden. Und er besticht durch die Nähe und intensive Atmosphäre, die er von den ersten Zeilen an aufbaut und nie verliert, bis zu der grotesken Schlusspointe. Gabriele Weingartner differenziert und sensibel die hohe Kunst des Erzählens - und verschafft ihren Lesern so doppelten Genuss.

Allgemeine Zeitung, Rotraut Hock

... ein psychologisches Trauerspiel, in dem das Selbstzerstörerische, die psychische Tiefenauslotung der Novelle von Schnitzler ebenbürtig ist.

literaturkritik.de, Dorothea Gilde

Doch die sich geradezu aufdrängende Analogie führt sie immer wieder auf den schmalen Grat zwischen vordergründiger Fiktionalisierung einer wahren Biographie und nüchterner Darstellung der Ereignisse. Diese Gratwanderung gelingt Gabriele Weingartner meisterlich, und die fast tragisch zu nennende Ähnlichkeit zwischen Fiktion und Leben wird greifbar, ohne jemals in platten Symbolismus abzugleiten. Neben Lilis Schicksal mit seiner "Else-Analogie" schildert die Autorin eindrucksvoll die Atmosphäre der ausgehenden zwanziger Jahre mit dem aufkommenden Faschismus und seinen mehr oder minder schleichend zu Tage tretendem Unterdrückungsmechanismen ... Die zeitliche Beschränkung der Handlung auf Lilis letzten beiden Lebenstage (24. bis 26. Juli 1928) verleiht dem Buch darüber hinaus eine hohe Dichte, da hier jede Minute zählt und jede kleine Demütigung ihren Platz als Stein im Puzzle eines sich auflösenden Lebens einnimmt ... Gabriele Weingartner erweist mit diesem Psychogramm eines dem Untergang entgegengehenden jungen Menschen als würdige Nachfolgerin des großen Psychologen Arthur Schnitzler ... Dabei wirkt keine Zeile dieses Buches sentimental oder gar kitschig.

egotrip.de, Frank Raudszus

... überzeugt in der Darstellung der Ausweglosigkeit des inneren Konfliktes der Schnitzler-Tochter. Überzeugend auch die Arthur Schnitzler bewusst nachgestaltete Erzähltechnik des inneren Monologs ...

ekz, Ronald Schneider

Ein schillerndes Gesellschaftspanorama des beginnenden 20. Jahrhunderts in Wien und Venedig.

Musikantenstadlpost

... einfühlsam erzählt.

bn.bibliotheksnachrichten

... ein lesenswerter Roman ...

SAX

Atmosphärisch dicht und von einem stillen Klang Melancholie getragen, lässt der Roman sowohl tief in die Seele einer intellektuellen und weltoffenen Alt-Wienerin blicken, ... als auch in die gesellschaftlichen Abgründe Österreichs und Italiens um die Jahrhundertwende. Ein Zeitroman und ein gut zu lesendes Geschichtsbuch.

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