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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.06.2000
In einer "hervorragenden Edition" hat die Chefredakteurin der Zeitschrift "jüdisches Berlin" die Abschlussarbeit der jungen Regine Jonas von 1930 (an der damaligen Berliner Hochschule für die Wissenschaft des Judentums) wieder zugänglich gemacht, schreibt Jakob Hessing. Zu Anfang seiner Besprechung würdigt er Berlin als wichtigen Ort des modernen Reformjudentums, dessen Tragik in der schnellen Zerstörung durch den Nazionalsozialismus lag. Aus Berlin stammte auch Regine Jonas, die 1944 in Auschwitz ermordet wurde, aber nicht aus dem reichen und assimilierten Berliner Westen, sondern aus dem von "Ostjuden" bewohnten Scheunenviertel. Sie protestierte gegen den Ausschluss der Frauen ihrerseits aus streng orthodoxer, also nicht reformerisch-liberaler Sicht. Die Neuedition macht ihre Argumente u.a. durch ausführliche Zweisprachigkeit der Originalzitate der Halacha auch dem Laienleser gut zugänglich, findet Hessing. Zudem hat Elisa Klapheck, so der Rezensent, sich in einer "informationsreichen Einführung" auch mit den nachfolgenden Kämpfen um Regine Jonas` Status (das Rabbinatsdiplom erhielt sie 1935) und den heutigen Stand der Dinge in Sachen weibliches Rabbinat beschäftigt.
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